Rezept für Omas Himbeerpudding o.ä. in einer Fischform mit Vanillesoße

Ich suche seit langem das Rezept zu obiger Nachspeise. Wer kann mir da helfen?

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Kommentare
OldAndy

Meine (inzwischen leider verstorbene) Mutter hatte früher für uns Kinder zu besonderen Tagen einen wahnsinnig leckeren Nachtisch zubereitet, dessen Namen und dessen Zubereitung mir nicht bekannt sind. Wäre sehr schön, wenn dieses Forum mir helfen könnte. Es handelt sich um eine Art (ich glaube gekochten) Himbeerpudding, der mit Milch oder Sahne o.ä. verfeinert wurde (und Gelatine). Dieser sehr fluffige, lockere Pudding wurde dann in eine halbrund gebogene, offene Fischform eingefüllt und zum Erkalten in den Keller gestellt. Später dann wurde sie mit einem scharfen Messer leicht angelöst, auf einen entsprechend grossen Teller gestürzt und mit einer handgemachten Vanillesoße umgeben - einfach köstlich!! Weiss jemand von Euch, wie der heisst und/oder wie er zubereitet wird? Ihr würdet mir und meiner Familie einen sehr grossen Gefallen tun - vielen Dank!

nika
Himbeerpudding

In meiner Kindheit hat meine Mutter auch einen Himbeerpudding gekocht. Das war eine rote Grütze mit Stärkemehl statt Sago gebunden. Dazu gab es die herrliche Vanillesauce. ein Rezept dazu habe ich nicht, ich würde es "nach Gefühl" kochen und fragen kann ich leider nicht mehr.

OldAndy
AW Himbeerpudding

Herzlichen Dank für Deine Bemühungen - auch wenn es nicht der Pudding zu sein scheint, nach dem ich (weiter) suche.

Viele Grüsse:

OldAndy

Rinquinquin
Himbeerpudding

Wie kann es sein, dass es dafür kein Rezept gibt? Ich kann mich an Frucht-Wackelpudding erinnern, der mit Milch umgossen wurde. Vermutlich wurde der ohne grosses Rezept gemacht und das waren Zeiten, in denen Himbeeren noch kein Luxusartikel waren. 

 

Wie wäre es mit diesem? 4-6 El Zucker müssten natürlich noch dazu, den Sherry kannst Du weglassen und ansonsten bleibt es Dir nicht erspart, zu experimentieren.

 

Oder diese Erdbeercreme, halt mit Himbeeren und mehr Gelatine. 

Aphrodite
Angedickte Rote Grütze.

Bei uns war es früher immer Sagopulver mit Himbeergeschmack. Da hat der Pudding noch nie eine Himbeere gesehen. Als Kinder mochten wir das. Sago quillt anders auf als Stärke. Mit Stärke wird der Pudding "glatt".

Der Trick ist wohl beim Kochen einer Roten Grütze, dass der Kochvorgang ein zweites Mal wiederholt wird, um für Festigkeit zu sorgen. Aber auch bei Wiki gibt es nur Näherungswerte (50 g auf 1 l Fruchtsaft für eine mittlere Bindung würde ich erhöhen und soviel wie für einen Pudding nehmen (40 g auf 500 ml). Also ausprobieren mit der Festigkeit. Stärkepulver aufzulösen und mit Fruchtsaft zu kochen ist ja nicht so schwer.

 

Und dann wäre natürlich die Veröffentlung des Kochergebnisses superklasse, @OldAndy.

 

Rinquinquin
Himbeerpudding

Wie das früher meine Grossmutter gehandhabt hat, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Was interessierte mich damals die Zubereitung? 

 

Es kann durchaus Sago gewesen sein, - denn an Gelatineblätter kann ich mich nicht erinnern-, aber von Sago habe ich null Ahnung. Mit Stärke wird ein Saftpudding undurchsichtig - dass so etwas auf dem Tisch stand, daran kann ich mich wohl erinnern. Wie ist das mit Kartoffelstärke: blieb da der Pudding durchsichtig? Wer weiss so etwas?

Obwohl das für OldAndy unwichtig sein dürfte, weil er ja Milch oder Sahne im Pudding vermutet.

 

Und dann gab es ja noch die Errungenschaften von Dr. Bielefeld, die der Hausfrau Unterstützung lieferten. Ich glaube, diese Päckchen gibt es gar nicht mehr.

 

@ OldAndy: Auf jeden Fall wäre ich auch an einer Veröffentlichung Deiner Experimente interessiert. 

nika
Tante Emma-Laden

Kennst Du vieleicht einen Tante-Emma-Laden, der noch von jemandem aus der alten Generation geführt wird? Dort kannst Du bestimmt eine Hilfestellung erhalten. Es gibt da ja solche Errungenschaften, die Rinquinquin anspricht. Ich denke da z.B. an "Mändelchen", wobe ich nicht weiß, ob es das Produkt noch gibt. Ich erinnere mich da an eine gelbliche Packung. Interessiere würde mich das Rezept auch, denn ich habe sehr häufig Gäste aus fernen Ländern im Haus, die gerne alte deutsche oder ostfriesische Gerichte kosten wollen.

Gaston
Pudding

Es gibt von Dr. Oetker Rote Grüze Himmbeere mit und ohne Sago. Der wird normalerweise mit Wasser gemacht. Vielleicht könntest Du versuchen, diesen Pudding mal mit Milch oder Sahne zu kochen. Die rote Grüze wird normalerweise fest genug zum stürzen. Das Innere ist aber nicht durchsichtig, das kenne ich nur vom Wackelpeter, den gab es damals in rot und in grün. Offiziell heißt er Götterspeise.

OldAndy
AWen Himbeerpudding

Zunächst einmal ist es mir ein Bedürfnis, mich bei Euch allen für Eure Antworten und Bemühungen bezüglich meine Frage zu bedanken, obwohl alle Kommentare bisher leider noch nicht das gewünschte Ergebnis erbrachten. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es sich bei dem in Rede stehenden Rezept tatsächlich um Himbeerpudding o.ä handelt bzw.gehandelt hat. Aber - ich werde mich weiter bemühen und nicht eher ruhen, bis ich das richtige Rezept gefunden habe; dies werde ich Euch dann selbstversändlich als kleines Dankeschön hier an dieser Stelle zukommen lassen. Bis dahin Euch alles Gute, ein gutes neues Jahr 2015 und viele Grüsse:

OldAndy

urbanjunking
Hört sich verdächtig nach sturzfähigem Himbeer-Ambrosia an.

Kenne ich von meiner Oma. Himbeersaft, Sahne, rote Blattgelatine, Zucker.

OldAndy
Frage an urbanjunking

Vielen Dank für Deine Antwort; kannst Du mir denn Ausführlicheres zu Deinem "sturzfähigen Himbeer-Ambrosia" mitteilen? Z.B. die Zusammensetzung, Mengenangaben, Machart etc.? Das würde mich sehr freuen, denn ich weiss so gut wie nichts darüber, ausser, dass es verdammt lecker schmeckt! 

urbanjunking
Selbst habe ich es nie gemacht.

Ein Rezept dazu steht in ihrem Oetker Kochbuch von 1952 inkl. ihrer Notizen. Das kann ich dir geben.Für die sturzfeste Version hat sie 7 Blatt Gelatine notiert, für die Creme werden nur 5 Blatt genommen. Dann steht noch (muss sie etwas später geschrieben haben) Kann auch mit Wackelpudding (nach Anleitung) mit 1/2 Sahne und Wasser gemacht werden. 7 Blatt rote Gelatine, 250 ml. Himbeersaft (ohne Zucker), 250 ml. Sahne, 200 g Zucker Gelatine einweichen, in etwas heißem Wasser auflösen und etwas abkühlen lassen. Zur Gelatine 3 El. Himbeersaft geben (Temperaturausgleich) und alles unter den restlichen Himbeersaft mit dem Zucker rühren. Gut verschlagene Sahne unter die Himbeermischung rühren. In die Form geben und in den Kühlschrank stellen. Das war ihre Kinder-Version. Normal-Version Ambrosia Oetker: 5 Blatt rote Gelatine einweichen, in heißem Wasser auflösen, abkühlen lassen. 3 El. Rum zugeben. 500 ml Sahne oder Buttermilch gut verschlagen. Zucker 200 g und Gelatine-Rum-Mischung langsam zugeben. In Gläser oder Schale gießen und in den Kühlschrank stellen.

OldAndy
Dank an urbanjunking

Ganz herzlichen Dank! Hört sich sehr vielversprechrechend an! Werden wir auf jeden Fall in absehbarer Zeit probieren (die Erwachsenen-Version:-)). Werde Nachricht geben, was daraus geworden ist; bin mal gespannt. Nochmals vielen Dank!

urbanjunking
Da bin ich aber auch gespannt, was daraus wird!

Schön, wenn es das Rezept wäre :-)

urbanjunking
Fehlerteufel: beim Normal-Version-Rezept, muss saure Sahne stehen.

Gut, dass ich noch mal geschaut habe. Eigentlich wollte ich mich nur noch mal wegen der 200 g Zucker vergewissern. Stimmt aber! Damals gab es wohl noch keine Angst vor Kohlenhydraten ;-)

OldAndy
Zum Fehlerteufel
Rezept für Omas Himbeerpudding o.ä. in einer Fischform mit Vanillesoße  

Saure Sahne anstelle von Buttermilch?

Anbei ein (soeben aufgenommenes) Bild von der uralten Original-Fischform meiner Mutter. Vielleicht kommen da alte Erinnerungen auf oder der bekannte "Aha-Effekt".

raingirl
Errötendes Mädchen

Meine Oma machte früher ein "Errötendes Mädchen". Bei ihr war das eine Buttermilchspeise mit Himbeersaft (oder im Winter, wenn es keine frischen gab, dem eingekochten Himbeersirup), gebunden mit Gelatine.

Es gibt dafür aber unterschiedliche Rezepte. Bei unseren Nachbarn kam da immer auch noch geschlagene Sahne drunter (dann ist es eben fluffiger), aber man kann wohl auch Eischnee nehmen (verrät mir hier grade mein Kochbuch von 1930...).

Und ja, so eine Fischform (gebogen und ungebogen) habe ich auch von ihr. Beide von Wächtersbach. :)

OldAndy
Rezept?

Liebe/s "raingirl",

herzlichen Dank für Deine Antwort und Beschreibung. Frage: Gibt es auch ein entsprechendes Rezept dazu oder wie könnte ich daran kommen (z.B. an das Kochbuch von 1930 bzw. dessen Titel etc.)?

Bin mal gespannt auf Deine Antwort! Viele Grüsse:

OldAndy

Rinquinquin
Dieses Thema fasziniert mich ungemein

Vor allem, weil so langsam wirklich einiges auftaucht. Andere Namen, andere Zutaten - man sieht, dass früher so Sachen einfach nicht aufgeschrieben wurden. Lustig, dass die Formen auch bei anderen herumstehen und ich finde es super,  wenn sie nicht erst beim Ableben der Besitzer in andere Hände kommen. 

 

@ OldAndy, im www. gibt es dies und das und jenes auch noch. Vielleicht noch mehr. 

raingirl
Rezept

Ich war davon ausgegangen, dass das Rezept meiner Oma nicht passt, weil es wirklich nicht "fluffig" ist. Aber es gibt eben Rezepte, bei denen ein "fluffiges" errötendes Mädchen entsteht. Von denen findet man im Netz einige. :)

Bei meiner Oma ging das so:

500ml Buttermilch (oder saure Milch)3x weiße und 2x rote Gelatine3 EL Zucker, 1 Prise Satz1 Zitrone (Saft und Abrieb)1/2 Vanilleschote2 EL Himbeersaft (oder Sirup, dann weniger Zucker)

Gelatine in kaltem Wasser einweichen, Zitrone abreiben und auspressen. Saft mit Zucker und der Prise Salz verrühren. Vanilleschote ausratzen.Zitronensaftmischung, Abrieb, Himbeersaft und Vanille zur Buttermilch geben.Gelatine im Wasserbad auflösen, Buttermilch dazugeben. (Nicht die Gelatine zur Buttermilch geben, sondern wirklich anders herum, sonst löst sie sich nicht vollständig auf.) Ab in die Form und kalt stellen.

Und wie gesagt, man kann auch noch geschlagene Sahne ergänzen, es gibt Varianten mit Eischnee, der Himbeersaft kann auch ganz weggelassen werden und meine Oma hat dran geschrieben, dass man auch 3 EL Weißwein zugeben kann.

OldAndy
"Errötendes Mädchen"

Na - das hört sich ja ganz toll an; ganz herzlichen Dank für das interessante Rezept in seiner Ausführlichkeit. Jetzt muss ich nur noch "die beste Ehefrau von allen" (Kishon!) dazu bewegen, sich der Sache anzunehmen :-)). Mal sehen, was wir beide gemeinsam denn so hinkriegen - und vor allem, wann. Werde vom Ergebnis berichten

Küchengötter User
Küchengötter User
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