Mit den Geflügelzüchtern auf Du und Du.

Ich denke, dass man Bauern, die die Geflügelzucht betreiben, nicht in einen Topf werfen darf mit den Lohnzüchtern großer Konzerne.

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Kommentare
Aphrodite

Und so war ich also gespannt, was sich aktuell hinter der Kampagne des ZDG verbirgt. Dialogbereitschaft? Mmh, da muss ich doch gleich was zu schreiben. Mir würde ja schon eine kleine Einkaufsfibel helfen, damit man die Höfe besser kennenlernt. Und Regionalisierung des Angebots bringt bestimmt auch viel. Und wenn man sich bewusst macht, dass Hähnchen einmal Haustiere waren und zu jedem Bauernhof einfach dazu gehörten, lässt sich das große Rad vielleicht doch etwas zurück drehen. Kein Hähnchen torkelte früher brustschwanger über den Hof. Die konnten alle noch gerade gehen. Doch damit sich etwas ändert, sind die Verbraucher gefragt. So einfach ist das.

nika
Meine Bäuerin verkauft mir gute Ware.

Ich habe selbst einmal Hühner (und natürlich auch Hähe) gehalten bis der Marder kam.... Also denke ich, ich darf mir einen Bauernhof mit Hühnerhaltung bewußt anschauen. Als ich bei dem Bauern meines Vetrauens den Hühnerhof betrachten durfte, wußte ich, hier kann ich geschlachtetes Federvieh kaufen und ich wußte ebenso, diese Tiere hatten nicht nur ein schönes und artgerechtes Hühnerleben, sie wurden auch auf dem Bauernhof geschlachtet und nur so kann ich mit gutem Gewissen mein Geflügelfleisch verarbeiten. Dort kaufe ich auch meine Eier.

cystitis
Nur vom privaten Züchter

Ich muß mal ein wenig Klugscheißen hier. Ich habe schon einige Patienten behandelt, welche sich über Hühnerfleisch aus dem Supermarkt mit dem hochresistenten Coli-Bakterien infiziert haben. Ein großer industrieller geflügelzuchtbetrieb ist bei uns ganz in der Nähe. Selbst die Umgebung des Betriebes und das Grundwasser sind mit diesen Keimen belastet.

Völlig unabhängig von der ganzen Berichterstattung im Fernsehen: Ich kaufe nur noch vom Züchter meines Vertrauens.

lundi
Ich wundere mich

Wir können ja nicht alle anfangen, selbst Tiere zu halten. Platz hätte ich, Lust nicht. Also muss man irgendwie Vertrauen fassen. Der oben verlinkte Bericht schafft bei mir kein Vertrauen. Glücklicherweise gibt es Hühner in Nachbars Garten. Die wachsen auf mit all den ganzen Keimen in alten Holzställen und unter Obstbäumen, picken wer weiß was auf, ohne Impfung und Desinfektion, zusammen mit Schwein, Kuh, kaninchen und anderem Geflügel. Dazwischen läuft ein großer Hund als Schutz vor Raubvögeln. Ein kleines Paradies. Von den Hühnern bekomme ich so 2-4 Stück im Jahr, noch warm mit Federn und Innereien, wenn Herr Fuchs nicht schneller war. Im Tausch gegen Naturalien. Damit erschöpft sich mein Hühnerkonsum. Auf dem Markt für ein Biohuhn werden knapp 20 € fällig. Warum schreckt mich der Preis eigentlich ab? Gutes Roastbeef kostet doch auch 30 € das Kilo. Na gut, das ist mir auch zu teuer und ich gehe sehnsüchtig guckend dran vorbei.

 

Was gibt es heute? Ach, nur schnell mal ein Hähnchenbrustfilet, oder Pute... Aber manchmal wundere ich mich schon, wie oft bei "Was kocht ihr heute?" Hähnchen aufgeführt ist. Und meistens Brustfilet. Die Statistik wäre interessant. Für mich ist ein Hähnchen auf dem Teller etwas ganz Besonderes und ein richtiges Fest, das gibt es nicht alle Tage. Meine Wertschätzung dem Geflügel!

Aphrodite
Geflügelfleisch auch nur mit Bedacht.

Nun wollte ich doch mal sehen, wer hinter den Portraits der Geflügelerzeuger steckt. Was das für Höfe sind, wo sie liegen. Ob es vielleicht einen Hofladen oder einen Tag der "Offenen Tür" gibt? - Aphrodite, in einem Industriebetrieb, was willst Du denn da gucken? Was Du da einschleppst, bringt die ganzen Hühner um! So ist das mit der Hygiene.

Keinen einzigen Hof der angeführten Erzeuger habe ich im Internet gefunden. Keinen Artikel in der Lokalpresse. Keine Erzeuger-Gemeinschaft. Jeder Link geht auf die Werbeseite des ZDG. Als ob das nun alles wäre: Nette Worte für die Großstädter, die am anderen Ende der Tafel sitzen.

Doch der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch anders geht:

Statt Turbo-Mast gibt es die Ki-Kok-Methode: mehr Auslauf, kleinere Ställe.

Oder Bioland-Höfegemeinschaften. Familien-Hähnchen. Hof- und Werbegemeinschaften. Manche Betriebe sind immer noch riesig - aber sichtbar und besuchbar.

 

 

Toskanafan
Weizenhähnchen,,,,,Guter Fleischer,,,,,

Weizenhähnchen war das beste was ich je gegessen hatte. Ich bekam es manchmal bei einem Hofladenverkauf. Dieser bestellte sie wegen mangelnder Nachfrage nicht mehr. war damals sehr schade, von mir bis zum Erzeuger hätte ich ca. 1 Std. Fahrzeit/einfach gehabt. Mann müsste da wieder mal nachfragen,,,,,nun hat sie mein Fleischer,  Bio, a, etwa 1,5 KG.,. Ist Sache des Vertrauens. Mann schmeckt den Unterschied, positiv, er bietet auch Hähnchenteile wie etwa Keulen an. Der Preis ist ok,. Wenn ich ein Freilandhähnchen von nahegelegenen Bauernhöfen, oder Leuten die Hühner halten, bekomme, sind sie mit über 3 KG, oft zu groß. Der Preis ist der gleiche. Wie @Aphrodite schreibt, es sind Biohähnchen. @lundi, Du hast recht, so ein Hähnchen ist was ganz besonderes. Ich freue mich dann ganz besonders und esse es mit Genuß. Mein Fleischer hat ganz auf Bio umgestellt, das gilt auch für Schweine, sie leben wie "Die Made im Speck", und Rinder auf der Wiese in der Nähe. Klar wird zwischendurch was im Supermarkt gekauft. Es muss ja nicht immer Fleisch auf dem Teller. Und es gibt sooo gute Gerichte,

Küchengötter User
Küchengötter User
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