Thema: Ernährung, was ist den Küchengöttern wichtig?

"Ernährung und Hunger" diese Woche ganz aktuell in der ARD. Wie findet Ihr das Thema?

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auchwas

Wie ernähren wir uns? Was essen wir?


Welche Lebensmittel kaufen,  woher sie kommen, was ist gesund, wie verabeiten wir sie, ja kochen wir überhaupt oder lassen wir uns eine Pizza kommen? oder machen wir teilkochen, halbfertig Ware mit den tollen Tüten und jedemenge Zusatzstoffe?
Ich finde ist sehr wichtig das WAS ESSEN, woher es kommt und wie geht es weiter.  Man muss sich damit  befassen, denn ohne Ernährung können wir  nicht existieren. Überangebot  bei uns  und Hunger in vielen Ländern, sei es durch Misswirtschaft oder Katastophen.  Schlimm wie sich das alles gestaltet,  mit den Lebensmitteln, von welcher Qualität sie sind und wie sie verarbeitet werden. Diese supergroßen Verpackungen, dieses Überangebot, diese Masse statt Klasse.
Wilder  Handel quer durch den Kontinent und Transporte.  Dann noch,  diese vielen Spritzmittel und Dünger und das gentechnische Verändern. Und was essen wir, was kommt auf Euren Tisch?
Was mich am meisten stört,  ist die Tatsache, dass die großen Mengen in den Supermärken viel billiger sind als die kleine  Menge auf dem Markt. Und das z.B. Frisch-Fisch-Theken (wie war das mit den Fangquoten?) vollgepackt   sind ohne das die Nachfrage gezielt  da ist, warum geht das nicht wenigsten auf Vorbestellung und gezielt, da würden einige Tonnen Fisch nicht vergammeln.  Diese übertriebene+geschäftstüchtige  Aquakultur für die Masse (könnte man fast ein eigenes Thema draus machen). Dann noch diese Übermengen von Verpackungsmaterial (Immer gut gefüllte "Gelbe Säcke") Es gibt  viel zu tun in dieser "Notwendigkeit"  mit dem was wir zu uns nehmen an Essen und Trinken, wo fangen wir an?

Wäre schön wenn einige Küchengötter,  hier,  sich zu dem Thema äußern würden.

Aphrodite
Ein täglicher Kampf.

Gestern hatte ich noch gelesen, dass 1985 ein achtjähriges Kind ca. 18 kg Zucker pro Jahr konsumiert hat. Mittlerweile liegt der Konsum bei 25 kg. Der Durchschnitt bei den Deutschen liegt bei 35 kg pro Jahr - Tendenz weiter steigend. Der Körper braucht dieses Zuckerzeug nicht. Zucker ist ein Genussmittel und keine Allzweckwaffe, wie sie von der Industrie verwendet wird.

Wenn ich mit meiner Tochter einkaufen gehe, kaufen wir vernünftig ein. Schiebt sie mit einer Freundin los. Was kaufen die beiden? Fruchtgummi, Chips, weiße Mäuse, grüne Frösche, Negerküsse, etc. und machen damit Picknick. Ich kann dann jedes Mal schreien. Zum Glück liegen die Sachen anschließend herum und ich entsorge den Rest. 

Sonst: Wenig vom Rind, nicht mehr dieser Hühnchen-Wahnsinn.  "Fertig-" kaufe ich gar nicht. Im Augenblick ist frisch-gebrühter Früchtetee in.

zimtstern
Möglichst natürliche Nahrung

Bei mir hat alles damit angefangen, dass ich vor drei Jahren Vegetarierin geworden bin. Anfangs war das ganz unbewusst und eher zufällig, dass ich immer weniger Fleisch gegessen habe - einfach weil ich mich nach dem Essen nicht so schwer gefühlt habe. Nach drei Wochen ohne Fleisch hab ich mir dann gedacht, wieso nicht ganz verzichten? Darauf folgten Recherchen, wie es denn in der Fleischerzeugung so zugeht, und die waren nur eine zusätzliche Bestätigung.

Vegetarisch? Na ja, nicht ganz, hin und wieder esse ich Fisch, das ist aber durchschnittlich nur 1 x monatlich (im September hab ich zweimal Fisch gegessen, dafür jetzt im Oktober gar nie). Mir fehlt's eigentlich an nichts, und auch auf den Fisch könnte ich locker verzichten, aber ich denke, diese Menge fällt nicht wirklich ins Gewicht.

Und was ich für besonders wichtig halte, ist die Natürlichkeit der Nahrung. Ich kaufe alles, soweit möglich in Bio-Qualität und achte auf saisonale Zutaten und die Herkunft. Also lieber Spargel aus Österreich im Frühjahr als Spargel aus Peru im Herbst. Zum Glück haben wir hier einen tollen Supermarkt mit einem riesigen Gemüseangebot, darunter vieles aus der Region und in Bio-Qualität. Getreideprodukte und Hülsenfrüchte kaufe ich gerne von Alnatura oder im Bioladen meines Vertrauens. Der ist ein netter Familienbetrieb, bei dem es auch noch ein Bio-Restaurant gibt, wo außerdem leckere Gerichte für Vegetarier angeboten werden. Sie verkaufen dort auch Obst und Gemüse, auch eigenes von den Feldern, die gleich hinter dem Laden sind. Ich liebe diesen Laden einfach, da es eine große Auswahl an japanischen Zutaten von der Firma Arche gibt und natürlich die allseits bekannten Naturkostfirmen Rapunzel, Cosmoveda, Davert u.a.

Inhalt, Herkunt, Frische -> Qualität

Zu auchwas' Frage "wo fangen wir an?" kann ich nur sagen: bei uns selbst. Jeder sollte ein gewisses Grundwissen zum Thema Ernährung haben: Welche Produkte schaden der Umwelt und was schadet mir selbst?!Dinge, auf die beim Einkaufen achte:- Herkunft: Klar, deutsche Produkte am besten. Im Winter jedoch nur eingelagerte Äpfel zu essen oder selbst eingekochte Früchte vom Sommer wird auf Dauer ziemlich langweilig. Zugegeben, das mache ich auch nicht. Aber ich beachte sehr wohl, dass meine Orangen aus Italien kommen und die leckeren Mango vom anderen Ende der Welt. Ich denke, diesen Luxus, diese Abwechslung, kann man sich erlauben. Ob jedoch zu jeder Jahreszeit, jedes Obst in der Obstschale sein muss, ist die andere Frage. Wieso also Erdbeeren im tiefsten Winter kaufen, wenn wir sie im Sommer selbst ernten können?! Etwas Vernunft und Enthaltung ist sehr wohl angebracht!Am ökologischsten ist es natürlich sein Obst und sein Gemüse selbst anzubauen. Leider ist es nicht nur das Obst, das sehr weit transportiert wird. Kaffee, Tee, Fisch, Fleisch und auch das Futtermittel, der Tiere, deren Fleisch wir essen! - Frische: Zuerst natürlich mit menschlichem Verstand schauen, ob das Produkt frisch und appetitlich aussieht, sofern es möglich ist. Ansonsten immer Halbarkeitsdatum überprüfen. Noch besser ist es, wenn das Abpackdatum abgedruckt wird. Leider fehlt dies sehr oft.Inhalt: Hierzu kann man ewig viel sagen. Für mich ist es z.B. fragwürdig, ob man in Orangensaft zusätzlich Vitamin C hinzufügen muss. Produkte mit "kilometerlangen" Zutatenlisten, weil sie über -zig Süßstoffe, Säurungsmittel, Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder sonstigem Pfusch verfügen, finde ich eher unsympatisch. außerdem interessiert es mic, ob mein Butterkeks nur mit Butter gemacht wird, oder nur ein kleiner anteil enthalten ist und der REst ein billiges Fett ist. Das geht nun sehr ins Detail, doch diese kleinen Dinge machen für mich persönlich qualitiv sehr viel aus! 

Alles in allem entsprichen meist Bio-& Fairtradeprodukte besser meinen Ansprüchen. Regionalität, bessere Zutaten, vorallem aber nachhaltigerer Anbau und besserer Verdienst für die Hersteller!

Mein Tipp: jedes Produkt mit Verstand kaufen!

Maren75
möglichst selbst gekocht

Schön, das diese Thema mal aufgegriffen wird! Ich habe schon den einen oder anderen Beitrag im TV gesehen und wollte dieses Thema hier auch schon anbringen ... was dem Zeitfaktor aber bisher zum Opfer gefallen ist.

Nun zum Thema:

Vor einigen Jahren noch habe ich selber häufig die "tollen Tüten" genutzt. Bis der Zeitpunkt kam, an dem Sohnemann sich von Mama-Milch auf "normale" Nahrung umgestellt hat. Seitdem lasse ich die Tüten zu - grob geschätzt - 80 % weg. Brühe und teilweise noch Saucen gibt es. Einfach, weil ich es nicht geschafft habe, zu jedem Essen die passende Sauce selber zu kreiren (für Tipps bin ich immer Dankbar ;-))  Einmal habe ich nach längerer Abstinenz wieder ein Tütchen für Nudelauflauf mitgenommen. Früher hatte es mir immer gut geschmeckt ... was soll ich sagen ... nun mag ich so etwas überhaupt nicht mehr! Es schmeckt einfach nicht! (Dummerweise geht es meinem Mann anders ... seine Geschmacksnerven scheinen durch jahrelange Auswärtstätigkeit total ruiniert!)

Fazit:

Wo immer es geht, koche ich selbst! Selbst eine TK-Pizza sucht man in unserem Gefrierschrank mittlerweile vergebens. Auch achte ich immer mehr darauf, was ich kaufe und wo es herkommt. Erdbeeren gibt es eben nur im Sommer frisch vom Feld, Spargel gibt es auch nur zur Saison. Auch das Mineralwasser kommt aus dieser Region. Und da die Hühnerhaltung "Freiland" oder "Bio" auch nicht unbedingt das ist, was ich mir darunter vorstelle, werde ich zukünftig meine Eier beim nächsten Bauern besorgen. 

Auch boykottiere ich die ganzen sogenannten "Kinderprodukte", sehr zum leidwesen meines Sohnes.

 

Sicherlich kann ich das eine oder andere noch besser machen. Diee Themenwoche in der ARD hat bei mir bewirkt, das ich unsere Ernährung wieder mehr überdenke und das ein oder andere verändere. Und wenn es vielen anderen genauso geht, ist zumindest schon mal ein kleiner Schritt getan!

Wie schon gesagt wurde: man sollte jedes Produkt mit Verstand kaufen!

cystitis
Ich kann mich nur anschließen

Bei uns war es seit jeher üblich, alles selbst zu kochen. Fertigprodukte kannte ich bis zur Wende gar nicht. Nach dieser wurde aber erstmal alles ganz unkritisch ausprobiert und für toll befunden. Kam ja aus dem "Westen". Mittlerweile ist zum Glück diese Phase wieder vorbei. Auch mein Garten hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Wo früher nur Rasen prangte befinden sich jetzt große Kräuter-, Gemüse- und Obstbeete. Keine Chemie kommt an meine Pflanzen. Nur Natur pur!!. Mittlerweile möchten auch meine Jungs keine Fertiggerichte wie Pizza und Co. mehr. Mutti soll selbst und frisch kochen. Ich versuche, saisonal und auch regional zu kochen. Selbst bei asiatischen Gerichten oder zutaten bachte ich die Frische. Das ist mittlerweile schon so ins Blut übergegangen, daß es normal ist.

Wäre schön, wenn es sich mehr durchsetzen würde in der Konsumwelt. Es ist nämlich gar nicht schwer.

lilifee
Ernährung- am besten Natur pur

Das paßt ja - gerade komme ich von einem Wochenendseminar für Ernährungsberatung zurück - und ich kann nur betonen wie wichtig und gesund es ist möglichst naturbelassene Lebensmittel zu verwenden. Die ganzen industriell bearbeiteten und erst die "Light"-produkte sind eigentlich der reinste "Müll". Liebe Kochfreunde, also am besten regional und bio oder vom Direkterzeuger (da kann ich @zimtstern nur beipflichten), da weiß man wenigstens was im Kochtopf (und später in unseren Mägen ) landet. Außerdem sollte man auf ein ausgewogenes Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate achten ( meist sind es zuviel Kohlenhydrate !!!) Vielleicht gibt's bei den Küchengöttern ja wieder die ein oder andere Anregung in Form eines tollen gesunden Rezepts?

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