Wien

Wien ist international, vor allem was die Küchen betrifft. Von orientalischer und japanischer bishin zu georgischer und afrikanischer Küche findet sich hier bestimmt für jeden etwas.

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Kommentare
fee017

Die wahrscheinlich authentischste ostasiatische Küche, bietet das Lokal der koreanischen Kochbuch-Autorin Kim Sohyi ("Kim kocht", das "weltbeste asiatische Kochbuch") in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle Währingerstraße. Inmitten von modernem Interieur, neben einer Schauküche, speist man zu Mittag ungewöhnlich günstig (Tagesgericht € 8,-), bei hervorragender Qualität. In den Bann gezogen von den Kochkünsten der Landsleute verschmerzt man auch die Wartezeiten, die man in diesem Trendlokal mittags in Kauf nehmen muss, bis man einen Platz an der Tafel ergattert. (Für größere Gruppen eher nicht zu empfehlen.) Auch das motivierte und stets freundliche Servicepersonal lässt jeden Ärger vergessen. Mein Menü: Gebratene Teigtaschen mit Gemüse-Soja-Fülle auf Blattsalaten, Fisch-Meeresfrüchte-Eintopf (ausgezeichnet! noch frisch brodelnd im Tontopf serviert) und eine wunderbare ge-ingwerte Crème Brûlée.


Liebt man es scharf und spicy, ist ein Besuch beim südamerikanischen Restaurant Kulin in der Siebensterngasse (Straßenbahn Linie 49) zu empfehlen. Wunderbar traditionelle Küche (ebenfalls durch eine Glaswand zu bewundern), Burritos, Tortillas, Fajitas und Nachos. Dort lernt man den Unterschied zwischen den verschiedenen Teigfladen, auf verschiedenste Weise zubereitet, kennen. Die selbstgemachten Dips (Guacamole, Salsa) sind sensationell. Preise liegen ebenfalls im Mittelfeld (€ 8 - € 14,-). Auch Fleischtiger kommen hier bei Spareribs & Co auf ihre Kosten. Danach gibt’s einige der besten Cocktails der Stadt. Sonntags sollte man einmal das Brunchbuffet gesehen haben.


Ebenfalls in der Siebensterngasse befindet sich ein Tipp für Genießer, die es deftiger, österreichischer mögen: das Siebensternbräu. Dort gibt’s die wahrscheinlich besten Käsespätzle der Stadt.


Den Gewürzen fröhnen kann man auf dem Naschmarkt (U-Bahn-Haltestelle Kettenbrückengasse). Dort gibt es neben allen erdenklichen orientalischen Zutaten, die man bereits verarbeitet in so trendigen Lokalen wie dem Deli, Tewa oder Neni gleich vor Ort probieren kann (sehr empfehlenswert zum Frühstücken: ein orientalisches Frühstück in einem der Lokale bietet gleich eine gute Auswahl der verschiedenen Speisen) auch frischen Fisch und Meeresfrüchte aus allen Weltmeeren. Zur Zeit kann man bei einem kühlen Schluck Champagner auch Austern schlürfen, ganzjährig sind die ausgezeichneten Fischlokale geöffnet (ab € 20,-). Auch Kreationen von Kim („Kim kocht“, siehe oben) sind in ihrem Shop am Naschmarkt erhältlich.


Das Sushi-Lokal am Naschmarkt würde ich eher nicht empfehlen, da wohl doch eher zu Sosaku in der Neustiftgasse oder – ganz hip – zu Dots, dem Experimental Sushi-Lokal, in dem es Kreationen, wie Maki mit Hüttenkäse gibt. (eher höhere Preisklasse)


Ebenfalls abwechslungsreich und günstig speisen lässt es sich in den Lokalen im Museumsquartier (zwischen Kunsthistorischem Museum und Volkstheater, U-Bahn-Haltestelle).


Lust auf Curry? Jeden ersten Samstag im Monat gibt es Running Curry in der Curry Insel (Lenaugasse, U-Bahn-Haltestelle Rathaus). Selbst leider noch nie ausprobiert, aber anscheinend sehr gut!


Eines meiner persönlichen Wien-Highlights: Die Bäckerei Gradwohl. Eine Vollkornbäckerei, die an ihren 6 Standorten in Wien eine unvergleichbare Auswahl an vollwertigen Brötchen, Brotsorten, Hefegebäck, Kuchen, Torten, Keksen, etc. bietet. Einfach genial! Dazu gibt es einen Sammelpass, bei jedem Kauf ab € 2,- einen Stempel und bei 10 Stempel einen Kuchen gratis. Besonders empfehlenswert, vor allem für Studenten: die Filiale in Kooperation mit einem Willi-Dungl-Shop und –Lokal am Schottentor (U-Bahn-Haltestelle). Dort gibt es sowohl Frühstücksmüsli als auch günstige und gesunde Mittagsmenüs, die man je nach Hunger, nach Gewicht bezahlen kann.


Cocktailbars gibt es in Wien an jeder Ecke. Eine beeindruckende Cocktailkarte (für die man allein zum Lesen schon eine Viertelstunde braucht) hat das Frank’s in der ….. (U-Bahn-Haltestelle Schwedenplatz). Ausgezeichnete Ware! Anbei das Restaurant, eines der drei preisgekrönten Restaurants des Haubenkochs Wini Brugger.


Im Sommer natürlich nicht zu vergessen: Eis. Das für mich beste Eis der Stadt (knapp nach der Gelateria Paolo Bortolloti, die sich auch in der bekannten Mariahilfer-Straße findet) gibt’s bei Zanoni & Zanoni am Lugeck (Innenstadt, Rotenturmgasse). Neben den geschätzten 25 Sorten Eiscreme gibt’s auch „Frozen Joghurt“ – bitte unbedingt ausprobieren! Geeiste Naturjoghurtcreme, nur leicht gesüßt, mit vielen frischen Früchten. Aber Achtung: um € 3,- (die „kleine“ Portion) bekommt man schon fast einen Eisbecher!


 Als kleines Mitbringsel, wie wärs mit einem Bonbon-Blumenstrauß? Zu finden, neben Blutorangenpralinen und Zitronentrüffel (Haltestelle Schlickgasse der Straßenbahn-Linie D).


 

auchwas
Großartig, liebe fee017, der Beitrag gefällt und ruft nach mehr.........

Danke  liebe fee017, der Beitrag ist so gelungen, so informativ und voller Leben ich kann mir gerade vorstellen, sofort zu buchen und Wien  auf Deinen Spuren zu erkunden.  Alle Deine Tipps sind so verführerisch möchte ich  schnellstens erkunden. Gerade die vielen Einflüsse die unterschiedlichen  Küchen und die vielen neuen Ideen dort reizen mich ungemein.  Ich verstehe diesen Bericht nicht als Werbung für Wien es ist einfach Deine Art und Dein Geschmack zu offerieren was Dich beeindruckt hat, Dir mir sehr gut gefällt und mich ansprechen. Danke Dir sehr für diesen tollen Beitrag. LG auchwas

Aphrodite
Nie gedacht.

Was ist denn da an mir vorbeigeflogen? Da habe ich wohl früher zu viel Hans Moser geguckt und zuviel John Irving gelesen. Für mich ist das ein Zeitensprung und pulsierendes Leben. Gestern hätte ich noch gedacht, Wien muss nicht sein und bin jetzt überrascht, was sich abseits der Touristentrampelpfade tut. Ich hätte nach anderem gesucht und so ist es schön, einmal mit dieser Selbstverständlichkeit ein paar Insider-Tipps zu bekommen.

Mohnkuchen
Toll

Liebe Fee, vielen dank für deine Mühe und deinen tollen Beitrag!!!! Beim nächsten Wienbesuch werd ich mir den sicher ausdrucken und mitnehmen. Ich war bis jetzt erst einmal in Wien, aber es ist eine wunderschöne Stadt!

Liebe Grüße Mohnkuchen.

KleineKöchin
Wie die Sportfreunde Stiller:

Ein KOMPLIMENT *g* an dich liebe Fee!

Auch ich habe im Dezember für einige Tage Wien genossen, und es hat mir auch wieder außerordentlich gut gefallen.

 

Was ich sonst noch empfehlen kann:

Das "Babettes": sozusagen ein kleines Kochbuchbistro.

Vorne Kochbücher über Kochbücher mit großem Tisch zum Suchen, Stöbern und Kaufen.

Im hinteren Bereich wie ein kleines BIstro, an der Bar kann man den Köchen über die Schulter schauen beim KOchen (sozusagen wie zuhause) und einige täglich wechselnde Kleinigkeiten genießen.

Außerdem bekommt man noch Gewürze und Co.

 

Hat mir sehr sehr gut gefallen!

cystitis
Ich liebe Wien

Liebe Fee, ein Superbeitrag. Ich war bereits 2x in Wien. Habe von diesen Lokalen leider nichts mitbekommen. Da ich voraussichtlich nächstes Jahr wieder hinfahre, werde ich mir Deine Empfehlungen auf jeden Fall mitnehmen.

fee017
Babettes

Liebe KüGös!

 

Es freut mich total, so viele positive Rückmeldungen von euch zu bekommen! Da schreibe ich liebend gern in Zukunft noch mehr Berichte. :) Der nächste wird hoffentlich bald folgen, von Paris.

 

@KleineKöchin: Von Babettes habe ich auch schon gelesen/gehört und ich glaube mich zu erinnern, dass ich sogar daran vorbeigegangen bin, aber das kommt nächstes Mal dran. ;)

cystitis
Zurück aus Wien
Wien  

Wien war wie immer eine Reise wert. Von den Sehenswürdigkeiten wie Schloß Schönbrunn, die Hofburg, den Stephansdom, die Karlskirche,die Spanische Hofreitschule usw. usw. brauche ich ja Euch nichts zu erzählen. Nachdem der Regen endlich vorüber war, konnte man doch die Stadt genießen. Und was darf nie fehlen bei einem Wienbesuch? Natürlich die obligatorischen Cafehausbesuche!!!! Cafe central, Cafe Demel und Cafe Palfi um nur einige zu nennen. Sehr empfehlenswert ist z.B. ein Anna Demel Kaffee Kaffee, Orangenlikör und natürlich Schlagsahne(öster. Schlagobers) Oder wie wäre es mit einem Apfelstrudel und Vanillesoße. Oder auch ein Palatschinken mit Zitronencreme oder Marillenmarmelade.

Abends war wir in der Gruppe in den verschiedensten Restaurants entweder ganz versteckt in einer der vielen kleinen Seitengassen oder hoch oben im 22.Stock.

Parmesanmousse mit Blattsalat und Tomaten-Speck-Vinaigrette

Rosagebratener Tafelspitz, Lauchpürree und Pilzen

Schokoladen-Kirsch-Strudel mit Basilikum-Eis(unheimlich lecker diese Kombi)

Oder.

Steinpilzrisotto mit Grana

Rinderfiletsteak mit Garnelen, Rucola und Erdäpfelchips

Topfencremenockerl auf Fruchtspiegel

Einen Haken hatten aber diese Leckereien dann doch. Meine verlorenen Pfunde waren in den 5 Tagen gleich wieder drauf.

Außerdem durfte ein Besuch auf dem Naschmarkt nicht fehlen. Dort habe ich eine tolle Pfeffersorten, Rosenwasser und Orangenblütenwasser erstanden. Übrigens habe ich die Adresse des Händlers. Eine Bestellung z.B. von dem vielgesuchten Orangenblütenwasser könnte innerhalb von 3-4 Tagen eintreffen. Allerdings habe ich auch nochmal meine befreundete Apothekerin darauf angesetzt. Also bei Interesse einfach bei mir melden.

Und zum krönenden Abschluß durfte ein Ball in der Wiener Hofburg nicht fehlen.

Nebenbei möchte ich nur erwähnen, daß ich bei einem Europ. Kongreß war und einiges Neues an Therapieen mitgebracht habe.

Küchengötter User
Küchengötter User
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