Kulinarische Kindheitserinnerungen

Wie sehr hat uns unsere Kindheit was geschmackliche Vorlieben angeht geprägt. Wie oft kommt es vor, dass uns ein Geschmack oder ein Geruch uns in die Kindheit zurückversetzt...

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Kommentare
Gela

Ich verbinde viele meiner Kinderheitserinnerungen mit irgendeinem Geruch oder Geschmack - ein Hauch davon und ich mache eine kleine Zeitreise..
Hier meine Favoriten: Malzkaffe, Zitronenkuchen, Earl-Grey Tee, Bittermandelaroma.
Wie ist es bei Euch??
Grüße, Gela

Tupfen
Erinnerungen

ich kann mich gut an den Karo-Kaffee erinnern.. da durften wir Kaffee trinken wie die "großen" und zu Weihnachten der Duft von frischen Plätzchen die mein Vater immer gebacken hat .. herrlich und nicht zu vergessen Omas-Marmorkuchen.. alleine die Teigschüssel zu erwischen war ein echter Erfolg :-))

 

sonnige Grüße Tupfen

Nicole Stich
Wo nur anfangen...?

Da gibt es wirklich einiges, Caro-Kaffee gehört bei mir auf jeden Fall auch dazu! Und Malzbier, frisches Hefegebäck, Sonntags-Schweinebraten, der Duft von frischem Obst, wenn meine Oma Marmelade eingekocht hat, oder wenn man in die kleine Speisekammer bei meinen Großeltern schlich um vom Kuchen zu naschen, der Geruch von frischer Erde, wenn ich mich mal ins Gewächshaus verirrte und unbedingt die viel zu saueren und noch unreifen Kornäpfel direkt vom Baum. Und das heimlich gemopste Stück Cresta-Schokolade aus Omas Geheimversteck. Oh, und die mit Bindfaden aufgeschnittenen Germknödel. Wahrscheinlich werde ich jetzt den ganzen Abend weitergrübeln ... ;)

In meiner frühen Kindheit

gab es in jeder Küche einen Herd, der mit Holz und Kohle beheizt wurde. Wenn wir Brot hatten, das "weg mußte", legten wir die Scheiben zum Rösten auf die heiße Herdplatte und bestrichen sie anschließend mit Butter und Händlmeier-Senf. Diesen herrlichen Duft vergesse ich nie mehr wieder! Sauerteigbrot auf dem Grillrost kommt leider nur annähernd an diese Erinnerung heran.

Dann waren da noch diese dicken Duple-Kaugummis, mit denen man riesengroße Blasen machen konnte, die wunderbar dufteten und leider immer nach zehn Minuten so zäh wie Leder waren - aber lecker und toll, weil nicht jeder an jedem Tag sich einen kaufen konnte.

Den Duft und den Geschmack von Dauerlutschern und "Vanille-Steckerleis" von Jopa werde ich auch nie vergessen.

An diese Eindrücke denke ich gerne zurück, wenn ich heute an unserem warmen Specksteinofen sitze, auf dem man aber leider kein Brot rösten kann!

Maike Damm
Der Milchreistopf in der dicken Wolldecke

Ein Bild schießt mir da sofort in den Kopf: Der große Topf, in dem meine Oma Milchreis eingerührt hatte und den sie dann - dick eingepackt in eine Wolldecke - zwei Stunden ziehen ließ bis wir endlich darüber herfallen durften...Hmmm!

luckytina
Erinnerungen an meine Omas

Oh ja, da denke ich sofort an meine beiden Omas, die leider längst verstorben sind. Bei Oma Nelly bekamen wir Kinder zum Abendbrot immer Malzbier ... in so pastellfarbigen Trinkbechern aus irgendeinem Metall. Heute gönne ich mir ab und zu im Sommer nach ausgiebig Sport  ein kaltes Malzbier und denke immer an früher.Und an Oma Immi denke ich bei Püree mit einer großen gebratenen Schinkenwurstscheibe, die sich beim Braten wölbt und in die Wölbung kamen dann Erbsen in Mehlschwitze. Ich habe das inzwischen kalorienmäßig abgewandelt und nehme Geflügelfleischwurst und die Erbsen gibts ohne Schwitze, aber allein die Wurst in der Pfanne duftet beim Braten eben so, wie bei Omma.Erinnerungen dieser Art sind immer wieder schön!

Oma

Bei meiner Oma gab es z.B. Rallermus (in aufgekochte Milch wird Mehl + etwas Salz eingerührt; zum Schluss kommt etwas Butter drauf). Außerdem mochte ich sehr gern Brot mit Butter + Zucker draufgestreut. Nicht zu vergessen sind Kartoffeln mit Butter + Salz. Auf dem alten Holz-/Kohle-Ofen konnte man super Esskastanien rösten. Muss jetzt leider aufhören. Habe nämlich Appetit bekommen + muss mir was machen....

Annika
Kartoffeln mit Butter und Salz

Daran erinnere ich mich auch noch sehr gern. Gehts nur mir so oder schmecken die Kartoffeln heute einfach nicht mehr genauso gut wie früher?

Und wer kennt noch die Muschelwaffeln die es anstelle der Waffelhörnchen für Eiskugeln gab?

Tupfen
kartoffel, butter und salz

da kann ich euch nur zustimmen.. das hatte ich total vergessen.. aber es stimmt die kartoffeln waren früher viiiieeel besser

karlchen
Brotsuppe und Kartoffeln mit Butter und Salz

Oh ja, daran erinnere ich mich auch noch. Bei uns gab es immer eine Brotsuppe vorweg, dann die Kartoffeln mit Butter und Salz.

Maus
Leibgerichte der Kinderzeit

Auch ich kann mich an Pellkartoffeln, Butter und Salz erinnern. Da mir meine Mutter die Butter immer sehr dick aufs Brot strich (weil sie ja so gesund sein sollte) nochte ich bald keine Butter mehr essen und ich habe dann Margarine vorgezogen. Es schmeckte trotzdem. Sehr gerne habe ich auch frisches Graubrot mit ganz ganz viel Zucker darauf gegessen. Grießbrei mit Zimt und Zucker war natürlich auch dabei. Nicht zu vergessen den guten Zwieback, der in Milch und Zucker eingeweicht wurde.

Wie Eliza kann ich mich auch noch daran erinnern, daß wir einen Kohleherd hatten, auf dem gekocht wurde. Mir tat meine Mutter leid, die jeden morgen früh den Herd anfeuerte, damit wir es dann warm hatten. Da haben wir es doch heute gut. Alles geht elektrisch. Morgens ist es warm in Haus und Wohnung. Das Wasser zum Duschen und Zähneputzen ist auch warm. Trotzdem erinnere ich mich gerne an meine Kinderzeit zurück.

Kartoffeln

Oma's Kartoffeln kamen aus dem eigenen Garten. Bestimmt waren die deshalb so gut. Oder kommt uns das so vor, weil wir alle gerade so nostalgisch sind?

Solera
Kartoffelpuffer

Mein absoluter Favorit aus meiner Kindheit. Die von meiner Mutter sind einfach unschlagbar :-) und ansonsten der Duft nach Caro-Kaffee - immer wenn wir bei meiner Oma zu Besuch kamen, stand er für uns Kinder schon bereit.

Pepe79
Deftig

Wenn ich an 08/15-Imbissen vorbeischlendere und eine Mischung aus gebratener Wurst und Ketchup rieche, muss ich an meine Oma denken. Sie hat mich als Kind häufig aus dem Kindergarten abgeholt, der in der Nähe ihres Hauses war. Und dann hieß es: dem Kind was zu essen machen! Doch meine Oma war - ganz untypisch offenbar für Omas - eine absolute Vollniete in der Küche! Deshalb gab es immer gebratene Currywurstscheiben mit Bratkartoffeln und ordentlich Heinz Ketchup oben druff!

schlumpfinea
griesbrei

hallo zusammen, also ich muss sagen wenn ich an meine kindheit denke kommt mir sofort griesbrei in den sinn, schön warm im teller ein bisschen zucker drauf und eine schöne briese zimt, der geruch von dem zimt, super.

viele grüsse

Marina Angelaki
Milchreis und Ei in der Tasse

mir geht es wie Maike Damm: Ich hätte jeden Tag Milchreis essen können. Allerdings mussten wir nicht zwei Stunden warten. Wenn die Zunge verbrannt war, waren wie eben selber schuld.

Meine liebste Erinnerung ist meine Oma, die mit einem gekochten weichen Ei in der Tasse hinter mir herlief, weil ich zum Essen einfach nicht sitzenbleiben wollte.

Milchreis mit Zucker und Zimt, Kaltschale

Meine Oma hat mir einmal die Woche Milchreis mit Zucker und Zimt gekocht. Ich habe es geliebt. Den Geruch habe ich noch immer in der Nase.

Im Sommer hat sie mir Kaltschalen aus verschiedenen Saison-Früchten gekocht. Himmlisch lecker.

 

patrickstar
Hühnerfrikassee

Als Kind habe ich das Hühnerfrikassee meiner Mama geliebt, mit gaaanz viel Kapern und Zitrone!

Lecker!

kaltmamsell
Schinkenwurst

Auch meine intensivste Erinnerung hängt mit meiner Großmutter zusammen. Während meine Mutter mich von frühester Kindheit an auf Diät setzte und jede Kalorie vorrechnete, durfte ich bei Oma schlemmen. Unter anderem gab es bei ihr "glatte Semmeln" - das sind besonders kugelige Weißmehlsemmeln mit glatter, knuspriger Oberfläche -, die sie zwei Mal quer durchschnitt. Auf jeden der drei Teile kamen dick kühle Butter und zwei Scheiben Schinkenwurst (aka Bierschinken).

Heute mag ich eigentlich keine Fleischwurst, doch die Geruchskombination (sicher kein Zufall, dass hier so viele Kommentare Gerüche beschreiben) von kalter Butter und Wurst bringt mich immer in die mit Ölofen geheizte Omawohnung zurück.

Resi Schmelz
frisch gepresster Apfelsaft, Bohnenkraut und Liebstöckel

Da wir einen großen Garten hatten, sind die meisten guten Geruchs- und Geschmackserlebnisse mit den Produkten aus dem Garten verbunden.Da gab es den frisch gepressten, nicht weiterbehandelten Apfelsaft aus den Jakob-Fischer-Äpfeln.Wer mithalf durfte den Schaum naschen (besser als jede Süßigkeit) und der Saft wurde nur ein paar Stunden alt, jeden Tag frisch gemacht und erfüllte den Raum mit einem köstlichen Duft.Oder der Geruch von Bohnenkraut.Jahrzehntelang hat meine Mutter die Gefriertruhe gefüllt mit 250 g Päckchen von blanchierten und geschnittenen Buschbohnen sorgsam eingepackt mit einem Strauß Bohnenkraut. Bohnen kochen ohne den Geruch von Bohnenkraut ist für mich nur eine Notlösung. Wir, die verwöhnten, erwachsenen Kinder konnten sich den ganzen Winter über immer die Päckchen mitnehmen.Und dann gab es noch die Salatdressing Revolution. Mit winzig geschnittenen Zwiebeln und Maggikraut. Nie roch und schmeckte der Salat besser.Auch der schlimmste Geruch hat mit grünen Bohnen zu tun und zwar eingeweckte grüne Bohnen.Meine Oma (Schwiegermutter-Oma) hat aus lauter Trotz noch jahrelang diese weiter produziert, obwohl es schon eine Gefriertruhe gab. Mann, haben die gestunken – ekelhaft!

Kerstin Reuß
"Der Salat schmeckt so, wie es in der Kirche riecht"

Mit kulinarischen Kindheitserinnerungen verbinde ich natürlich das leckere Essen bei meiner Oma: vor allem die selbstgemachten Spätzle mit Gulasch und blechweise ofenfrischer Apfel- und Rharbarberkuchen. Mmmhhh, so lecker!!!

 

Was mir aber auch noch im Gedächtnis blieb, ist eine sonderbare Begebenheit. Wir waren vormittags in der Kirche und danach gab es bei meiner Oma das typische Sonntagmittagessen: Schweinebraten mit Knödeln und Salat. Ich könnte schwören, das der Salat genauso schmeckte, wie es zuvor in der Kirche gerochen hatte: nach alten, feuchten Gemäuern und Weihrauch... Komisch...

Paradiescreme

Ich beichte, eine meiner Lieblingsspeisen war die Schoko-Paradiescreme, die man schnell mit Milch anrührte. Ob es die noch gibt?

Kartoffeln mit Butter und Salz gehörten auch zu meinen Lieblingen.

Mandarina
Gebackene Mäuse

ich durfte am freitag immer bei meiner oma schlafen, da gab es dann gebackene mäuse mit apfelmus. mhhhhhh , keiner konnte die so gut wie oma.

 

@Elvire, die paradiescreme gibt es noch, jedenfalls in österreich.

lg. Mandarina

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