Wie macht ihr Steaks?

Wie macht ihr Steaks?

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Kommentare
Pinkie

Ich esse gerne Steaks, habs bisher aber noch nicht geschafft auch zu Hause ein richtig gutes Steak hinzubekommen. Wie macht ihr sie? Nach dem Braten in den Backofen? Nur Pfanne? Und welches Stück Fleisch nehmt ihr am liebsten?

nika
Mit dieser Anweisung

gelingt mir mein Steak immer. Unzählige Ma(h)le habe ich es nach der Anleitung gebruzzelt. Ich wünsche Dir leckeres Nachmachen

Liebstöckel
Noch ein zweiter Tipp

Nach dieser Vorgehensweise gehe ich in etwa auch vor. Die Anweisung von @ Nika ist auch völlig ok., setzt aber Finerspitzengefühl und etws Erfahrung voraus. Auch ein Gasherd ist bei jener, da Hitze sofort exakt reguliert werden kann, von imensen Vorteil. Zum Fleisch: Alles was sich »kurz braten« lässt, nach Gericht und Gusto. Absolut wichtig ist beste Qualität.

Tine Putz
Am wichtigsten

ist die Qualität des Fleisches, das seh ich genauso wie meine Vorgänger. Einfach das beste nehmen, da sollte man nicht auf den Preis schauen :-) (Lieber weniger Fleisch essen.)  Dann kann nichts mehr passieren. Ich brate es von beiden Seiten kurz an, nicht zu heiß (das hat man früher mal propagiert - auch dass sich Poren schließen müssen, stimmt alles nicht), anschließend leg ich es in Alufolie bei 100 Grad in den Ofen... Perfekt, klappt eigentlich immer.

Pinkie
Danke!

Oh danke für eure schnellen Antworten. nika, das Rezept habe ich gestern auch schon beim Durchstöbern der Rezepte hier gefunden und als Favorit markiert, das wollte ich sowieso ausprobieren.

 

Liebstöckel, danke für den Link zu der Anleitung. Werde ich mir in Ruhe anschauen. Tine, ja, das hast du wohl recht, gutes Fleisch ist wichtig. Und zu oft esse ich gar keins. Mich hat halt nur der Steak-Ehrgeiz gepackt. :)

 

Grillt ihr Steaks auch im Sommer?

 

 

 

 

Tine Putz
Selten, aber ja.

Ich esse eher weniger Fleisch, hab nicht so oft Lust drauf, aber klar, das ist nicht abhängig von den Jahreszeiten ;-)  Ich hab übrigens ein paar Jahre gebraucht, bis ich kapiert habe, wo der springende Punkt bei den Steaks liegt. In meiner Jugend hatte ich nicht so viel Geld und hab halt oft billiges Fleisch gekauft und gegessen ... Da dachte ich immer, es liegt an meiner Brat-Technik, dass es einfach nichts wird. Schönen Sonntag euch allen!

WOLLBAER
@Tine Putz

Der Preis kann niemals Garant für Qualität sein, wie in jeder Ausgabe von Stiftung Warentst zu lesen ist. Mir stellt sich weiterhin die Frage, wie ein Laie ohne profundes Laborwissen und Labor irgendwelche Prüfungen vornehmen kann.

 

Der Laie kann nur die Äußerlichkeiten und die Präsentation im Einzelhandel prüfen. Dazu kommt das Empfinden "Vertrauen zum Händler" zu haben. Aber Beleg für Vertrauen woher nimmt man den, wenn selbst der eigene Partner einen häufig bescheißt, wie das Leben lehrt und auch in jeder Zeitschrift nachzulesen ist.

 

Meine Mutter arbeitete für 6 Wochen im Fleischerladen einer Freundin, die zur OP musste und das in der Hauptgeschäftszeit zu Weihnachten. Da wurde tiefgefrorenes Fleisch als Frischfleisch verkauft, wenn die Mengen nicht ausreichten, wie bei Steak oder Rinderfilet. UMDEKLARIERUNG heißt das Zauberwort.

 

Noch ein Beispiel aus eigener Berufspraxis. Für einen Landwirt wurde ich Ende der siebziger Jahre kaufmännischer Betriebsleiter, da dieser sehr schwer erkrankt war. Die Ware faulte uns in diesem Jahr durch Dauerregen an der Pflanze weg. Ergo ließ der Phytologe des Hofes auf den Fruchtflächen EUPAREN, ein damals übliches Fungizid, gegen Fruchtfäule spritzen.

 

http://www.profiflor.de/Produkte/022-tolyfluanid-text.htm

 

Am Tag nach der Spritzung stand auf einmal das Prüfamt auf der Matte, was in all den Jahren zuvor nie passierte. Uns zitterten allesamt die Knochen. Das Ergebis der chemischen Untersuchung bescheinigte uns einwandfreie Ware.

 

Das nur zum Thema Vertrauen.

 

LG Rolf

 

Tine Putz
@Wollbaer

Natürlich ist der Preis kein Garant für gutes Fleisch - aber andersherum - die Wahrscheinlichkeit, dass billiges Fleisch von guter Qualität ist, ist eher gering. Denn hochwertiges Fleisch aus artgerechter Aufzucht hat - und das vollkommen zu Recht - seinen Preis. Natürlich ist das auch Vertrauenssache - aber da mache ich mir bei meinen beiden langbewährten, absolut transparenten Quellen (ebenso wie bei meinem Partner übrigens) gar keine Sorgen ;-)

Lieben Gruß von Tine

 

Tine Putz
Nachtrag

Ich wollte natürlich ein "hoher Preis ist kein Garant..." schreiben ;-)

 

WOLLBAER
@Tine Putz

Das ist schön für Dich. Wie ich in meinen beiden Beispielen anführte sieht die gelebte Realität aus. Beide Betriebe bestehen heute noch und pflegen das Image der Saubermänner. Die Metzgerei wird weiterhin als Familienbetrieb geführt und der landwirtschaftliche Betrieb wird nun als Erzeugergemeinschaft weitergeführt.

 

Ob Dein Umkehrschluß richtig ist wage ich sehr zu bezweifeln. Bitte schau Dir die Ausführungen in der Betriebswirtschaftsliteratur an. Vor wenigen Tagen lief im Fernsehen ein Beitrag über Billigtextilien und der Versuch der Erklärung, worauf der Preisunterschied besteht.

 

Liebe Grüße

Rolf

Aphrodite
Wenn ich mal ein Steak braten sollte,

werde ich die Tipps von nika, Liebstöckel und Tine beherzigen. Denn, wer sich Mühe gibt, der wird auch belohnt. Und wenn ich bei der Qualität des Fleisches mal daneben greife, bin ich auch immer noch otimistisch, dass mir dies selten passiert. Aller Unkenrufe zum Trotz. Seltsamerweise kaufe ich die Produkte nicht, die in den Medien am Pranger stehen, und wundere mich manchmal nur.

@Wollbaer, die Lebensmittelindustrie ist erfindungsreich. Mir gefallen ja die meisten Worte mit "um". Zum Beispiel "umdenken". Weniger schön sind "umdeklarieren" oder "umfruchten". Beim Umfruchten werden aus Cranberries Kirschen gemacht. Ich warte jetzt nur noch darauf, dass es Cranberries mit Pizza-Salami-Geschmack gibt. Die kann ich dann wie ein kleines Steak grillen.

Tine Putz
@Pinkie

Ich habe jetzt erst deine zweite Frage gesehen - ich nehme gerne Entrecote, weil es einen Fettkern hat und dadurch besonders zart und saftig ist.

WOLLBAER
@Aphrodite

An den Pranger werden doch nur sehr selten Lebensmittel gestellt. Als Ende der siebziger Jahre der Einsatz von Methylbromid (Brommethan)) auf deutschen Feldern verboten wurde verwendeten unsere holländischen Nachbarn den Stoff weiterhin. Nur an den Grenzen kümmerte sich kein Schwein um den verseuchten holländische Kram. Ich kaufe natürlich nur meine Lebensmittel  beim Gemüsehändler meines Vertrauen....... LACH!!!!! Der holt sie von Gemüsgrossisten seines Vertrauen.

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Brommethan

 

Qualität ist in der Werbung die eine Sache, Optik, Preis, Handhabung, Ersatzteilbeschaffung sind andere Dinge, die aber mindestens genauso wichtig sind. Dann kommen die großen Magier oder Worte Erfinder oder Zauberer, Lautmaler oder Photographen dazu. Und dann schmeckt der Wein plötzlich nach Citrusaromen, Brombeeren, Zimt oder sonst was oder genau wie der Fisch XYZ überhaupt nicht nach Fisch schmeckt. HHHHHääääää, wenn ich Wein trinke will ich keinen Erdbeergeschmack und wenn ich Fisch esse, dann will ich den Geschmack von Fisch im Mund haben. So ist es auch bei Schinkenspicker. Ich will Fleich im "Maul" haben und keine Sojaprodukte. Wenn ich kein Fleisch haben möchte, dann sind es in meinem Fall Käsesorte, Quark oder Gemüseaufstriche, Honig oder Marmelade, die ich selber koche.

 

Liebe Grüße

Rolf

Bettina Müller
Da haben wir sie wieder: die Qualität

@Aphrodite: Danke für das Stichwort "Umfruchten", das war mir bisher noch neu. Auf die Salami-Pizza-Variante warte ich jetzt auch ganz entspannt. ;-)

 

Und zum Thema Fleischqualität: Lebensmittelskandale gab es immer und wird es immer wieder geben. Mich interessiert aber vor allem, was heute mit meinen Lebensmitteln los ist und nicht, was es in den 70ern für einen Skandal gab (außer, er hat noch bis heute Auswirkungen natürlich). Und natürlich hat auch der Preis etwas mit der Qualität zu tun. Tim Mälzer hat es vor vielen Jahren mal in einer Sendung auf den Punkt gebracht: Wie kann ich erwarten, dass ein Suppenhuhn, das unter 2 € kostet, ein gutes Leben hatte und gutes Fleisch liefert? Natürlich kann ich einen hohen Preis nicht als Garantie ansehen, aber andersherum kann ich vom billigsten, abgepackten, am liebsten noch bereits marinierten Fleisch erwarten, dass da Qualität auf meinem Teller landet. Und gerade wenn man so viele schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte man doch anfangen, die Augen und Ohren noch mehr offen zu halten, oder?

 

@Pinkie: Ich kaufe inzwischen nur noch Biofleisch, am liebsten vom Herrmannsdorfer hier. Im Netz kann man sich inzwischen sehr gut über solche Betriebe und Landwirte in der eigenen Region informieren. Und klar, das kostet dann auch mehr. Aber hier gilt ür mich die Devise: Lieber weniger, aber dafür umso besser. Gerade heute erst bin ich über ein Zitat des Metzgermeister Karl Ludwig Schweisfurth gestolpert: "Fleisch muss wieder zu etwas Kostbarem und Wertvollen werden. Lieber halb so viel, aber doppelt so gut." 

 

Kochmamsell
@Bettina Müller

Ich stimme dir von ganzem Herzen zu, danke für einen Beitrag.

Bettina Müller
@Kochmamsell

Dankeschön! :-)

nika
Schönes Zitat

Vor einigen Jahren hatten wir im Verein einen Grillmeister, der gelernter Metzger war und auf sein Fleisch nichts kommen liess. Aber er war knauserig und brachte immer diese "Fabrik-Ware" (mit kurzem und schlechtem Leben) mit. Es war schon eine Pflicht "sein" Fleisch ab zu kaufen. Das Fleisch schmeckte fade, trocken und irgendwann habe ich verzichtet. Um ihn nicht zu beleidigen habe ich mich als "Vegetarierin" deklariert.

 

 Ein gutes Stück Fleisch kann wunderbar schmecken, ich würde auch gerne mein Fleisch bei en Hermannsdorfern kaufen. Mein Gewissen ist auch ruhiger, wenn ich weiß, ich habe mit meinem Kauf die Nachfrage nach schlechtem Leben und Schlachten nicht unnötig erhöht. Ich habe das Glück, in einer Hofschlachterei kaufen zu können, da habe ich die Lebensbedingungen schon angucken können. Das Gleiche gilt dabei für mich bei Geflügel und den Eiern. Bei unserem Bauern dürfen die Hühner auf einer riesigen Wiese picken und scharren. Ihre Hinterlassenschaften aus dem Stall werden ein Jahr in einer Miete gereift und dann im Herbst auf die Gartenfrüchte-Felder ausgebracht. So wächst auch der Kohlrabi gesund gedüngt.

Pinkie
Zitat

Oh, jetzt habe ich aber eine Diskussion losgetreten. :D Danke für alle Anregungen. Das Zitat finde ich auch sehr gut. Das sollten wir viel mehr verinnerlichen.

Danke für die Anregung Bettina Müller, ich werde Ausschau bei mir halten. Und mich dann mit eureren Tipps an die Steaks wagen. Danke!

Pinkie
Zwischenstand

Ich habe inzwischen zum ersten Mal Steaks mit nikas Rezepttipp gemacht und die sind, vor allem für ne Pemiere, richtig toll geworden. Stolz wie Bolle! :D

Steaks

Hallo,ich brate die Steaks scharf und ohne Öl in der Pfanne an und lasse sie dann im Ofen bei 80 Grad garen.Bei einer Kerntemperatur von 58 - 60 Grad sind sie für uns perfekt.Die Anschaffung eines Fleischthermometers lohnt sich wirklich. Und ich nehme bei Steaks nur Filet.

So machen wir Steaks...

Hallo, vor allen Tipps sollte das Thema Setting und Equipment angesprochen werden. Im Winter "grillen" wir immer mit gusseisernen Pfannen auf unserem Ceran-Kochfeld. Im Sommer auf unserem Grill :) Dort legen wir auch gerne unsere gusseiserne Pfanne auf. Das Steak rechtzeitig vorher aus dem Kühlschrank holen (4-5 Stunden) und salzen. Damit möglichst alle überschüßige Flüssigkeit aus dem Steak rauskommt. Anschließend wird die gusseiserne Pfanne erhitzt (sie muss ganz heiß sein). Das dauert ungefähr 15min. Danach das Steak je nach Dicke 2,5 - 3 min auf jeder Seite anbraten und bei 50° Grad für 7 Minuten in den Backofen. Viele Grüße

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