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Koch mit Herzog Anton Ulrich

Anlässlich der Ausstellung "Aufgetischt - die herzogliche Tafel der Renaissance" startet das Herzog Anton Ulrich-Museum seinen ersten interaktiven Wettbewerb:

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Bereits die Braunschweiger Herzöge wussten die lukullischen Genüsse zu schätzen. Daher ist es nicht wenig verwunderlich, dass Kochbücher aus der Zeit erhalten geblieben sind, die nun der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Wir laden Sie zum Nachkochen ein:
Jeden Freitag veröffentlichen wir eine herzogliche Menüfolge aus den Original Kochbüchern, deren Rezepte ohne Mengenangaben überliefert sind.

Hierin liegt die Schwierigkeit: wieviel Kerbel, Butter oder Ingwer ist nötig, um einen köstlichen Lachsspieß zuzubereiten, wieviel Semmelbrösel streut man über Artischocken, ohne dass ihr natürlicher Geschmack übertönt wird?

Berichten Sie über Ihre Geschmackserlebnisse mit den Originalrezepten der Renaissance - posten Sie Fotos und/oder Kommentare auf der Facebook-Seite des Museums, oder senden Sie eine e-mail an verlosung@herzogantonulrich.de.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir die Teilnahme für zwei Personen an einem Renaissance Dinner mit musikalischem Rahmenprogramm und weitere tolle Preise!

Das vegetarische Menü steht fest

Diesesmal ist das Menü vegetarisch und kann vielleicht sogar mit ALufolie auf dem Grill zubereitet werden. Was es gibt?!Moren Sallat, Römische Bonen und MandelsuppeViel Spaß beim Probieren, wir freuen uns wie immer auf eure Bilder und Berichte

Verbesserung

Diesesmal wird es doch kein gänzlich vegetarisches Gericht geben. WIr haben uns entschieden statt der Bonen gefüllte Kalbsbrust zu kochen.

Anspruchsvoll.

Baumöl ist Olivenöl und zum Würzen/ Abschmecken von Möhrensalat nimmt man Zucker. Soweit bin ich schon mal. Gefüllte Kalbsbrust ist äußerst interessant, wenn man sich in Italien etwas umschaut. Das Mandelsüppchen gibt's mit schwarzen Walnüssen. Für mich wird das Sonntag ein kleines, kaltes Buffet auf dem Gartentisch. 

Hart gesotten.

Ich komme mir ein wenig vor wie Alice im Wunderland. In den Rezepten ist so viel Phantasie drin, dass ich mich jetzt einfach mal über "mit Butter gebraten" hinweggesetzt habe. "Trägst zum Feuer", was soll das sein? Ein Grill wird dem schon recht nahe kommen. Nicht so bei mir. So eine herzogliche Tafel hat ja auch noch nie etwas von Work-Life-Balance gehört: Morgen wird bei mir nicht viel gekocht. Also simmert das Fleisch schon heute vor sich hin. Vorbereitung ist alles. Petersilie mit Dill hat was. Die Farce ist schon mal nicht schlecht. 

Der Braten und die Möhren.

Vor gefüllten Bratenstücken bin ich immer weggelaufen. Der Geschmack hat mich nie überzeugt, was übliche Standardfüllungen angeht. Und dann stelle ich mir eine herzogliche Tafelrunde vor. Die Herrschaften hatten nichts anderes vor, als gut zu essen und zu trinken. Also setze ich mich einfach mal dazu und koste. Petersilie und Dill vertragen sich sehr schön mit Bittersalaten. Die Pinienkerne habe ich ebenfalls aus dem Küchengötter-Rezept entliehen. Da bin ich jetzt gegenüber der herzoglichen Tafelrunde etwas im Vorteil. Zum Schluss noch etwas Butter erwärmt, die Kräuter dazu. Extrawürze geben Zitronenspalten. 

 

Zu den Möhren: Wenn mit Baumöl wirklich Olivenöl gemeint ist, zerstört es alles. Ich habe nur Olivenöl herausgeschmeckt. Bei mir deshalb der Salat nur mit Essig, Mariannchen's Holunderblüten-Sirup und ein wenig Pfeffer. Salat aus gekochten Möhren hat was. Erinnert ein wenig an die Zubereitung von Kartoffelsalat.

Das Dessert.

Hellas Mandelpudding kenne ich. Kulfi von auchwas. Gegen Safran habe ich auch nichts einzuwenden. Zu Mandelsuppe mit Wein könnte ich nun auch Mandel-Zabaionecreme sagen. Die Creme habe ich durch ein Sieb geschlagen. Soweit alles in Ordnung, wenn da nur nicht der Safran wäre. Schwarze Walnüsse sehen hübsch dazu aus und schmecken würzig-süß. Jedenfalls der Sud. Es hilft alles nichts: Kochen mit Safran. Auf diesem Auge bin ich blind. Die Mandelsuppe war bei mir einfach nur Safran.

Danke für die Berichte

Deine Beiträge habe ich gerade auf Facebook gepostet, du kannst dir es auch ansehen (ohne Profil) hier die Link unserer Facebookseite:http://www.facebook.com/pages/Braunschweig-Germany/Herzog-Anton-Ulrich-Museum/196090913736519Herzogliche Grüße

Lachskuchen.

Ein Eierkuchen ist auch ein Kuchen.  Mehr Kuchen konnte ich mir bei diesem Rezept nicht vorstellen. Dann habe ich mir überlegt, wenn es eine Piccata Milanese gibt und eine Puten-Piccata, warum dann nicht auch eine Lachs-Piccata? Und damit es besser klingt, vielleicht Lachs-Pralinen. Das sind die kleinen Lachswürfelchen, die es fertig zu kaufen gibt und die in verschiedenen Kräuter- und Gewürzmischungen gewälzt werden. Mit einer Eihülle drum herum bestimmt auch nicht schlecht. 

 

Vorsorglich habe ich den Lachs (trunken) nicht in Wein sondern in Orangensaft mariniert. Kommentar meiner Tochter: Ich mag keinen Lachs. Wie kommt sie nur darauf? Den Orangensaft hätte ich mir sparen können. Also noch einen Schuss Weißwein unter die Eimasse und ordentlich Parmesan darüber. Wie ich dann beim Braten festgestellt habe, wird es besser sein, die Eihülle und den Lachs separat zu braten und die Lachswürfelchen in die Eihülle einzurollen. Da muss ich weiter probieren. Dazu gab es Petersilien-Nudeln. Die kann ich jetzt aus dem FF. Weißbrotwürfelchen mit Petersilie angebraten wären bestimmt auch nicht schlecht und ein Salat dazu. Und das nächste Mal die Hitze etwas reduzieren :)

Von Nix kommt Nix.

Heute war ich wieder an Herzog Anton Ulrich's Tafelrunde. Es gab Pfirsichtarte mit Korinander.  Nun finde ich ja, dass Aprikosen viel besser in einer Tarte schmecken. Und eingefallen ist mir das ursprüngliche Rezept von sparrow. Also warum nicht statt Vanillezucker Koriandersamen rösten und zusammen mit Zucker mörsern? Die findigen Geschmackspfadfinder im Mittelalter werden sich schon etwas dabei gedacht haben.

 

Ob allerdings Herzog Anton Ulrich jemals in seinem Leben im Wallis war, bezweifle ich doch sehr. 1648 war Westfälischer Friede und die Schweiz schied aus dem Reich aus. Vielleicht war das ja auch der Grund, warum es keinen Walliser Aprikosenkuchen in Braunschweig gab und sie Pfirsiche nehmen mussten :)

Sparrow's Rezept ist jedenfalls ausgefallen und genial: Die Aprikosen werden 10 min. ohne Guss im Ofen geröstet und der Boden so quasi vorgebacken. Sehr schön auch die Mandelsplitter. Ja, und dann kommt's: Korianderzucker! Alleine wäre ich ja nie auf diese Idee gekommen.

 

Geschichtsträchtig - - von gebratenen Hühnern.

Erstmals erwähnt wird der Balsamico im Jahre 1046. Kaiser Heinrich II machte zu dieser Zeit einen Besuch in der Stadt Piacenza. ... In Piacenza erbat er von Markgraf Bonifaz von Tuszien, Vater der Gräfin Mathilde von Canossa, etwas von dem viel gelobten Essig, von dem er schon viel Gutes gehört hatte. .... Während der gesamten Renaissance war der Balsamico Tradizionale ein fester Bestandteil herrschaftlicher Tafeln in ganz Europa, vor allem aber in der Region der Estenser. Quelle: © 2010 byaceto-balsamico.net

Also darf er bei meinem Kirschkompott heute nicht fehlen.

Köche und Gefolge tingelten durch ganz Europa und es hat etwas gedauert, bis sich mir erschloss, was Zucker und Kaneil ist. Ganz einfach Zucker und Zimt. Zurück zu den Köchen. Man hat sie sich einfach ausgeliehen. EIN Koch schafft auch kaum eine herzogliche /fürstliche Tafel.

Und die Rezepte wurden dann ebenso aufgeschrieben im „Westfälischen Küchen- und Gartenbuch“ fast zeitgleich mit dem Besuch beim brandenburgischen Kurfürsten. (entnommen aus Archiv Felix Bierhaus – Lippetal) Und dann bin ich auf einmal in Ost-Westfalen mit meinem Huhn und den Kirschen. Aber passt denn nun Balsamico, den ich unbedingt dazu haben möchte, zu Zimt?

Den Koch kann ich nicht mehr fragen, aber auchwas. Sie sagt„Süßkirschen herzhaft“ dazu. Für den Speck zum Umwickeln nehme ich Nelken, Pfeffer, Zimt und Muskatnuss geröstet und grob zerstoßen. Ist das scharf! Also gleich noch etwas Zucker dazu. PigCandy lässt grüßen.

Süßkirschen aus dem Glas habe ich im Keller entdeckt. Nicht entsteint! Und ein paar Süßkirschen frisch vom Baum. Zusammen mit dem Bratenfond vom Huhn so etwas von gut! Die Kirschen habe ich fast über die ganze Bratzeit des Hähnchens im Würzsud ziehen lassen. Das Gericht ist hübsch mit Rosensalz. Wie immer eine spannende Reise an die adligen Höfe der Renaissance.

 

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