Tipps zum Backen von Springerle

1. Vorbereitungen für die Kekse zur Adventszeit

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Kommentare
Maus

In ca. 3 1/2 Monaten sollen die ersten Weihnachtskekse gebacken sein. Immer wieder verschoben und nun fest geplant, sollen in diesem Jahr Springerle gebacken werden. Ein Rezept dazu hätte ich wohl schon. Eins aus dem Schwabenlande. Doch ich würde mich auch für andere Springerle-Rezepte interesssieren. Auch spielen die Formen zum Backen eine Rolle. Wer kann mir da Tipps geben oder Geheimnisse dazu ausplaudern?  Ich freue mich schon jetzt  auf viele Antworten und Anregungen.


Sollte jemand meinen das ich nicht warten kann um Weihnachtskekse zu backen, so kann ich ihn beruhigen. Ich kann noch warten. Erst einmal soll der Sommer ja noch zum Zuge kommen und auch der Herbst soll noch viele Sonnentage bringen. Aber danach hätte ich schon Lust auf Weihnachtskekse.


Viele liebe Grüße Maus

Antonia
Was sind Springerle?

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich ganz furchtbar blamiere, aber was genau sind "Springerle"? Ich kenn die nicht...

Maus
Springerle?

Hallo Antonia! Springerle sind Weihnachtsplätzchen die nach Anis schmecken. Im Groben ist das ein Eier-Zucker-Mehl-Teig der in bemehlten Formen gepreßt und wieder abgelöst wird, dann über Nacht auf ein gefettetes Backblech (mit Anis bestreut) trocknen soll. und dann gebacken wird. So ungefähr habe ich es in meinem Rezept gelesen. Ob das alles so stimmt weiß ich nicht. Deshalb hätte ich gerne noch weitere Tipps, Rezepte und etwas zu den Formen gewußt.

Vielleicht sind wir beide ja bis zum Backbeginn etwas schlauer mit Hilfe der anderen User und den Küchengöttern.

Viele liebe Grüße Maus

Modeln aus Holz braucht man für Springerle

zum Aufdrucken der Motive.

Ich hab selbst noch nie Springerlen gebacken, weil ich Anis gar nicht mag. Aber in meiner Studienzeit (da hab ich unter anderem auf dem Christkindlmarkt gejobbt), lernte ich die Modeln kennen, weil ich sie ja auch gut verkaufen mußte!

Man druckt mit den Modeln Motive  - a u f -  den ausgerollten Teig, schneidet die Teile aus und läßt diese dann bis zu 24 Stunden trocknen. So wird das Motiv fest und springt nicht auf, wenn der Teig dann beim Backen hochgeht.

Liebe Maus, das ist alles, was ich zu Springerlen weiß. Ich wünsch Dir noch viele hilfreiche Tipps zu diesem Thema. LG, Eliza

Springerle - mein liebstes Rezept
Tipps zum Backen von Springerle  

Da das Hirschhornsalz beim Backen einen urinähnlichen Geruch von sich gibt (man schmeckt und riecht allerdings nach dem Backen nichts mehr), was ich nicht mag, benutze ich Backpulver.

 

Hier ist mein liebstes Rezept:

 

2 Backbleche mit Backpapier auslegen und mit 2 EL Anissamen bestreuen. Ich fette das Backpapier ganz leicht ein, so kann der Samen nicht mehr wegrutschen.

4 Eier (je etwa 65 g schwer, mit Schale gewogen) mit 500 g gesiebtem Puderzucker und 2 Päckchen Vanillezucker mit dem elektrischen Handrührgerät mindestens 10, besser 20 Minuten lang auf höchster Stufe sehr schaumig schlagen. 1/2 TL Backpulver unterrühren (ca. 1 Minute lang), dann 500 g gesiebtes Mehl (Type 405) und 1 Prise Salz unterkneten (Knethaken). Sollte der Teig noch kleben, arbeitet man noch ein klein wenig Mehl unter.

 

Teig auf bemehlter Fläche 1 cm dick ausrollen. Backmodeln ganz fein mit gesiebter Speisestärke bestäuben und sehr fest auf die Teigplatte drücken. Modeln abheben und die Figuren mit einem scharfen Messer oder mit einem gezackten Teigrädchen ausschneiden (oder mit passenden Metallausstechformen ausstechen). Überschüssige Stärke mit einem weichen Pinsel entfernen.

Die Springerle mit ca. 2-3 cm Abstand auf die Backbleche legen und mit einem sauberen Geschirrhandtuch abdecken. Über Nacht (besser 24 Stunden) trocknen lassen.

 

Backofen auf 150°C (keine Heißluft) vorheizen und die Springerle je Blech auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen. Oder in den kalten Ofen, auf 150°C stellen und etwa 25 Minuten drin lassen. Sie sollen oben weiß bleiben und unten hellbraune "Füßchen" haben.

Es wird in den meisten Rezepten angegeben, daß man sie mehrere Wochen in einer Dose lagern muß, damit sie weich werden. Aber frisch gebacken schmecken sie am besten.

 

Das Gebäck ist ewig haltbar, wenn man es trocken und luftig lagert. Man kann es auch prima als Baumschmuck verwenden: Nach dem Abkühlen, wenn sie hart sind, mit dem "Dremel" Löcher hineinbohren und Aufhängefaden durchziehen. Außerdem lassen sie sich mit verdünnter Lebensmittelfarbe und einem feinen Pinsel sehr gut bemalen.

 

Als Formen gibt es sog. "Springerlebretter" aus Holz, wo gleich mehrere Motive drauf sind, was schneller geht. Ich persönlich benutze lieber Einzelmotive aus Kunststein, die leichter zu reinigen sind. Springerleformen aus Kunststein gibt es bei www.springerle.com (Änisparadies; dort gibt es auch eine reichliche Auswahl an entsprechenden Ausstechformen, Teigrädchen etc.) oder bei www.springerlemodel.de (Ursel König).

 

Es ist eine zeitaufwendige Arbeit, Springerle zu backen, aber es lohnt sich! ich wünsche viel Spaß beim Backen und "Gutes Gelingen"!

Maus
Springerle - Hört sich gut an

Danke liebe Katzentante. Ich habe mich sehr über das Rezept und den Hinweis zu den Backmodeln gefreut. Mein Springerle-Rezept ist fast mit Deinem identisch. Bei mir steht noch abgeriebene Zitronenschale. Auch der Tipp mit den Backmodeln ist gut. Ich werde mich in den Wochen mal an die Internetadresse wenden und mir welche bestellen.

Viele liebe Grüße und Tschüß aus dem Norden

Maus

 

Ich wünsche "Gutes Gelingen"!
Tipps zum Backen von Springerle  

Hallo Maus, freut mich, daß ich helfen konnte.

 

Ja, die Rezepte sind alle im Groben gleich - interessant ist, daß das Gebäck (das Rezept stammt ja aus dem Mittelalter!!) sich so lange hält - ganz ohne irgendwelche Konservierungsstoffe! Hier dient wohl der viele Zucker als Konservierungsmittel.

Es gibt lediglich so feine Unterschiede in den Zusätzen wie Schnaps, Zitronenschale oder Rosenwasser etc. - und wer Anis nicht mag, kann ja auch ein anderes Gewürz oder einfach nur Zucker auf das Blech streuen.

 

 

Vielleicht berichtest Du ja irgendwann mal, wie es hingehauen hat mit den Plätzchen!

 

Viele Grüße aus Bayern!

Springerle

Hallo Katzentante

Danke für dies tolle Rezept. Werde es, wenn es so weit ist, ausprobieren.

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