"Zwetschgendatschi, Zwetschgenkuchen.......

Erfahrungen mit dem Datschi , Hefeteig Plicht ???

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Kommentare
kurbis

Trotz schönstem Wetter wurde dieses Wochenende ein großes Blech Zwetschgendatschi vorbereitet u. er war sehr gut! Die Diskussion, entstand dann mit dem Hefekönig (Sohn) in unserer Familie, muß der Teig einmal oder zweimal gehen. Wann ist er besser, wenn  der Teig etwas dicker u. softer ist oder wenn  - so bevorzuge ich es -  der Boden etws dünner ist,  leicht knusprig ist und die Zwetschgen saftig....


(nach kurzer Ruhephase auf dem Blech gleich ins Backrohr)


Ist frische Hefe zwingend? Meine Meinung ist, dass Trockenhefe es genauso tut.


Sicher, einwenig Geschmacksache ist es schon oder orientieren wir uns an dem Rezept unserer Omas, Mütter.... Aber was sagen die "Bäcker" in unserer Community.


 

auchwas
Zwetschgenzeit leider bei mir vorbei
"Zwetschgendatschi, Zwetschgenkuchen.......  

Liebe Kurbis,

schön dass Ihr noch Zwetschgen habt und diese genießen könnt, bei uns schon lange finito. Aber zu Deiner Frage, wie immer und vieles beim Backen "Geschmackssache". Von mir kann ich sagen ich habe ein Zwetschenkuchen-Rezept   von einem Bäckermeister, der ist jedes Jahr Pflichtprogramm, der schmeckt super ist puristisch und mit Sahne einfach ein Gedicht, aber die Zwetschgen müssen süß sein und nicht so "saften", dann ist das ein wunderbares Rezept.  Und zum Hefeteig,  für saure Zwetschgen,  der dann dick mit Streusel bestreut wird,  wird mit Milch gemacht,  2x gehen gelassen auch schon mal aus dem Kühlschrank geholt, dann wird er abends kalt angesetzt und übernacht im Kühlschrank arbeitet die Hefe am nächsten Tag ausgerollt und los geht es. Ja und dann wenn es schnell gehen muss, dann mache ich einen Quark-Öl-Teig und vielleicht ein paar Streusen und dann ist Zwetschgenkuchen angesagt. Bei Datschi, dass muss ich mir mal in München anschauen und genießen und Du zeigt uns schon mal wie es sein muss. LG auchwas.

Belledejour
Beste Ergebnisse

...erziele ich immer mit Frischhefe. 1-2 Würfel habe ich immer im Kühlschrank. 1 Würfel benötige ich für mein Dauerrezept *Butterkuchen*.

Ich erwärme jedes mal die Flüssigkeit handwarm und füge die Frischhefe mit etwas Zucker hinzu, so dass die Hefe sich gut entwickeln kann. Wenn diese Masse *aufgegangen* ist, kommt sie in den vorbereiteten Teig. Anschließend dann noch das Gehenlassen für eine gewisse Zeit. Dafür stelle ich meine Rührschüssel in ein warmes Wasserbad, und wenn er doppelt hoch gegangen ist, wird er weiterverarbeitet.

 

 

auchwas
Frischhefe

das hab ich doch glatt überlesen/übersehen. Ja,  ich mag auch lieber Frischhefe die startet schneller durch, finde ich. Da ich viel mit Hefe mache,  Brot usw. habe ich immer 2-3 Würfel zuhause. Aber grundsätzlich nehme ich immer weniger und akzeptiere länger Gehzeiten, wo ich auch nachhelfe mit Wärme, nicht zu doll aber gemütlich ist. Oder am Abend vorher und im Kühlschrank gehen lassen. Trockenhefe nehme ich für Brot mit Vorteig gerne, aber auch nicht  viel, ab und zu und zuhause hab ich immer Hefe. Wenn die Gelüste kommen, ich meine geliebten Zimtöhrchen, bei vielen auch "Zimtschnecken",  machen kann.

cystitis
Noch nie hinbekommen

Ich habe mich, weil ich frischen Hefekuchen liebe, mehrfach daran versucht. Mal mit frischer Hefe, mal mit Trockenhefe. Laut meiner Großmutter sollte nur 1x für ca 20 min gehen. Aber beim Backen ist der Teig dann immer wieder zusammengefallen. Mehr als einen Matschkuchen habe ich nie hinbekommen.

Aphrodite
Manni hilft.

Ich muss jedes Mal überlegen, wie Hefeteig in Österreich heißt. Germteig! Und wenn man dann googelt, trifft man die Seite von Manni. Er erklärt einfach und gut, worauf es ankommt, um die unterschiedlichsten Hefeteige herzustellen.

Ich persönlich nehme nur noch Trockenhefe. Von Frischhefe bekomme ich leicht Bauchweh. Und wenn ich einen Teig mit Trockenhefe im vorgeheizten Ofen 100 Grad (Ofentür einmal kurz ganz weit öffnen, nicht mehr heizen, Teigschüssel mit einem feuchten Tuch gut abdecken und für 45 min. hineinstellen / es gilt die Temperatur im Teig und nicht die Luft drumherum) erziele ich die gleichen Ergebnisse wie mit Frischhefe. An die empfohlene Dosierung halte ich mich auch nicht. Da ist mir viel zu viel Power dahinter und plane vorsorglich etwas mehr Zeit ein, statt so viel Hefe zu nehmen. Je länger ich warte, wachsen natürlich auch wieder die Hefekulturen an und je großporiger der Teig wird, um so trockener ist später dann auch wieder das Ergebnis :( Möglichst langsam sollte er "gehen". Deshalb ist der Kühlschrank immer eine gute Alternative zum warmen Plätzchen in einer windgeschützten Ecke.

Trocken sollte der Teig nie sein, deshalb auch auf die Backzeit achten, ein Zulange ist dann manchmal zuviel. Ruht der Teig mehrmals (man schlägt ihn, faltet ihn übereinander in der Fachsprache "touren") Das gibt dem Teig Struktur (Feinporigkeit) und ein Gerüst (wichtig für Brote, dass diese nicht in die Breite sondern schön nach oben aufgehen) Für Obstbleche reicht 1 x Ruhen lassen. Wenn man Wert auf Feinporigkeit legt, sollte der Teig noch ein zweites oder sogar drittes Mal ruhen. Ich finde für Obstkuchen die Pluderteig-Variante interessant. Da wird ähnlich wie beim Blätterteig Butter zugegeben. Schmeckt dann einfach besser und ist auch nicht so trocken. Was die Zugabe von Eiern bewirkt ist ebenfalls beschrieben. Habe ich aber gerade nicht mehr im Kopf.

nika
@Aphrodite: toll beschrieben

Genauso mache ich es auch. Am liebsten: Teig abends ansetzen und dann ab in den Kühlschrank, da arbeitet der Teig von alleine. Den Unterschied zwischen Trockenhefe und frischer Hefe habe ich bislang nur am intensiven Hefegeschmack erlebt und greife deshalb auch eher zur Trockenhefe, die ich zudem auch immer im Hause haben kann. Ich habe einmal einen Brötchenteig vorbereitet und dann gehen lassen. Anschließend habe ich den Teig geteilt und in Brötchengröße (ca. 60 g vor dem Backen) geteilt und schön vorgeformt in eine gefettete Springform gegeben. Die Form, mit Folie geschütz,t in den Kühlschrank gestellt. Als ich morgens aufgestanden bin wurde der Backofen vorgeheizt und die Springform in der Küche  antemperiert. Nach dem Duschen war der Backofen heiß und die Form konnte in den Ofen geschoben werden. Praktisch, wenn man mehr als 3 km bis zum nächsten Bäcker hat. Die Brötchen brauchten nur kurze Zeit backen und waren sehr lecker. Warum mach' ich das nicht nächsten Sonntag? Der Duft war so verführerisch appetitlich.

kurbis
Zwetschgendatschi.....

Vielen, vielen Dank für Eure tollen Beiträge, Ideen u. Rezept. Auf meine Kü-Gö ist doch Verlaß. Danke !!!!

 

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