Welche Kindheitstraumta verfolgen Euch noch immer?

Welche/s Gericht/e Eurer Kindheit lösen bis heute noch Ekelgefühle aus?

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Kommentare
WOLLBAER

In meinem Fall war es Mutters Graupensuppe, die sie in stundenlanger Arbeit mit Schweinsknöcheln zubereitete.


 


Dieses kindliche Traumata verfolgt mich noch bis heute. Ich habe mir geschworen nie wieder in meinem Leben Graupen zu essen. Bis heute habe ich mich an mein Versprechen gehalten.


 


Liebe Grüße Rolf

Gaston
Pfannkuchen und Kamillentee

Ich kann Pfannkuchen bis heute nicht riechen. Meine Großmutter, bei der ich aufwuchs, fuhr mal in Urlaub und ich musste zu meiner anderen Großmutter. Die war extremst sparsam mit allem. So verwendete sie den Rest vom Bratfett immer wieder, egal was sie damit gekocht hatte. Die Pfanne wurde auch nie abgewaschen sondern benutzt in eine Papíertüte gesteckt und in den Schrank gestellt. Die Pfannkuchen aus dieser Pfanne waren stark angebrannt, mit irgendwelchen holzigen Gemüseresten gefüllt. Es roch widerlich und ich wurde gezwungen, sie zu essen. Danach war ich mehrere Tage krank und es war mir soetwas von übel. Den Horror bekomme ich noch heute, wenn ich Pfannkuchen auch nur rieche. Frau Gaston liebt Pfannkuchen, aber tut mir leid, das geht gar nicht.

Ein Hassgetränkt habe ich auch, es ist Kamillentee. Klein Gaston musste mal 3 Wochen ins Kinderkrankenhaus weil der Verdacht einer hochinfektiösen Krankheit bestand. Angeblich war ich todtsterbenskrank, dabei hat mir nichts gefehlt. Drei Wochen lang musste ich das Krankenhausbett hüten, durfte nicht aufstehen, und das einzige Getränk in dieser Zeit war lauwarmer, ungesüsster Kamillentee.

Gruß

Gaston

crazycook
Nichts aus Kindertagen

denn manchmal trügen Erinnerungen. Lange Zeit hatte ich eine gewisse Abneigung gegen in Butter gedünstete Möhren. Das ist zwar jetzt nicht meine Lieblingsspeise geworden, aber ich esse sie ab und zu, weil sie gewünscht werden. Selbst Zuckerrübensirup, den meine Mutter nach dem Krieg in einem großen Bottich gekocht hat, verbunden mit dem wochenlangen Geruch in der Wohnung, damals ein absolutes Verweigerungsessen, wird heute wieder ab und zu gegessen. Auf Schweinefleisch und Produkte daraus muss ich verzichten, nicht Kindheitserinnerungen halten mich vom Verzehr ab, sondern weil unweigerlich ein Krankenhausaufenthalt mit dem Genuss verbunden ist. 

trudine
So unterschiedlich

sind die Geschmäcker/Erinnerungen.

Lieber Wollbaer, meine Mutter hatte auch dieses Graupensuppetrauma aus ihrer Kindheit, also gab es die niee bei uns. Ich hab sie erst im Kochunterricht in der Schule kennengelernt und liebe sie!

Oh, Gaston, das klingt wirklich richtig schrecklich!

Meine kulinarischen Kindheitstraumen sind Eier in Senfsauce und Rosenkohl. Meine Mutter liebte Rosenkohl, deshalb kam der auch oft auf den Tisch und ich wurde gezwungen, den zu essen. Zum Schluss landete ich immer alleine in der Küche mit der Drohung: Wenn Du nicht aufisst ... Aber ich hatte das Glück, das die Möwen der Umgebung gerne Rosenkohl mochten, also hab ich den einfach Stück für Stück aus dem Küchenfenster entsorgt! Meine Mutter hat es nie bemerkt!

WOLLBAER
Ihr FOOD Traumatisierten

Guten Morgen trudine,

 

Du hattest Möwen, andere Hunde oder Katzen, Schweine als Entsorgungshelfer. Das hatte ich alles nicht aber eine Grundregel bei Tisch:

JEDER NAHM SICH SEINE PORTION  und die blieb bei Graupensuppe bei mir immer im untersten Limit.

 

In meiner Familie war es ebenso. Jeder nahm sich seine Portion, musste sie aber nicht aufessen.

 

Rosenkohl war eines unserer Lieblingsgemüse. Egal ob als Gemüseeinlage in einem Eintopf "Quer durch den Garten" oder als Beilage mit Semmelbrösel.

 

Liebe Grüße Rolf

Eigentlich nichts :)

Ganz im Gegenteil: Dinge die ich in meiner Kindheit überhaupt nicht essen wollte, liebe ich dafür heute umso mehr! Vor allem Griesbrei. :)

Das einzige womit ich bis heute nicht klar komme sind Pilzgerichte. Die mochte ich als Kind schon nicht, was sich bis heute nicht geändert hat.

Doemandoil
Ne auch nichts

es gibt zwar ein paar Sachen, die ich nicht so mag, aber das hat jetzt nix mit der Kindheit zutun...

Zwiebelsirup

Das einzige, was ich immer noch eklig finde, wenn ich daran zurück denke, ist Omas selbstgekochter Zwiebelsirup gegen Erkältung. Ich glaube, den habe ich auch nur einmal genommen und mich dann geweigert. Aber sonst habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen an das Essen in der Kindheit. Eigentlich zu gute, schnief... wünsche mir meine Oma wieder zurück. 

Zu gesund darf es nicht sein!

Ich habe früher Gemüsesuppe und panierte Zucchini gehasst.

Mittlerweile kann ich beides wieder sehen, aber wenn es etwas anderes zur Auswahl gibt, dann wähle ich immer noch das Andere!

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