Maronen

Herbstzeit - Maronenzeit; welche sind besser: die selbstgemachten oder die vom Maronenröster auf der Straße?

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Kommentare
fee017

Zu Maronen habe ich erst letzten Winter gefunden. Da ich am Land lebe, sieht man bei uns nirgendwo die bekannten Maronenröster auf der Straße, die erlebte ich erst, als ich anfing Städte auch im Winter zu bereisen. Bin sofort auf den Geschmack gekommen.


 


Macht ihr euch auch selbst eure Maronen? Habs heute ausprobiert (Freitags lagen sie noch als Deko auf meinem Serviertisch - heute in der Pfanne), doch der erste Versuch überzeugt mich nicht so. Sie waren doch noch oder vielleicht auch schon etwas hart. Was hab ich falsch gemacht? Gibts Tipps von erfahrenen Maronenröstern? Leider hab ich nur eine Herdplatte zur Verfügung, also alle möglichen Backofenvarianten fallen da schon weg. Vorher kochen oder nicht?

auchwas
Maronen und alle die leckeren Rezepte damit.

Ich mag Maronen und bin begeistert von vielen Zubereitungen. Nur das "Pellen" und "Enthäuten" ist schon eine größere Sache und mit mancher Pein an den Fingern verbunden. Und das "Wie" mache ich das am Besten, dass ist die Frage und fast schon eine Kochkunst oder Bratkunst würde ich mal sagen.

Ich kenne 3 Methoden:

Aufritzen und in den heißen Backofen.

Aufritzen und über Wasserdampf kochen.

Aufritzen und im Wasser kochen.

Ich mache die Methode über dem Wasserdampf, ich habe ein Dämpfsieb, wo darunter Wasser in eine Pfanne oder großen Topf, das Dämpfsieb darauf, die 3x eingeritzten Kastanien drauf und 10-15 Minuten kochen. Dann raus und mit einer Zange oder einer Kartoffelschälhilfe festpicken und die Schale abmachen und dann die Haut. Wenn der richtige Zeitpunkt der Kastanien/Marone in Wasserdampf, abgepasst wird, dann schält sich alles ganz leicht runter.  Der Zeitpunkt ist abhängig wie die Schale und wie frisch die Kastanie/Marone ist, ist sie schon älter und angetrocknet, ist es eine schwierige und mühselige Arbeit. Wenn man Gelegenheit hat auf dem Mark welche zu bekommen und für einen kleine Imbiss ist das bestimmt eine tolle Sache. Auch die angebotenen Maronen auf die o.beschriebenen Arten zu bearbeiten für Kuchen und Plätzchen lohnt, finde ich. Nur die über Wasserdampf enthäuteten sind für die sofortigen Verzehr nicht soo schmackhaft die sollten schon dann nochmals in Sirup gekocht werden. Wenn man sie im Backofen macht kann man sie länger rösten und dann gleich essen dann haben sie mehr Aroma.

karlchen
Geröstete Maronen aus der Pfanne

@fee017: Man kann die Maronen auch in einer gußeisernen Pfanne mit Deckel rösten. Vorher muß man sie einschneiden, nicht nur die Schale, sondern auch die Haut die darunter sitzt. Damit sie nicht ansetzen, sollte man von Zeit zu Zeit umrühren, oder die Pfanne vorsichtig ein wenig schwenken/bewegen. Wenn sich die Maronen sichtbar geöffnet haben und sich schälen lassen, dann sind sie fertig, andernfalls einfach nochmal weiter rösten.

Damit das Rösten in der Pfanne nicht so lange dauert, kann man die Maronen auch vorher ein paar Minuten im Wasser kochen. Ich lege sie immer zuerst in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und werfe alle weg, die nicht schwimmen. Bei denen die untergehen, ist der Wurm drin. Die guten koche ich dann in der Mikrowelle für 10 Minuten bei 800 Watt, wenn sie komplet gar sein sollen. Die Maronen schneide ich vorher nicht ein, dann trocknen sie nicht aus und behalten den ganzen Geschmack. Nachher halte ich sie in einem Sieb ganz kurz unter kaltes Wasser, damit sich sie anfassen kann. Dann schneide ich die Spitze mit einem scharfen Messer ab und schäle sie. Das Schälen geht sehr leicht, auch das Häutchen geht problemlos ab.

Aphrodite
Karlchen und Bodo sollten sich zusammen tun.

Bodo gibt's als Video. Und worüber sprechen die Beiden als gäbe es nichts anderes auf der Welt: Über Maronen! - Wieder viel dazu gelernt. Meine werde ich wie von Auchwas vorgeschlagen dämpfen. 

Maronen aus der Pfanne

ich habe gestern mal getestet ob es funktioniert und tatsächlich ging es wunderbar. die maronen kreuzförmig eingeritzt und in einer dicken gusseisernen pfanne bei großer hitze ständig in der pfanne bewegt. hat eine weile gedauert aber das ergebnis war besser als im backofen da es schon eher so war wie die aus dem maronenröster.....

Eigener Ofen

Wir haben uns einen kleinen Maronenbräter für zu Hause besorgt. Funktioniert wirklich ganz toll und sie haben auch das gute Röstaroma.

Ohne Ofen hab ich sie immer im Backofen gemacht und auch das ging.

Nichtsdestotrotz finde ich, dass der Maronenröster auf der Straße nochmal irgendwas anders macht ... bin aber noch nicht dahintergekommen :P

Aphrodite
Maronen gesammelt.
Maronen  

Meine waren ganz klein. Und ich war schon fast enttäuscht, bis ich dieses Rezept gefunden habe. http://www.kuechengoetter.de/rezepte/maronen-risotto-mit-moehrensaft-75282 "Möglichst klein" kann dann zauberhaft klingen.

Aphrodite
Und es liegt wirklich an der Güte ...
Maronen  

der Maronen. Sind sie zu alt, pappt die innere Haut an der Marone und nicht an der Schale. Ich habe die geschälten Maronen einfach nochmals kurz pfannengerührt, in ein Baumwolltuch eingeschlagen und die noch heißen Maronen mit dem Tuch anschließend abgerubbelt. Die Hitze macht den Fingern dann wenig. Die Schale pappt dann im Handtuch :)

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