Maronen Kastanien Rezepte Warenkunde
Edelkastanie

Infos und Rezepte mit Maronen

Bei uns findest du Maronen-Rezepte, in der Warenkunde bekommst du Infos zur Zubereitung und erfährst Wissenswertes über die Marone. 

Das kleine Maronen A bis Z

Die Marone ist eine Edelkastanie. So weit, so gut. Aber was heißt das eigentlich genau? Woher kommt sie und wann hat sie Saison? Und wie verarbeitet man Maronen eigentlich in der Küche? Bei uns findest du die Antworten auf all diese Fragen. In unserer Maronen-Warenkunde haben wir alle Infos auf einen Blick für dich zusammengestellt.

Herkunft und Charakteristika

Maronen Herkunft
Man unterscheidet drei verschiedene Formen der Edelkastanie

Wie kommt die Kastanie eigentlich in unsere Küche?

Zur Pflanzengattung der Kastanien zählen rund 20 unterschiedliche Kastanienarten, wovon letztendlich nur die Edelkastanie ihren Ursprung in Europa hat. Der Großteil der Kastaniearten ist in Asien, vor allem in China, beheimatet.

Und welche Charakteristika haben die Maronen?

Zu Anfang besitzen Maronen eine grüne, derbe Fruchthülle bzw. Schale, welche mit langen und dicht wachsenden Stacheln versehen ist. 

Auch die Früchte der Maronen und Kastanien ähneln sich sehr stark: Der wohl größte Unterschied liegt in der stacheligen Fruchtschale verborgen. Diese beherbergt in der Regel mehr Früchte, hier können sich bis zu drei Esskastanien im sogenannten "Fruchtbecher" befinden. Weiter besitzen die Früchte der Maronen an der Basis eine auffällige Narbe, welche dich an eine Zwiebeln erinnern wird.

Was ist der Unterschied zwischen Maronen und Kastanien?

Die Edelkastanie zählt zu den ältesten Nutzpflanzen, ihre Früchte werden schon seit der Steinzeit genutzt. Kein Wunder also, dass sie auch heut noch so beliebt ist. Man unterscheidet dabei in drei Typen: die kleineren und weniger lang haltbaren Esskastanien mit meist dunklerer Schalenfarbe, die größeren aromatischen Maronen, mit hellerer, glänzend rötlich brauner Schale und die sogenannten Dauermaronen. Am Ende ist die Marone eine weiter gezüchtete Form der Esskastanie, wodurch bspw. das intensive und süße Aroma der Maronen im Vergleich zu den Esskastanien deutlich besser zum Ausdruckt kommt.

Verwechsle die essbare Edelkastanie jedoch nicht mit der in Deutschland weit verbreiteten Rosskastanie! Die Früchte der Rosskastanie sind im Gegensatz zu denen der Edelkastanie nicht genießbar. Die grünen Kapseln der Rosskastanie sind im Vergleich zu den Maronen weniger stachelig. Ihre unreifen Früchte und die grüne Schale sind dagegen leicht giftig, insbesondere Kinder sollten hiervor gwarnt werden.

Genaue Abgrenzungen sind jedoch schwierig. Edelkastanien sind Nussfrüchte, die in einer mit Stacheln besetzten Fruchthülle sitzen. Jede Hülle enthält bis zu drei Nüsse. Das gelb-weißliche Fleisch befindet sich unter der braunroten, holzig-ledrigen Schale und ist von einer Samenhaut umgeben; beides muss vor dem Verzehr entfernt werden.

Edelkastanien enthalten mit 50 % mehr Wasser als andere Nüsse, zudem 40 % Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, reichlich Mineralstoffe, Vitamine der B-Gruppe und etwas Vitamin C. Besonders geröstet werden sie zu einem Snack, der nicht nur gesund, sondern auch lecker ist! 

Nährwertangaben

100g Kastanien (Maronen) enthalten:

  • 196 kcal
  • 818 kJ
  • Eiweiß: 3,4 g
  • Fett gesamt: 1,9 g
  • Natrium: 2 mg
  • Kohlenhydrate:
    • verwertbar: 41,2 g
    • nicht verwertbar (Ballaststoffe): 8,4 g

Quelle: Elmadfa, Ibrahim; Aign, Waltraute; Muskat, Erich; Fritzsche, Doris: Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle, 2011

Nicht zu verwechseln: Maronen-Pilze

Wird von Maronen gesprochen, muss es sich nicht zwingend um die Kastanie handeln. Unter dem gleichen Namen sind auch Speisepilze bekannt, welche in bodensauren Nadelwäldern wachsen und oft auf Märkten aber auch im Einzelhandel angeboten werden. In der Farbe und Form des Huts erinnert der Röhrling an die Esskastanie. Allgemein wird er der Einfachheit halber als Marone oder auch Braunkappe bezeichnet. 

In Deutschland hat der Maronen-Pilz von Mitte September bis in den Spätherbst bzw. November (vor dem ersten Frost) Saison.

Mehr Infos und Rezepte für den Röhrenpilz findest du hier

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Heiß geliebte Winter-Drinks

Saison und Einkauf

Saison Maronen
Achte darauf, nur feste Kastanien zu kaufen

Wann haben Maronen Saison?

Während Esskastanien und Maronen im Oktober alleine vom Baum fallen, bleiben die Dauermaronen länger hängen und müssen Ende November gepflückt werden. Die anderen beiden Typen sollten keinesfalls vorzeitig vom Baum geschlagen werden.

Edelkastanien sind erst dann richtig reif, wenn die stacheligen Hüllen von selbst aufspringen. Dann beginnt die Kastanienernte: Die reifen Früchte werden eingesammelt und, sollen sie länger haltbar bleiben, noch getrocknet. Achte beim Kauf darauf, dass die Kastanien fest sind und keine kleinen (Wurm-)Löcher haben.

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Maronen und ihre Verwendung

Maronen Verwendung
Wir verraten, wie du Maronen richtig zubereitest

Wie schält man Maronen am besten?

Vor der Weiterverarbeitung in der Küche müssen Kastanien geschält werden; dafür schneidet man die Schale an der Spitze kreuzweise ein (so entweicht die Luft, ansonsten könnten sie beim Rösten platzen!) und röstet die Früchte 15-20 Min. im Ofen, dabei wandelt sich die Stärke in Zucker um und die Maronen werden süß. Beim Schälen sollte man auch die innere, braune Haut entfernen, da sie sehr bitter und trocken schmeckt.

Verwendungsmöglichkeiten für Maronen

Geröstet sind sie als "heiße Maroni" – z.B. pur oder leicht mit Butter und Salz verfeinert – beliebt, man verwendet sie aber auch gerne für Kuchen oder Desserts. Süße Speisen lassen sich durch das feine Aroma gut mit fruchtigen Zutaten, wie z.B. Apfel, Johannisbeere oder Orangen, kombinieren.

Aber auch kräftige Gewürze, wie Zimt, Vanille oder Nelken, passen hervorragend zu den Edelkastanien. Ob glasiert, zu süßer Mousse oder zu Eiscreme verarbeitet, sie ergeben immer eine feine Nachspeisen. Beliebt sind z.B. in Frankreich die "Marrons glacés", kandierte Früchte oder Stücke, ebenso wie süßes Maronenpüree mit Sahne.

Wer es lieber pikant mag, sollte es einmal mit Maronensuppe, -gemüse, -sauce, einer Maronenfüllung oder -spätzle probieren. Aber auch als Füllung für die Weihnachtsgans macht die Marone eine gute Figur und ist sehr beliebt. In Verbindung mit Rosenkohl oder in einem Salat werden die Edelkastanien zu einer deftigen und schmackhaften Beilage.

Früher wurden Maronen als günstiger Mehlersatz verwendet. Geschälte und getrocknete Edelkastanien werden hierfür ausgemahlen. Auch heute wird wieder damit gekocht und gebacken. Du kannst damit z.B. wunderbar Brot backen oder Gnocchi, Pasta und Polenta zubereiten.

Insbesondere in Korsika werden Kastanien vielseitig verarbeitet: Neben zahlreicher Cremes entstehen aus ihnen Kuchen und sogar Bier.

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So werden Maronen richtig zubereitet

Video

Maronen, heiß und geröstet, kennt man vor allem aus Süddeutschland. Dort werden die Maronen geröstet auf den Weihnachtsmärkten zum Verkauf angeboten. Im Handel bekommt man Maronen auch schon vorgegart, geschält und vakuumverpackt (das spart Arbeit und Zeit).

Wir verwenden in diesem Küchenpraxisvideo aber Maronen mit Schale und garen sie im Ofen. Beim Einkauf von Maronen solltest du darauf achten, dass die Maronen nicht zu stark auf Druck nachgeben (dann sind sie überreif und oft zu weich); außerdem sollte die Maronen-Schale schön glatt und frei von Löchern sein.

Maronen vorbereiten und garen

Waschen muss man Maronen nur sehr selten! Maronen vor dem Rösten kreuzweise auf einer Seite einschneiden (dann lassen sich die Maronen auch später besser pellen) Maronen auf einem Backblech verteilen und im Ofen bei 225 Grad etwa 15 bis 20 Minuten rösten; wenn die Maronen an einer Stelle bereits leicht schwarz sind, sind sie gar) Maronen aus dem Ofen nehmen (Achtung: Die Maronen sind sehr heiß!) Maronen pellen und auch die Häutchen, die um die Esskastanien liegen, entfernen.

Haltbarkeit und Lagerung von Maronen

Wenn du die Kastanien eigenhändig vom Boden gesammelt hast, kannst du sie problemlos noch ein paar Tage an der frischen Luft liegen lassen. Hierdurch wird das süße Aroma der Schalenfrüchte sogar noch intensiver. Dann solltest du sie jedoch schnell aufbrauchen, da sich Kastanien bei Raumtemperatur nur etwa eine Woche halten. Danach fangen sie an zu keimen und verlieren mehr und mehr ihres typischen Aromas.

Wesentlich länger kannst du dagegen die verwandten Dauermaronen verwenden. Sie müssen zwar selbst geerntet werden (meistens ab November), lassen sich aber einem kühlen und trocknen Ort bis zu drei Monate lagern.

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Frohe Weihnachten!

Maronen-Rezepte

Schon als Kind hast du Maronen auf dem Jahrmarkt geliebt? Dann wirst du dich jetzt besonders freuen. Bei uns findest du nämlich Maronen-Rezepte, die jeden Jahrmarkt-Klassiker in die Tasche stecken. Ob als Hauptgericht, Beilage zu Fleisch, leckere Füllung, Kruste, in einer Suppe oder als süßes Dessert - die Edelkastanie macht überall eine gute Figur und schmeckt in vielen Varianten.

Gerade deshalb eigenen sie sich auch besonders gut für festliche Menüs. Den Gästen wird nämlich garantiert ein "Wow" entlockt. Und wer für Vor- und Hauptspeise schon etwas anderes geplant hat, kein Problem: Maronen lassen sich auch in Dessert-Rezepten nicht lumpen. Wir zeigen dir, welche Maronen-Rezepte du unbedingt einmal ausprobieren solltest.

Maronensuppe

Hauptgerichte mit Maronen

Maronen als Beilage

Nachspeisen mit Maronen

Kleine Gemüse-Warenkunde

Interessante Beiträge aus dem Forum

Beitrag von Fee017: Herbstzeit - Maronenzeit; welche sind besser: die selbstgemachten oder die vom Maronenröster auf der Straße?

Zu Maronen habe ich erst letzten Winter gefunden. Da ich am Land lebe, sieht man bei uns nirgendwo die bekannten Maronenröster auf der Straße, die erlebte ich erst, als ich anfing Städte auch im Winter zu bereisen. Bin sofort auf den Geschmack gekommen. Macht ihr euch auch selbst eure Maronen? Habs heute ausprobiert (Freitags lagen sie noch als Deko auf meinem Serviertisch - heute in der Pfanne), doch der erste Versuch überzeugt mich nicht so. Sie waren doch noch oder vielleicht auch schon etwas hart. Was hab ich falsch gemacht? Gibts Tipps von erfahrenen Maronenröstern? Leider hab ich nur eine Herdplatte zur Verfügung, also alle möglichen Backofenvarianten fallen da schon weg. Vorher kochen oder nicht?

Kommentare

Maronen Kastanien Rezepte Warenkunde

auchwas schrieb: Maronen und alle die leckeren Rezepte damit.

Ich mag Maronen und bin begeistert von vielen Zubereitungen. Nur das "Pellen" und "Enthäuten" ist schon eine größere Sache und mit mancher Pein an den Fingern verbunden. Und das "Wie" mache ich das am Besten, dass ist die Frage und fast schon eine Kochkunst oder Bratkunst würde ich mal sagen. Ich kenne 3 Methoden: Aufritzen und in den heißen Backofen. Aufritzen und über Wasserdampf kochen. Aufritzen und im Wasser kochen. Ich mache die Methode über dem Wasserdampf, ich habe ein Dämpfsieb, wo darunter Wasser in eine Pfanne oder großen Topf, das Dämpfsieb darauf, die 3x eingeritzten Kastanien drauf und 10-15 Minuten kochen. Dann raus und mit einer Zange oder einer Kartoffelschälhilfe festpicken und die Schale abmachen und dann die Haut. Wenn der richtige Zeitpunkt der Kastanien/Marone in Wasserdampf, abgepasst wird, dann schält sich alles ganz leicht runter. Der Zeitpunkt ist abhängig wie die Schale und wie frisch die Kastanie/Marone ist, ist sie schon älter und angetrocknet, ist es eine schwierige und mühselige Arbeit. Wenn man Gelegenheit hat auf dem Mark welche zu bekommen und für einen kleine Imbiss ist das bestimmt eine tolle Sache. Auch die angebotenen Maronen auf die o.beschriebenen Arten zu bearbeiten für Kuchen und Plätzchen lohnt, finde ich. Nur die über Wasserdampf enthäuteten sind für die sofortigen Verzehr nicht soo schmackhaft die sollten schon dann nochmals in Sirup gekocht werden. Wenn man sie im Backofen macht kann man sie länger rösten und dann gleich essen dann haben sie mehr Aroma. 

Maronen Wissenswertes

karlchen schrieb: Geröstete Maronen aus der Pfanne

@fee017: Man kann die Maronen auch in einer gußeisernen Pfanne mit Deckel rösten. Vorher muß man sie einschneiden, nicht nur die Schale, sondern auch die Haut die darunter sitzt. Damit sie nicht ansetzen, sollte man von Zeit zu Zeit umrühren, oder die Pfanne vorsichtig ein wenig schwenken/bewegen. Wenn sich die Maronen sichtbar geöffnet haben und sich schälen lassen, dann sind sie fertig, andernfalls einfach nochmal weiter rösten. Damit das Rösten in der Pfanne nicht so lange dauert, kann man die Maronen auch vorher ein paar Minuten im Wasser kochen. Ich lege sie immer zuerst in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und werfe alle weg, die nicht schwimmen. Bei denen die untergehen, ist der Wurm drin. Die guten koche ich dann in der Mikrowelle für 10 Minuten bei 800 Watt, wenn sie komplet gar sein sollen. Die Maronen schneide ich vorher nicht ein, dann trocknen sie nicht aus und behalten den ganzen Geschmack. Nachher halte ich sie in einem Sieb ganz kurz unter kaltes Wasser, damit sich sie anfassen kann. Dann schneide ich die Spitze mit einem scharfen Messer ab und schäle sie. Das Schälen geht sehr leicht, auch das Häutchen geht problemlos ab.

Maronen Herkunft

Carrie schrieb: Maronen aus der Pfanne

Ich habe gestern mal getestet ob es funktioniert und tatsächlich ging es wunderbar. die maronen kreuzförmig eingeritzt und in einer dicken gusseisernen pfanne bei großer hitze ständig in der pfanne bewegt. hat eine weile gedauert aber das ergebnis war besser als im backofen da es schon eher so war wie die aus dem maronenröster.....

Maronen Rezepte

carina schrieb: Eigener Ofen

Wir haben uns einen kleinen Maronenbräter für zu Hause besorgt. Funktioniert wirklich ganz toll und sie haben auch das gute Röstaroma. Ohne Ofen hab ich sie immer im Backofen gemacht und auch das ging. Nichtsdestotrotz finde ich, dass der Maronenröster auf der Straße nochmal irgendwas anders macht ... bin aber noch nicht dahintergekommen :P

Saison Maronen

Aphrodite schrieb:Maronen gesammelt.

Meine waren ganz klein. Und ich war schon fast enttäuscht, bis ich dieses Rezept gefunden habe: Maronen Risotto mit Möhrensaft. "Möglichst klein" kann dann zauberhaft klingen.

Und es liegt wirklich an der Güte der Maronen. Sind sie zu alt, pappt die innere Haut an der Marone und nicht an der Schale. Ich habe die geschälten Maronen einfach nochmals kurz pfannengerührt, in ein Baumwolltuch eingeschlagen und die noch heißen Maronen mit dem Tuch anschließend abgerubbelt. Die Hitze macht den Fingern dann wenig. Die Schale pappt dann im Handtuch :)

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