Kokosblütenzucker gegen das Zucker High?

Wer etwas auf seine Gesundheit hält, greift zu Kokosblütenzucker. Da die Verarbeitung sehr aufwendig ist, ist der Preis für die Retter dieser Welt sehr hoch.

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Kommentare
Aphrodite

Und nun? Hier ein kurzer Überblick über Alternativen zum Haushaltszucker. Weniger ist mehr und mit ein paar guten und gesunden Sachen dazu, darf es dann auch mal Haushaltszucker sein. Das ist der große Vorteil beim Selberkochen: Die Dosierung :)

WOLLBAER
@Aphrodite

Moin, Moin Aphrodite,

 

warum sollte jemand, der auf seine Gesundheit achtet, auf Kokosblütenzucker ausweichen?

 

Wer auf sich achtet sollte sich mehr bewegen und die Kohlenhydrate weitestgehend einschränken. Bis vor wenigen Jahren glaubten Verbraucher, bewusst manipuliert durch die Industre, Light Produkte seien der Weg um schlank zu bleiben/zu werden. Diese Light Produkte wurden aber alle mit Süßungsmittel verarbeitet, die heute stark kritisiert werden.

 

http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/tid-13247/gesund-essen-suessstoff-macht-dick_aid_366093.html

 

Wer genug Geld hat es zu verpulvern sollte Kokoblütenzucker kaufen, wer in seinen geldlichen Dingen achtsam sein muss, dem empfiehlt es sich Sport zu treiben, viel Gemüse zu essen und sich die Kalorien der Gerichte, die er/sie zubereitet zu kalkulieren.

 

In jeder mir bekannten Klinik werden heute keine Light Produkte und keine Süßstoffe mehr benutzt sondern gewöhnlicher Haushaltszucker als Süßungsmittel eingesetzt, auch bei Diabetikern.

 

Ich gehe dieser Problematik aus dem Weg in dem ich jedes Jahr zwei Wochen in die Fastenkur gehe und zwei weitere Woche (jeweils 7 Tage) zu Hause faste. Das Berliner Universitätsklinikum Charite hat für diesen Lehrstuhl "Naturheilkundliche Komplextherapie einschließlich indischer und chinesischer Medizin" ein eigenes  Krankenhaus in Berlin, direkt am Wannsee eingerichtet. Die gesetzlichen deutschen Krankenkassen übernehmen die Kosten inklusive aller An- und Abreisekosten für 14 Tage.

 

http://naturheilkunde.immanuel.de/home/

 

Ich bin durch Zufall auf diese Klinik aufmerksam geworden. Im September 2013 sah ich auf Arte einen Bericht über russische Medizin der dreißiger Jahre, die nie in den Westen gelangte. Diese Ergebnisse griff die Berliner Charite auf und forscht wissenschaftlich über das Thema alternative Heilungsmöglichkeiten.

 

Liebe Grüße

Rolf

 

 

 

ingwer
Die Dosis macht es ...

Es gibt keinen "gesunden" Zucker. Er ist und bleibt ein Genußmittel. Ein mäßiger Umgang ist aber meines Erachtens auch kein Weltuntergang. Es gibt leider nur so viele "versteckte" Zuckerbeigaben, besonders in Fertigprodukten. Generell achte ich sehr darauf, so wenig Zucker wie möglich zu verwenden, gleich welcher Art er ist. Kaffee und Tee süße ich überhaupt nicht. Mit einer Ausnahme. Viel interessanter finde ich, welche Vielfalt an "Süße" wir heute haben. Als ich ein Kind war, gab es Haushaltszucker und Gelierzucker. Honig war eine Art Luxus. Kandiszucker hatte Medikamentenstatus, da er nur in den Hustentee kam. Das war alles an Auswahl. Ich bin gerade im Geiste meine "Süßen" durchgegangen, die aktuell vorhanden sind. Zählt man Honig & Co mit, sind es neun (!). Kokosblütenzucker habe ich schon verwendet, als man hierzulande noch nie etwas davon gehört hatte. Ich betrachte ihn mehr als Gewürz. Genauso wie Honig, Ahornsirup und Agavendicksaft. Gebacken wird mit Haushaltszucker, Rohrzucker oder Demerara. Gelierzucker kommt wegen des Pektins ins selbstgemachte Eis. Kluntjes kommen in den Ostfriesentee, und Brauner Kandis hat immer noch Medikamentenstatus ...:-)

WOLLBAER
@ingwer

 

 

Moin, Moin ingwer,

 

ich nutze nur 2 Zuckerarten. Braunen Rohrzucker aus Zuckerrohr und Haushaltszucker aus Zuckerrüben und natürlich deren Abkömmlinge, wie Kandis, der von mir zum Süßen meines Darjeelings verwendet wird. 90% der Kandisproduktion werden zum Süßen von Tee genutzt, wobei brauner Kandis in erster Linie durch Lebensmittelfarbstoffe eingefärbt wird.

 

Auszug aus einer DIAMANT Kandis Übersicht:

Produziert wurde das wertvolle Produkt auf Zypern und Kreta. Die Brockhaus-Enzyklopädie aus dem Jahr 1865 verrät, wie Kandis vor 150 Jahren hergestellt wurde: indem man den „geläuterten, aber nicht stark eingekochten Zuckersaft in kupfernen, mit Zwirnsfäden durchzogenen Gefäßen (Potten) erst an einem kühlen Orte, hiernach einige Tage in der Darrstube” kristallisierte. Noch bis 1960, bis zur Entwicklung des heutigen Herstellungsverfahrens, war der so gewonnene „Fadenkandis“ der meistverkaufte.

 

Ich habe Deinen Beitrag nur aufgegriffen, weil er mir zeigt, wie Verbraucher manipuliert werden durch Industrie und persönlichem Umfeld, wie in Deinem Umfeld die Eltern. "Brauner Kandis hat immer noch Medikamentenstatus", wie Du schreibst. Dabei ist Kandis ein genauso wertloses Zeugs wie Haushaltszucker nur teurer.

 

Interessant ist auch die Empfindung scheinbar aller Teetrinker. Hier an der Küste trinkt man eben seinen Tee mit Kandis. wobei 1 Gramm Kandis den selben Süßeffekt hat, wie 1 Gramm Haushaltszucker. Empfindungen eben. Lach!

 

Liebe Grüße

Rolf

Aphrodite
Kandis schmeckt weniger süß?

@Wollbaer, bei Deinen Ausführungen hast Du ja wieder alles gegeben! Ich bilde mir ja ein, dass Kandiszucker sich anders auflöst und schon wegen des karamelligen Geschmacks anders ist als Würfelzucker im Tee. Auch bei uns war Kandiszucker wertvoll. Nicht wegen der Inhaltsstoffe. Deine Ausführungen waren  jedenfalls interessant. Und die Idee von ingwer Zucker ähnlich wie Salz als Gewürz zu verwenden ist ausbaufähig. Ich meine, bei GU gab es mal ein "Zuckerbuch" mit genau diesem Ansatz. Suche ich nun über "Google" Zuckerbuch, finde ich in der Trefferliste: Zucker, der heimliche Killer. Süchtig nach Zucker. Gesund mit Stevia u.s.w. - Hmhh, es war "Das kleine Buch vom Salz!" Über Zucker wird niemand solche Bücher schreiben wollen. Die einzige, die in diesem Zusammenhang genannt wird ein Buch gegen ein Anti-Zuckerbuch geschrieben zu haben, ist Nicole Stich mit "Sweets". Ihr würde ich nun auch nicht ein "Backen mit Stevia" zutrauen. Ich bin mittlerweile auch wieder ganz weit weg von diesem Zuckerersatz. Es wird nur A gegen B getauscht. Und Zucker würde ich nun auch nicht nachsagen, dass er gesund ist.

ingwer
@ Wollbaer

Lieber Rolf, ich finde deine Beiträge immer sehr erfrischend und wertvoll. Aber ich denke, du interpretierst zu viel in meinen Beitrag hinein. Meine Eltern, zum Beispiel, wurden nicht von der Industrie manipuliert. Es gab schlicht und ergreifend zu der Zeit nichts anderes. Da gab es den Zucker noch nicht einmal in unterschiedlicher Körnung. Puderzucker konnte man zwar kaufen, war aber sehr teuer. Also produzierte ihn meine Mutter selbst im Mixer. Brauner Kandis sollte durch den leicht malzigen Geschmack den verhassten Hustentee ein wenig interessanter machen. Zumal man einem kleinen Kind ( ich damals ) das feine Knistern beim Übergießen mit heißem Tee als etwas Besonderes hinstellen konnte. Als Event, würde man heute sagen. Er ist für mich untrennbar als Erinnerung mit dem Hustentee verbunden. Nicht der Zucker ist das Medikament, sondern der Tee. Da hast du etwas falsch verstanden. Die einzelnen Nährwerte oder Süßeffekte sind eigentlich völlig nebensächlich. 1g Kandis mag den gleichen Süßeffekte haben wie 1g Haushaltszucker. Aber Haushaltszucker knistert nicht, wenn man den Ostfriesentee zu ihm in die Tasse gießt. Kluntjes schon ... dann die Sahne dazu und die Wulkje ( schreibt man das so?) beobachten ... Es ist eine Frage des Genusses und des Geschmacks, nicht eine für die Nährwerttabelle. Und da wären wir wieder beim Zucker als Gewürz und Besonderheit ... Und die unterschiedlichen Produkte in der Verwendung in der jeweiligen Tradition.

Belledejour
@Aphrodite

Danke für diesen Artikel zum Nachlesen, ich fand ihn sehr informativ.

Ich benutze seit langem auch Agavendicksaft zum Süßen und beim Kuchenbacken meistens den Muscovadozucker. Ab und zu natürlich auch den Weisszucker, aber alles in allem reduziere ich sehr oft manche Rezepte, denn meistens sind sie mir zu süß. Braunen Kandis gibt es übrigens auch bei uns, aber wie gesagt alles in Maßen.

Trotzdem würde ich niemals soviel Geld für Kokosblütenzucker ausgeben und Stevia kommt mir nicht in Haus.

WOLLBAER
@Aphrodite

Moin, Moin,

 

das mit der Einbildung oder besser Empfindung kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen. Eine Tasse geht ohne Kluntjes (so nennen wir die großen Kandisstücke für den Tee) ist für mich ein absolutes MUSS. Dieses knacken, wenn die Stücke sichauflösen gehört für mich zur Teestunde. Dieses Gefühl des karamellartigen Geschmacks habe ich nicht. Woher sollte dieser Geschmack auch herkommen, da auch brauner Kandis nur mit Lebensmittelfarbe eingefärbt wird.

 

En wulkje nennt man die Einfärbung, wenn man den Tee mit Sahne trinkt. Diese Form mag ich jedoch nicht. Mein Tee wird mit frischer Zitrone getrunken.

 

Bin gestern Abend gegen 10 Uhr zu Hause angekommen. Ein tolles Gefühl - ist great to be back home.

 

https://www.youtube.com/watch?v=bohTOHvz1G8

 

Liebe Grüße

Rolf

WOLLBAER
@ingwer

Moin, Moin,

 

sei mir bitte nicht böse, wenn ich falsch reagierte. Kann Deine Ausführungen sehr gut verstehen.

 

Liebe Grüße

Rolf

Hannamontana
Kokoszucker Fan

Ich stimme euch zu, dass Zucker immer bewusst genossen werden sollten und vorallem in Maßen! Ich benutze Kokoszucker eher als Gewürz, denn als alternatives Süßungsmittel. Ich mag den Karamelgeschmack ganz besonders gerne in belgischen Waffeln. Ich habe kürzlich gelesen, dass Kokoszucker ein basisches Lebensmittel ist. Habt Ihr Erfahrung damit beim Basenfasten? Also brignt das wirklich etwas, wenn man dort ebenfalls einen anderen Zucker einsetzt? LG Hanna

Küchengötter User
Küchengötter User
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