Kulinarischer Rückblick auf das Jahr 2012

Was waren die schönsten Teller oder Gerichte des Jahres 2012, die Ihr geniessen oder an denen Ihr Euch erfreuen durftet, die Euch aber im Gedächtnis geblieben sind?

3
Kommentare
Rinquinquin

 


Es müssen gar keine Fotos sein, erzählt einfach davon. Denn um schöne Gerichte im Restaurant oder bei Freunden zu fotografieren, muss man sich erst einmal über die Bemerkungen oder das eventuelle Gucken aller Tischnachbarn oder auch der weiter weg Sitzenden hinwegsetzen. Das ist mir völlig gleichgültig - ich möchte die  kulinarischen Erinnerungen unbedingt speichern. Dann werden sie richtig unvergesslich.


 


Meine top 3:


 


Wir waren in Südfrankreich, die Sonne schien, ein mildes Lüftchen umfächelte uns, das Mittelmeer rauschte und als Vorspeise gab es köstliche Austern, salzwasserummantelt, begleitet von kleinen Roggenbrotscheiben und Salzbutter. (Foto 1)


 


 In einem anderen Restaurant entschieden wir uns für unvergesslichen Thunfisch, den ich erfolgreich zuhause kopiert habe. Darum gehen wir ja essen: um uns neue Anregungen zu holen.  (Foto 2)


 


Dessert nehme ich wirklich selten, aber bei der "Declinaison autour du citron" (Verschiedenes mit und von der Zitrone) konnte ich einfach nicht widerstehen: Zitronensorbet, Tarte citron, Crème citron, citron au vodka. Ach, so etwas Schönes schaffe ich nie zuhause. (Foto 3)


 


 

Aphrodite
Unser Sommeraufenthalt in London.

Es waren nur ein paar Tage, weil die Kinder unbedingt mit dem London Eye fahren wollten. Quartier haben wir bezogen in einem Privathaus in Killburn. Wir durften die Küche und alle Gerätschaften nutzen. Zu mehreren ein Haus zu mieten, ist günstiger als ein Hotel. Die Hauseigentümerin ist begeisterte Köchin, wie wir dann feststellen mussten. In der Küche standen die ausgefallensten Kochbücher. Killburn ist multikulturell geprägt (irischen Ursprungs sind zunehmend Zuwanderer aus Afrika, der Karibik, Indien und Pakistan zugezogen). Das Lebensmittel-Angebot in den kleinen Läden war entsprechend. Den Markt in Camden haben wir besucht. Leider blieb dort keine Zeit zum Essen. Und so hieß es fast jeden Tag, "Schätze" nach Hause tragen und kochen. Bei Harrods in der Süßwaren- und Lebensmittelabteilung waren wir auch und haben Sushi eingekauft, was die Leibspeise der Kinder wurde. Neben St. Paul's gibt es einen Sushi-Circle. Es wurden fleißig bunte Tellerchen gesammelt. In den Markthallen von Covent Garden waren wir im Union Jack's von Jamie Oliver. Draußen hat es geregnet. Wir saßen in der Halle mitten im Marktgeschehen und schauten den Gauklern zu. Die Kinder haben das bestellt, was sie auf der Karte lesen konnten: Cola und Pizza. So einfach kann das Leben sein. Am besten fanden wir, dass der Eintritt in den großen Museen frei war. Und mit der U-Bahn kommt man relativ schnell überall hin. Lustig sind dann Anekdoten: Als wir in London ankamen, konnten wir den Bahnsteig nicht verlassen, weil wir ein falsches Ticket gezogen hatten. Nun wäre eine saftige Nachzahlung fällig geworden. Doch dann hat uns jemand durchgewunken, der ein paar Jahre in Stuttgart gelebt hatte. Das fanden wir einfach nur nett. Excellenten Service kann man überall kaufen. So etwas nicht unbedingt.

Kitchenqueen74
Hirschrücken

Der Hirschrücken an Heiligabend war ein Traum. Zart,rose und unglaublich gut.

AlexSch
Wow

Tolle Geschichte Aphoridte. Mehr davon! Das hört sich nach Leben an, unbeschwertem, dahinfließendem Leben. Erinnert mich an meinen Norwegen-Urlaub dieses Jahr mit meiner Frau. Eine Nachbarin hat uns besucht und wir saßen bis spät abends bei ihrem selbstgefangen Hummer mit ihrer selbst gemachten Cocktailsauce und Blaubeeren, die wir mitbrachten und Stunden vorher im umliegenden Moos pflückten.

Küchengötter User
Küchengötter User
Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Login