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Israelische Küche

Viele Küchen sind einem im Deutschland ja schon sehr geläufig. Sei es die italienische, die asiatische oder die türkische. Weniger bekannt hingegen ist die israelische und daher ist vielleicht auch dir gar nicht so klar, was dich in einem israelischen Restaurant erwartet oder was du kochen könntest, wenn du diese Küche mal ausprobieren möchtest. Aber keine Sorge, wir zeigen dir in diesem kulinarischen Guide leckere Rezepte und spannende Fakten zur israelischen Küche.

Israelische Küche

Charakteristika der israelischen Küche

Die israelische Küche ist gar nicht so leicht zu beschreiben, denn genauso wie die Einwohner des Landes selbst ist die von verschiedenen Einflüssen geprägt und damit sehr vielfältig. Zudem ist sie sehr wandelbar und hält sich nicht an strenge Muster. Es ist eine Küche für Experimentierfreudige, die sich ständig erneuert und nicht vor ungewöhnlichen Kombinationen zurückschreckt. Typisch für die israelische Küche sind jedoch mediterrane Gewürze, frische Kräuter und viel Gemüse, was sie zu einer sehr gesunden und leichten Küche macht.

 

Typische Zutaten
  • Granatapfel
  • Auberginen
  • Datteln
  • Linsen
  • Tahini
  • Kichererbsen
  • Bulgur
Typische Gewürze
  • Kardamon
  • Kreuzkümmel
  • Paprika in allen Schärfegraden
  • Rosmarin
  • Zimt
  • Anis
  • Za'atar 

Die 5 beliebtesten Gerichte

Viele Gerichte der israelischen Küche sind von Haus aus vegetarisch oder vegan. Auch Menschen mit Glutenunverträglichkeiten oder jene, die sich Low-Carb ernähren, kommen bei dieser Küche auf ihre Kosten. Die beliebtesten Gerichte haben wir die hier zusammengetragen. 

 

Shakshuka

Shakshuka stammt zwar ursprünglich aus Nordafrika, ist aber in Israel so beliebt, dass es das inoffizielle Nationalgericht Israels ist. Man kann es sowohl zum Frühstück, als auch als Mittagessen, ach eigentlich zu jeder erdenklichen Tageszeit essen. Klassischerweise besteht es aus Eiern, Tomaten, Tomatenmark, Chilischoten und Zwiebeln. Es gibt aber auch abgewandelte Varianten. 

Hummus

Hummus darf in der Auflistung der beliebtesten Gerichte Israels natürlich nicht fehlen. Genauso wenig wie er auf keiner Mezze Platte fehlen darf. Dabei wird das cremige Püree aus Kichererbsen in Israel auch gerne als eigenständige Hauptmahlzeit gegessen. Zum Beispiel mit gekochtem Ei oder verschiedenen anderen Toppings.

Falafel

Wo wir schon einmal bei Thema Kichererbsen sind: dieses beliebte Gericht aus Israel gehört neben dem Hummus wohl zu den bekanntesten und wird ebenfalls aus Kichererbsen gemacht. Falafeln werden klassisch mit Salat, der Sesampaste Tahini und Hummus in einem Pitabrot serviert. Das ursprüngliche Arme-Leute-Essen ist heute ein beliebtes Street Food Gericht. 

Shawarma

Shawarma ist die israelische Variante des Kebab und wird häufig mit Hummus, Auberginen, Salat, Fleisch und Soßen serviert. Da es sich um ein israelisches Street Food handelt, wird das ganz natürlich in einem Pita-Fladenbrot verpackt. Wie in Israel üblich kommen in die Marinade für das Fleisch besonders viele Gewürze.

Baba Ganoush

Neben Hummus ist er der beliebteste Dip aus Israel: Baba Ganoush. Der Dip aus gegrillten Auberginen mit Tahini, Zitronensaft, Knoblauch und Gewürzen schmeckt wunderbar mit Fladenbrot, knackigem Gemüse oder auf Wraps.

Landestypische Essgewohnheiten

Die Esskultur in Israel ist von den unterschiedlichen Nationalitäten geprägt, hängt aber auch eng mit der jüdischen Kultur zusammen. So ist in Israel die Familie sehr wichtig und man trifft sich mindestens einmal in der Woche zum gemeinsamen Essen. Jüdische Familien kommen meist am Wochenende zum Shabbat zusammen. Shabbat ist der Ruhetag der jüdischen Woche. Er beginnt am Freitagabend, uns endet am darauffolgenden Samstag, jeweils, sobald die Sonne untergeht. Da man an diesem Tag ruhen soll, wird das mit unter sehr aufwendige Essen schon am Freitag gekocht. Beliebte Gerichte sind Tscholent (ein Eintopf aus Fleisch, Kartoffeln und Bohnen) & Challah (Brot). Zum Abend wird dann ein Menü aus mehreren Gängen serviert. Dazu gehört eine Vorspeise mit Salaten und Fisch, danach Suppen, Fleisch oder Geflügel und eine Nachspeise.


Wenn man von jüdischem Essen spricht, ist es unabdingbar, die jüdischen Speisegesetze namens Kaschrut, was „rituelle Eignung“ bedeutet, anzusprechen. Sie beinhalten die Regeln, nach denen gläubige Juden essen und werden dir in Israel auf jeden Fall begegnen. Diese sind relativ kompliziert, weshalb wir sie hier nicht im einzelnen erklären. Grundlegend ist jedoch, dass kein Schweinefleisch gegessen wird und Fleisch und Milchgerichte strikt voneinander getrennt werden. Das gilt für sie Zubereitung und auch den Verzehr solcher Speisen. Beim sogenannten koscheren Essen gibt es jedoch verschiedene Abstufungen, die praktiziert werden. Von streng bis leicht.

 

Mezze

Als Mezze wird die Vorspeise in Israel bezeichnet. Ähnlich wie bei Tapas oder der türkischen Meze werden hier kleine Schüsseln serviert, die einen auf die Hauptspeise einstimmen sollen. Sie kann aber auch als Imbiss oder Zwischenmahlzeit gereicht werden. Klassischerweise bestehen sie aus verschiedenen Salaten, Gemüse, Fladenbrot und Dips wie Hummus oder Baba Ganoush. In manchen Restaurants werden sie sogar ohne Bestellung aufgetischt und können bis zu 20 Schälchen beinhalten. Man sollte nur aufpassen, wie viel man davon isst, damit man nicht schon vor dem Hauptgang satt ist. 

Mezze leitet sich übrigens von dem hebräischen Wort »Mezatim« ab, was so viel bedeutet wie zahlreiche Schälchen mit kalten Kleinigkeiten als Vorspeise in die Mitte des Tischs zu stellen. 

 

Hauptgang

Zum Hauptgericht sind Fisch- und Fleischgerichte sehr beliebt. Viel Gemüse gehört aber immer dazu. Schön frisch muss es sein. Eintöpfe oder gefülltes Gemüse bietet sich hier sehr gut an. Linsen, Kichererbsen, Auberginen oder Couscous sind hier beliebte Zutaten. 

Desserts

Desserts dürfen natürlich auch nicht fehlen. Hier kommen Trockenfrüchte, Nüsse, Gewürze, Rosenwasser und Sirup zum Einsatz. 

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