Sarah Wiener und die Kaninchen

In Österreich derzeit ein großer Skandal, ein Kochkurs von Sarah Wiener.

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Kommentare
KleineKöchin

Sarah Wiener hat via TV einen Kochkurs gegeben für Kinder, einige waren scheinbar auch anwesend. Ich selbst habe den Beitrag nicht gesehen, aber bis heute geht ein großer Aufschrei durchs Land:


Sarah Wiener hat in diesem Kochkurs gezeigt, wie man Kaninchen per Elektroschock tötet und zu Fleisch verarbeitet. Ihr Ziel war es, Kindern auch beizubringen wie ihr Fleisch in den Markt kommt, und dass es gewisser Vorbereitung benötigt bis man aus dem Tier auch wirklich Fleisch gemacht hat.


Viele böse Stimmen, sowas könne man Kindern ja nicht zeigen, einige unterstützende, die meinen auch Kinder müssten in unserer Fast-Food Zeit sehen, wie das alles vor sich geht.


Wie seht ihr das?

karlchen
Kommt darauf an, wie alt die Kinder sind

Wenn die Kinder alt genug sind um das zu verstehen (vielleicht 13 oder 14), finde ich nichts schlimmes, daran, wenn Sie erfahren, woher das Fleisch kommt. Es ist aber natürlich nicht nötig, das den Kinder gleich vorzuführen, eine Erklärung hätte auch gereicht. Falls die Kinden noch sehr jung sind, würde ich es ablehnen, ihnen das zu erklären und erst recht ihnen das zu zeigen. Ich habe von dem Projekt von Sarah Wiener gehört. Sie soll ja mit den Kinder ein paar Tage in einem Haus gewohnt haben. Die Kinder sollten sehen, was alles dazu gehört, um sich zu versorgen. Gesehen habe ich das auch nicht.

Aphrodite
Wissen, wovon man spricht.

Ich finde Schlachten grausam! Mein erstes (und einziges) Huhn habe ich mit 12 Jahren ausgenommen, was ich enorm spannend fand.  Kinder sind da rubuster als man vielleicht als Erwachsener denkt und man sollte mit ihnen vorher reden. Wenn meine Tochter ein Gericht ablehnt, betone ich, dass dafür ein Huhn, Schwein etc. sein Leben gelassen hat. Mehr Verantwortung zeigen, ist bei mir der allgemeine Tenor. Und bei Sarah Wiener nicht anders. Es ist eine ganze Doku-Reihe. Und die Kinder machten mir nicht den Eindruck, dass sie überfordert waren: Endlich mal jemand, der uns nicht wie Kinder behandelt, klang da sehr selbstbewußt. Für die Kinder war es eine Erfahrung. Etwas persönliches, das sie mitnehmen können und selbst entscheiden können, wie sie dazu stehen. Hier der Link. Auf Arte sind auch die Rezepte eingestellt. Ich hätte als Kind so einen Kochkurs äußerst interessant gefunden. Wirklich toll gemacht!Die, die am lautesten schreien, haben die Sendung nicht gesehen oder nur durch eine sehr enge Brille. Das finde ich allerhand.

auchwas
Kinder sollten unbedingt mehr über Lebensmittel erfahren!

Vor allem sollten sie verantwortungsbewusst, nicht nur im Umgang, sonder auch über die Herkunft aufgeklärt werden.

Klar bei der Fleischbeschaffung ist das Thema sehr grausam, es sollte aber deshalb nicht unter den Tisch gekehrt werden.  Die Kinder sollten aber nicht unvorbereitet damit konfrontiert sein, aber vielmals, wie   bei @Aphrodite beschrieben, geschieht das eben und es kann ja auch ein Wildunfall oder ein überfahrener Igel sein. Ich finde eine  vernünftige  Konfrontation  gehört dazu.

Ach und ja, die Sarah Wiener, ist nicht jedermanns Darling aber eine ordentliche und bewusste Köchin und ich bin kein Fernsehgucker aber ich lese und ich habe ihre Bücher angeschaut , nicht schlecht. Und dieser  Arte Beitrag finde ich  ist eine tolle Sache.

 

Nicole Stich
Schwieriges Thema

Leider werden solche Diskussionen immer sehr hitzig und scharz-weiss geführt. Ähnliche Entrüstung gab es schon als Jamie Oliver ein Lamm geschächtet hat (ok, ist noch eine Ecke krasser). Aber ganz generell zeigt das doch nur, wie weit man sich in unserer Gesellschaft von der Produktion der Lebensmittel entfernt hat. Mit Sicherheit gibt es schönere Anblicke als die Schlachtung von Tieren, aber meiner Meinung nach ist es schon ein wenig blauäugig auf Bio-Fleisch zu pochen, die süße Kuh zu kraulen, von der Schlachtung aber nichts sehen und hören zu wollen. Ich hab als Kind viel Zeit auf den Bauernhöfen meiner Verwandten verbracht, da gehörte das Schlachten zum Alltag und man wurde praktisch damit groß. Was Aphrodite schreibt, finde ich gut, ein wenig mehr Verantwortung übernehmen würde manchmal nicht schaden.

 

Was die Sendung von Sarah Wiener betrifft, die finde ich grundsätzlich ganz gut, es ist schön zu sehen, dass die Kinder Spaß am Kochen und Essen haben und einen natürlichen Umgang mit Lebensmitteln lernen. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass hier schon ein paar multi-interessierte und wohlbehütet aufgewachsene Kinder gecastet wurden, alles in allem eine Spur zu "Heile Welt" für mich.

kinder ...

haben meiner meinung nach ein recht darauf zu erfahren wie die welt funktioniert und auch das fleisch und wurst nicht vom himmel fallen. ich denke schon das kinder recht robust sind was solche dinge angeht, vielleicht robuster als mancher erwachsene....ich versuche so wenig fleisch wie möglich zu essen, muss aber gestehen das ich zu einer currywurst auch nicht nein sagen und und somit muss ich mich auch damit auseinander setzen das tiere geschlachtet werde und wie man es tut. wenn man kindern von anfang an verantwortung für die umwelt vermittelt ist es das beste was man ihnen auf den weg mitgeben kann....

KleineKöchin
Interessant

Wie ich mir gedacht habe, gehen auch hier im Forum die Meinungen dazu auseinander.

Danke Aphrodite für den Link, muss ich mir dann gleich mal anschauen!

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