Wegwarte

Wegwarte (lat. Cichorium intybus, engl. chicory) Die Blume des Jahres von 2009. Fast alle Teile der Pflanze finden in der in der Küche vielerlei Verwendung.

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Die Wegwarte wird über  einem Meter hoch und hat blaue Blüten. Die Blüten öffnen sich morgens in Richtung Osten und folgen dem Lauf der Sonne bis zum Abend, wenn sich die Blüten wieder schließen. Sie finden in der Küche vielerlei Verwendung, die Blüten in Salat, in Tee,  Blütenknospen kann man süss-sauer einlegen, die jungen Blätter, die dem Löwenzahn sehr ähnlich sehen, geben einen Salat, die Wurzel lässt sich als Kaffee-Ersatz rösten und genießen. Die jungen Wurzeln kann man  auch als Gemüse wie Schwarzwurzeln genießen.
Die Wegwarte war Blume des Jahres 2009. Blüht von Juli bis September.

Andere Namen der Wegwarte, Volksnamen:  Sonnenbraut, Sonnenwirbel, Wegeleuchte, Verwünschte Jungfrau, Zichorie, Sonnenwendel, Blaue Distel, Hansl am Weg, Kaffeekraut, Rattenwurz, Sonnenbraut, Sonnenwedel, Sunnewirbel, Wegleuchte, Wilde Endivie, Zigeunerblume.

Wegwarte-Tee, bereitet aus 20g Wegwarte und 180 g Wasser, wird 5 Minuten gekocht und schluckweise nach dem Essen getrunken. Die Wurzel aufgebrüht,  wird bei : Magenverschleimung, Magendrücken getrunken.
Von diesem Tee kann man bis 2 Tassen trinken,  immer nach den Mahlzeiten
 
Für die Herstellung des Wegwarten/Zichorien-Kaffees, auch als „Muckefuck“ bekannt,  schneidet man die Wurzel in kleine Stücke und trocknet sie, anschliessend werden sie langsam ohne Fettzugabe geröstet. Die gerösteten Wurzelstücke werden gemahlen. Das fertige Pulver kann man aufbrühen wie Bohnenkaffee.
 
In der Gourmetküche habe ich ein Rezept  bei  Jean- Marie Dumaine entdeckt: Jakobsmuscheln auf Wegwartengemüse. Wegwartencreme mit Espressocreme als Dessert.

Die Wegwarte

Das blaueste Himmelblau das ich kenne. Wunderschön, noch leuchtender wenn Kamille und Klatschmohn daneben stehen... Kein Wunder, der Sage nach ist die Wegwarte eine verwunschene Prinzessin, die standhaft am Wegesrand auf ihren Prinzen wartet. Die Blüten sammle ich für Tee, aber ansonsten lass ich sie stehen und erfreue ich mich einfach an ihrem Anblick. Kann kulinarisch also nichts beitragen.

 

Muckefuck kenne ich aus Kindertagen. Bei Oma stand immer eine kunstvoll verzierte Porzellankanne mit langer Tülle incl. Tropfenfänger für alle (Kinder eingeschlossen) zur Selbstbedienung in der Küche. Im Sommer kalt neben dem Herd, im Winter zum Warmhalten darauf. Ohne Milch und Zucker. Die geschmacklichen Erinnerungen daran sind äußerst positiv.

cystitis
Bei uns am Rande des Wohngebiets

ist eine große Wiese. Dort blühen und wachsen die unterschiedlichsten Wiesenkräuter. Das Blau der Wegwarte läßt sich einfach nicht übersehen. Auch habe "Muckefuck" noch in meiner Kindheit kennengelernt. Mir hat er immer geschmeckt.

Leider ist der Tag heute verregnet, so daß ich kein Bild liefern kann.

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