Was Sie über Mangold wissen sollten

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat von Mangoldgemüse liegt rund um das östliche Mittelmeer und in den Gebieten um Vorderasien. Vermutlich waren es die Römer, die das Blattgemüse, das zwar dem Spinat ähnelt, aber näher mit der Roten Bete verwandt ist, nach Deutschland gebracht. Der Name "Mangold" stammt vermutlich von den altdeutschen Namen "Managolt" bzw. "Managwalt" (= Vielherrscher). Vielleicht hatte Mangold einst die Speisepläne fest im Griff, bis ihn sein Konkurrent Spinat des (Ess-)Platzes verwies. Doch längst hat sich das eiweiß- und mineralstoffreiche Mangoldgemüse seinen Platz auf dem Herd zurückerobert. 

Sorten

Die meisten Mangoldimporte hierzulande stammen aus Italien; Blatt- bzw. Schnittmangold ist aufgrund der geringen Haltbarkeit nicht so gut exportierbar. Wenn Sie ihn am Markt finden, sollten Sie darauf achten, dass die Blätter nicht allzu groß sind, sonst schmecken sie bitter. Die zarten kleinen Blätter eignen sich prima für den Salat (ähnlich wie Spinat).

Stiel- bzw. Rippenmangold ist die Mangoldart, die bei uns am häufigsten angeboten wird – nicht immer im Supermarkt, aber von Anfang Mai bis Ende September auf dem Wochenmarkt. Seine grünen Blätter sind groß, dick und fleischig, die Stiele rot oder weiß. Bei seiner Verwendung sollten Sie die unterschiedlichen Garzeiten von Mangoldblatt und Mangoldstiel beachten. Die Stiele am besten in Stücke schneiden und separat einige Minuten länger garen.

Verwendung

Mangold schmeckt kräftiger als Spinat (roh ist er nicht die Wucht) und am besten, wenn er nicht zu groß ist. Blatt- oder Schnittmangold hat zarte kleinere Blätter, die geschnitten oder im Ganzen verwendet werden. Bei uns gibt es vor allem Stiel- oder Rippenmangold mit fleischigen Stielen und größeren Blätter. Beides wird vor dem Garen getrennt, da die Stiele mit ca. acht Minuten länger garen als die Blätter (vier bis sechs Minuten). Von sehr großen Blättern zieht man auch noch die Haut ab. Am besten schmeckt Mangold gedünstet, gebraten und gebacken. Lecker, wenn man in seinen Blättern Schafskäse versteckt oder ihn mit Fisch, Lamm oder Pasta serviert.
Wie sein "Kollege" Spinat enthält auch Mangold viel Vitamin C und wertvolle Mineralien.

Einkauf und Saison

Angeboten wird Mangold bei uns von Frühjahr bis Herbst, aus dem Freiland von Juni bis September. Dabei sollten Sie darauf achten, dass seine Stiele hell und fleckenfrei sind, die Blätter knackig frisch. Und: Bio ist besser!

Aufbewahrung

Am besten gar nicht. Zur Not in eine Plastiktüte verpackt bis zu einem Tag im Gemüsefach. Besser: Mangold-Blätter blanchieren, kalt abschrecken, ausdrücken und einfrieren.