Kochen für Kinder

Ich bekomme ab dem 8 Juli die "Herrschaft" über 6 Kinder von 5 bis 14 Jahre und muss sie für 14 Tage versorgen.

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Kommentare
WOLLBAER

Moin, Moin,


 


eine liebe Freundin von mir kommt am 10. Juli für 14 Tage in die Klinik. Sie ist Tagesmutter und hat derzeit 6 Kinder vom Jugendamt im Haus, die sie schon seit Jahren liebevoll versorgt. Damit die Kinder während dieser Zeit nicht ins Heim müssen. reise ich für 14 Tage zu ihr in den Westerwald. Eine andere Freundin kommt im Anschluss an meinen Aufenthalt ins Haus.


 


Mir stellt sich nun die Frage, was ich auf den Tisch bringe und zwar schnell, sättigend und gesund?


 


Habt Ihr Ideen, was ich auf den Tisch bringen kann? Bei mir sind es nun schon 35 Jahre her Kinder zu bekochen. Gern auch Gerichte, die ich am Folgetag anbieten kann, da ich nicht den Zeitaufwand überblicke, den ich dazu benötige das Haus in Ordnung zu halten, die Hausaufgaben der Kinder zu kontrollieren und sie zu ihren Freizeitorten zu bringen.


 


Liebe Grüße


Rolf


 


 


 


 

Annika Mader
Köstlichkeiten für die Kleinen

Hallo lieber Wollbaer,

 

das finde ich ja ganz toll, dass Du dich der Kinder annimmst. Sie werden sich freuen, denk ich mir. Und neben gutem Essen kannst Du ihnen vielleicht die ein oder andere schöne Sicht aufs Leben mitgeben. :-) Och, super.

 

Wie alt sind sie denn? Etwas hängt die Essensauswahl ja auch mit dem Alter zusammen. Spontan habe ich zwei Tipps für Dich. Die sie garantiert lieben werden - die funktionieren IMMER :-)

 

Einmal die Hackbällchen in Tomatencreme. Superlecker, kannst Du auch gut vorbereiten und in größeren Mengen machen. Außerdem auch aufheben für den nächsten Tag. Beilage nach Wahl dazu. Reis? Nudeln? Und einen gemischten Salat würde ich auch noch dazu reichen.

 

Um die Moral hochzuhalten, kannst Du die Kleinen ja auch mal mit einem Special-Nachtisch überraschen :-) Da wäre vielleicht das Himbeer-Tiramisu eine gute Wahl, da bekommen sie gleich noch ein paar Vitamine ab.

 

Mmmhhh. :-) 

 

Wünsche Dir eine tolle Zeit mit den Kleinen! Und jetzt erstmal ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Annika

WOLLBAER
@Annika Mader

Meine Freundin und ich kernten uns am 3.1.1997 im damaligen Metropolis Chat kennen und sind seitdem befreundet. Ich habe ihr Leben begleitet. Scheidung, Partnerwahl, Heirat, Hauskauf, Geburt ihres jüngsten Kindes, Umbau des Hauses, Tode des Mannes und ihre Arbeit als engagierte Pflegemutter. Nun muss ich eben einspringen, weil Krankheit dies erforderlich macht. Nachteil unserer Freundschaft ist die Entfernung. Es sind 520 km einfache Wegstrecke.

 

Romy ist mit 5 Jahren das jüngste Kind und dazu noch Herzkrank, Sarah und Petra sind 7 + 9 Jahre, Jan-Martin 10 Jahre, Julia 11 Jahre und ihr Bruder Leon 14 Jahre, Jordan ist fast 18 Jahre alt. Alle Kinder haben in ihrem bisherigen Leben viel Schlimmes in den Elternhäusern erlebt, wobei Alkoholismus der Eltern noch das kleinste Übel waren.

 

Ich will mein Hauptaugenmerk auf die Zeit mit den Kindern legen und daher wenig Zeit in die Küche investieren. Deine Idee mit den Hackbällchen finde ich gut. Bockwurst mit Kartoffelsalat, Spaghetti Bolognese, Gyros hatte ich schon angedacht.

 

Morgens:

Brötchen/Vollkornbrot, Butter, Nutella, Marmelade, Quark, Wurst, Käse, Müsli, Milch, Kaffee oder Tee - Obst und Gemüseteller

 

Pausenbrot:

nach Wunsch der Kinder + Obst

 

Abends:

wie morgens und mal ab und an ein Schmankerl, wie beispielsweise Currywurst oder Backkäse.

 

 

Liebe Grüße

Rolf

 

 

Aphrodite
Kinderküche.

@Wollbaer, eine gute Idee wäre vielleicht ganz einfach die Mutter zu fragen. Sie kann Dir einen Einkaufszettel geben, wo alles wichtige drauf steht.

Und schnell muss nicht unbedingt schnell heißen. Während Du die Kinder abholst, kocht der Reis (braucht nur einmal aufkochen, köchelt dann und zieht nach). Im Ofen schmurgelt das Gemüse oder Kartoffelsticks. Kartoffeln können dreimal gekocht werden: 1 x Wasser (Pellkartoffeln), 1x im Ofen (die ganzen Pellkartoffel einmal platt drücken und mit Öl und etwas Salz im Ofen backen). Restliche Ofenkartoffeln wieder im Ofen knusprig backen. Fleisch (Pute, Hähnchen, kleine Steaks) in der Pfanne anbraten und auch im Ofen fertiggaren (15 min.).

 

Und dann dürfen so Tage nicht fehlen, da werden Waffeln oder Pfannkuchen gebacken. Obst püriert, gibt tolle Fruchtsaucen, die mit Joghurt oder Pudding toll schmecken. Schokosauce passt auch ganz gut. Gehackte und geröstetet Nüsse kann, wer mag auch dazu nehmen.  Und zum Kochen gehört auch immer ein wenig Show dazu. Deine Entertainment-Qualitäten kenne ich nicht. Aber schau' mal hier, mit welcher Inbrunst ein Granola zubereitet werden kann. Der Koch hat vier Kinder (und möchte nur sein neues Kochbuch verkaufen - macht ja nichts! Aus Haferflocken was gesundes zaubern, geht auch so.)

WOLLBAER
@Aphrodite

natürlich werde ich Iris fragen, wie Sie die Dinge abwickelt, was die Kinder gern essen und welche "Besonderheiten" jedes von ihnen aufweist. Aber aus meiner Erfahrung erinnere ich mich an 2 Kinder, die wir für 8 Wochen aufgeommen hatten. Die Sichtweise von meiner Frau und mir war völlig anders, wie es uns die Mutter beschrieben hatte. Jens war zu Hause der totale Chaot und Störenfried und der Bruder Jörg musste unter diesem Kind leiden. In unserem Fall war es genau umgekehrt. Jörg war die schlichte Katastrophe und Jens ein Engel.

 

Mit anderen Worten:

Ich will selber das Gefühl entwickeln, wie die Kinder sind und Ihnen schöne 14 Tage bereiten und sie mit in den Entscheidungen einbinden. Familienrat am Tag meiner Ankunft:

 

Wie machen wir was?

Wer bringt sich wie und wo ein?

Was kommt auf den Tisch? Jedes Kind darf sich ein Essen wünschen. So kommt jeder gerecht an die Reihe.

Wie bringen wir in das tägliche Chaos eine gewisse Ordnung und einen liebevollen Umgang miteinander ein?

 

Übrigens habe ich an Waffeln/Pfannkuchen auch schon gedacht, weil sie schmackhaft sind und man sie abwechselungsreich anbieten kann.

 

Liebe Grüße

Rolf

Gaston
Keine einfache Kiste

Hallo Ralf,

Du wirst eine ganz schön anstrengede Zeit vor Dir haben. Aber ich finde es toll, dass Du es machst. Gibt es von deiner Bekannten vielleicht soetwas wie einen Speiseplan? Ich kenne es so, dass es einen Plan für die ganze Woche gibt. Während der Woche wird dann der Plan für die nächste Woche gemacht. Ich müsste auch erst mal überlegen was ich so einer großen Kindergruppe koche. Auf jeden Fall würde ich versuchen, Komponentenessen zu kochen, so kann ein Kind was z.B. eine Sache nicht mag oder nicht essen darf, ausweichen.

 

Ich wünsch Dir aber viel Erfolg, lass uns wissen was Du alles gekocht hast.

 

Gruß

Gaston

WOLLBAER
@Gaston

Beziehungen müssen gepflegt werden. Iris und ich sind 19 Jahre freundschaftlich verbandelt, da empfinde ich es als normal mich in Notfällen einzubringen. Ich freue mich auch schon auf die vor mir liegende Zeit, auch wenn es nicht einfach werden wird.

 

Ich reise deshalb 4 Tage vor Beginn meines "Jobs" an, um mich zurecht zu finden. Zum einen, um den Haushalt zu erforschen, zum anderen um Kontakt zu den Kindern aufzubauen.

 

Ich kann die vorgehensweise meiner Freundin nicht 1:1 kopieren. Deshalb will ich mein Ding durchziehen, in Absprache mit den Kindern. Beispielsweise absprechen, was auf den Tisch kommt. Mittlerweile werden mir die Dinge klarer.

 

Kartoffelsalat mit Bockwurst

Currywurst mit Fritten

Spaghetti Bolognese

Pizza

Gehacktes im Blätterteig

Milchreis

Mehlpfannkuchen

Reibepfannkuchen mit Apfelmus

Sauerbraten mit Knödel und Rotkraut

Backhähnchen vom Grill mit Rösti

Nasi oder Bami Goreng

Gyros mit Fladenbrot

Eintopf quer durch den Garten mit Wiener Würstchen

 

dazu wird es immer Mineralwasser, Säfte, frisches Obst und frische Salate/Gewürzgurken/Rote Beete/eingelegte Paprika geben.

 

Als Dessert will ich frisches Obst, Joghurt mit Früchten, Quarkspreisen oder Pudding anbieten.

 

Die Kinder sollen sich selber bedienen und aussuchen, was sie essen wollen oder nicht. Aber so einen Spaß, wie 3 verschiedene Beilagen Reis, Kartoffel und Nudeln, werde ich nicht machen.

 

Ich will mich bemühen so viel Freizeit den Kindern zu widmen, wie ich kann.

 

Liebe Grüße

Rolf

 

 

Annika Mader
:)

Lieber Wollbaer,

 

mmhhh, lecker. Ich sehe schon, Du hast so einiges Leckeres gefunden. Guter Plan, dass Du vor allem viel Zeit mit den Kindern verbringen willst. Falls sie das wollen, so klein sind sie ja gar nicht mehr ;-)

 

Vieles wird wahrscheinlich auch spontan ablaufen, könnte ich mir vorstellen. Feste Pläne und Kinder sind ja nicht immer unbedingt so gut zu vereinen. Und: Jetzt hast Du die Hackbällchen in Deiner Liste vergessen :))

 

Drück Dir auf jeden Fall die Daumen und bin gespannt, was Du danach berichtest!

 

Liebe Grüße, Annika

WOLLBAER
@Annika Mader

Hallo Annika, das mit den Hackbällchen stimmt. Hatte sie in meine Excel Aufstellung eingegeben und die anderen genannten Gerichte später beigefügt.  Ich freue mich schon auf die vor mir liegende Zeit, bin mir aber über die Schwierigkeiten sehr bewusst, denn die Elternhäuser der Kinder sind schon sehr problematisch. Da ist alles dabei von Alkoholismus über sexuelle Gewalterfahrungen. Deshalb wollte ich ja auch auf keinen Fall die Kinder in ein Heim geben.

 

Aphrodites Vorschlag mit dem Granola selber machen werde ich nicht umsetzen sondern die Müsli Variante wählen. Mit den Kindern werde ich Kuchen und Brot backen und Granola zuerst einmal für mich in Brunsbüttel zubereiten.

 

Liebe Grüße

Rolf

 

 

 

 

gesunde Burger und Pizza?

Was ich immer schön finde, ist, wenn man die Kinder miteinbeziehen kann. Selbstgemachte Burger oder Pizza gibt es auch in sehr gesunden Varianten und die Kinder können dann selbst bestimmen, was sie gern drauf haben möchten. Gerade bei Burgern kann man dann die Zutaten einfach hinstellen und die Kinder können sie sich selbst belegen. So haben wir das immer auf Kindergeburtstagen gemacht :)

Es kommt aber natürlich auch ein bisschen darauf an, wie alt die Kinder sind, damit es nicht in großem Gematze endet.

WOLLBAER
Mein Waterloo wurde kein Waterloo

Es lief viel besser als gedacht. Habe mir von Iris die "Mengen" in den ersten Tagen abgeguckt und dann ging es los.

 

Frühstück:

Vom ersten bis zum letzten Tag habe ich die Schnitten für die Schule geschmiert. Vollkornbrot mit Käse oder Wurst und als Beilage kleine Paprika. Möhren, Gurken oder Cocktailtomaten.

 

Abends:

Wie morgens, wobei die Kinder jedoch die Brote selber schmierten und "Schmankerl" wie Wienerle, saure Gemüse und Paprika und Fruchtquark oder Joghurt.

 

Mittags:

 

was die Kinder sich wünschten von Eintopf quer durch den Garten über Pizza, Currywurst mit Fritten, Kartoffelsalat mit Fischstäbchen, Frikadellen mit Erbsen und Möhren und Salzkartoffeln.

 

Nun bin ich wieder in meinem Brunsbüttel ubnd werde an diesem Wochenende keinen Kochlöffel anpacken sondern mich verwöhnen lassen.

 

Verliebt habe ich mich auch........ Sie heißt Romy ist 6 Jahre alt und Herzkrank. Nach 2 Tagen zappeln rutschte mir Romy auf den Knien herum und wollte mir mir nach Brunsbüttel und für mich arbeiten. "Ich bin eine gute Hausfrau und mache Dir alles tippui toppi". Leider verliess sie am Abreisetag der Mut. Lach!

 

LG Rolf

Annika Mader
:-)

Lieber Wollbaer,

ach wie süß und schön. Das hört sich ja nach einer guten Zeit an und ich würde es genauso machen und mich jetzt erstmal so richtig rundum verwöhnen lassen. Das hast Du dir verdient :-)

 

Schönes Wochenende, genieß es. Liebe Grüße, Annika

 

WOLLBAER
@Annika Mader

Hallo Annika,

 

sicherlich eine schöne aber auch verdammt anstrengende Zeit. Nun heißt es für mich Abstand zu gewinnen.

 

Die Kinder haben sich alle eingebracht vom Wäsche aus dem Trockner nehmen, Tisch abräumen usw.

 

LG Rolf

Kochen für Kinder

Einen großen Vorrat an Pommes und Fischstäbchen und die kleinen werden die lieben^^

Gaston
Schön das es gut verlaufen ist.

Hallo Rolf,

Schön das Du die Zeit so gut gemeistert hat und die Kinder offensichtlich auch ihren Spass hatten. Nun erhol Dich erstmal. :)

 

Gruß

Gaston

WOLLBAER
@Gaston

Hallo Gaston,

 

ich bin wieder "aufgetankt" oder habe "aufgetankt". Mein "Arbeitseinsatz" war schon eine besondere Herausforderung, denn ich bin von Kindern seit Jahren entwöhnt und hatte nie mit Kindern aus Elternhäusern zu tun, die kein Mensch haben möchte. Die Erziehungsfehler der Eltern bedingt durch Alkoholismus, Gewaltanwendung und sexuellem Missbrauch haben Spuren hinterlassen.

 

Trotz allem möchte ich diese Erfahrungen nicht missen.

 

LG Rolf

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