Zubereitungszeit

Was genau ist damit nun gemeint?

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Kommentare
Rinquinquin

 


Kürzlich tauchte das Thema kurz im Forum auf, ich finde es nur nicht mehr. Gestern abend stand ich wieder vor der grossen Frage, welche Zeit ich da nur angeben soll. Mindestens 25 Minuten habe ich gewaschen, geputzt, geschält und geschnitten (mein Mann würde die doppelte Zeit benötigen), eigentlich ist das doch die Vorbereitungszeit. Zubereitet war das Gemüse in 15 Minuten und in der Zeit war auch die Sauce am Kochen. 




Wenn ich als Zubereitungszeit dann "unter 30 min" angebe, verfälscht das doch die zusätzliche Zeit, die für die "mise en place" draufging. Ein Kochneuling vermutet dann, eine Gesamtzeit von weniger als 30 Minuten für das Kochen des Gerichts ansetzen zu können und ist erstaunt, wenn er damit nicht hinkommt.




Wie seht Ihr das, wie handhabt Ihr das? Vor allem, liebes Küchengötter-Team, wie wäre Euch die Zeitangabe am liebsten?


 




Neugierige Grüsse von Rinquinquin

lundi
Das habe ich auch schon überlegt

und bin für mich zu dem Schluss gekommen, die komplette Zeit, die ich selbst persönlich vom Schnibbeln bis zum Anrichten brauche, anzugeben. Zugegeben, bei vielen Dingen bin ich fix, aber als Richtwert ist das OK. Ein Anfänger braucht eben länger, ein Geübter ist schneller. Aber so weiß jemand, der etwas nachkochen möchte, ungefähr, wann er anfangen muss. Nur Ruhezeiten klammere ich aus (Hefeteig, Mürbeteig, Marinieren u.ä.)

 

Letzte Woche hat meine Tochter Empanadas auf Salat exakt nach Rezept zubereitet. Dort waren 40 min + Backzeit 20 min angegeben. Sie begann 11:00 Uhr. Gegessen haben wir 15:00 Uhr.

KleineKöchin
Die komplette Zeit...

...versuche ich immer anzugeben. Schließlich heißt es ja Zubereitungszeit und nicht Kochzeit :-)

 

Aber manchmal ist das wirklich nicht einfach. Im Zweifel finde ich gut, wenn man einfach im Eingangstext des Rezeptes zb vermerkt, dass die Zeit für Gemüse schneiden oä nicht eingerechnet ist. In der Hoffnung, dass jeder sich ein Rezept durchliest bevor er startet gg

Schlumpi
Schnippelzeit

Für mich gehört das Schnippeln auf jeden Fall zur Zubereitungszeit dazu. Schließlich muss das ja auch erledigt werden, bevor man mit dem eigentlichen Kochen anfangen kann. Natürlich braucht jeder dafür unterschiedlich lange, aber so hat man dann doch zumindest einen ungefähren Richtwert.

küchengötter
Zubereitungszeit

Liebe Küchengötter,

 

die Zubereitungszeit umfasst auf jeden Fall das "Schnippeln", die Vorbereitung fällt hier mit hinein. Im Endeffekt alles, was aktiv zum Zubereiten eines Gerichtes gehört. D.h. auch wenn eine Suppe 15 köchelt zählen wir das noch mit zur Zubereitungszeit. Hat ein Gericht hingegen noch lange Ruhzeiten oder muss über Nacht kühlen, fließt das hier nicht mit ein.

 

Wenn Ihr die Zubereitungszeit selber angeben wollt, könnt Ihr Euch das Rezept am Ende einfach noch mal in Ruhe durchlesen und überlegen, welche Zeit wohl für jeden einzelnen Schritt relalistisch ist. Beispielsweise: 2 Zwiebeln schälen = 1 Minute. Die Zwiebeln fein würfen = 3 Minuten... Natürlich sind diese Werte immer nur Richtwerte und ein Profikoch wird länger brauchen als ein Kochanfänger. Doch für die Durchschnitt werden sie bestimmt passen.

 

Der von lundi beschriebene Fall ist natürlich wirklich extrem. @lundi: War das ein Küchengötter-Rezept? 

 

Viele Grüße

Euer Küchengötter-Team

Rinquinquin
jetzt ist mir alles klar

Logisch, dass ein Anfänger schon etwas länger braucht und ich gebe da bei meinen Rezepten auch immer etwas Zeit zu. Aber jetzt weiss ich, dass sich die Zubereitungszeit auf die gesamte Arbeitszeit bezieht -Ruhezeiten und ähnliches ausgenommen - und werde meine Angaben entsprechend ausrichten.

Vielen Dank, liebes Team, für die Unterstützung, jetzt weiss ich, welche Zeiten ich zukünftig ins Auge fassen kann und ich werde grosszügig sein, damit niemand in Hetze kommt.

auchwas
Richtwerte

genau,  so sehe ich das bei den Angaben. Denn auch wenn man lange Erfahrung hat, ist dass so ne Sache mit dem Schnippeln, die linken Hände und so und wie schnippelt man richtig und hat man ein scharfes Messer und wie schneidet man richtig, damit effizienter. Aber das sollte bei jedem Rezept das ich umsetzte,  doch irgendwie Voraussetzung sein, wie ich vorgehe und wie lange ich benötige, überlegen....... Wenn ich sehe da sind 30 Minuten angegeben, mit  viel Gemüse  und Kräutern, ja o.k. dann weis ich ich brauche dafür meine Zeit  oder organisiere das mit den Küchhelfern, wie Machine fürs Schneiden und Kräutermühle und so, wobei ich das nicht so mache, denn die Machinchen müssen gereinigt werden und das braucht dann die Zeit nach dem Kochen oder vielleicht zwischendurch. Dann schnippel ich lieber mit Weile und genieße es in der Küche zu zaubern und räume mir die Zeit ein. Aber vorher überlege ich, was ich da zaubere und womit ich es zu tun habe und die Zeitangabe ist ein Richtwert und ich mache es nach meinem Zeit-Plan, genau wie die Zutaten die ich verwenden, die können auch unterschiedlich schmecken, ob es nun die Möhrchen aus dem Garten sind oder die aus der TK-Packung, ach das ist ein anderes Thema. 

Küchengötter User
Küchengötter User
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