Pilzrezepte Überblick
Pilz-Rezepte
Pilze richtig bestimmen
Pilzrezepte

Pilze bestimmen: Kleines Pilz-ABC

Es gibt Wildpilze (wer sie selbst sammeln möchte, sollte sich gut auskennen, einen Fachmann um Hilfe bitten oder sich ein gutes Pilze-Bestimmungsbuch anschaffen) und Zuchtpilze, die das ganze Jahr über in großer Vielfalt erhältlich sind. Und: Pilze sind vielfältig, nicht nur, was den Geschmack angeht, sondern auch die Optik: große Hüte, kleine Hüte, braun, weiß, rot, dick, dünn, sie sind Schmarotzer oder leben in einer „Kommune“. Hier erfahren Sie mehr ...

Was sind eigentlich Pilze?

Was sind Pilze
Was sind eigentlich Pilze?

Lange leben Pilze im Verborgenen. Doch ist die Zeit reif, sprießen sie empor, und die Pilzsaison ist eröffnet! Aber wer weiß so genau, was Pilze sind und wie sie leben.

Pilze wachsen unterirdisch und bestehen aus Pilzfäden (Hyphen), die wiederum ein Pilzgeflecht ergeben (das sogenannte Myzel). Pilze, wie wir sie kennen, sind nur der Fruchtkörper, der aus der Erde wächst. Die Sporen, die Pilze in ihrer Fruchtschicht bilden, sorgen dafür, dass viele kleine neue Pilze entstehen.

Röhren, Poren und Lamellen

Pilze bestimmen
Wie unterscheiden sich Röhren- und Lamellenpilze?

Eines haben (fast) alle Pilze gemein – ihren „Bauplan“: einen im Boden verankerten Stiel, einen Hut und eine Fruchtschicht. Unterschieden wird zwischen Röhrenpilzen (sie haben unter ihrem Hut eine röhrenförmige Fruchtschicht) und Lamellenpilzen (mit Lamellen auf der Hutunterseite).  

  • Die Röhrenschicht von Röhrenpilzen, zum Beispiel bei Maronen und Steinpilzen, lässt sich ganz leicht vom Hut ablösen. Die Mündungen der Röhren heißen Poren und sind manchmal sehr auffällig gefärbt, manchmal stehen sie sehr eng beieinander, sodass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.
     
  • Lamellen-Pilze verstecken unter ihrem Hut die besagten Lamellen, die an der Hutunterseite wie Fahrradspeichen von den Hutmitte bis zu dessen Rand verlaufen; diese sind mal biegsam, mal brüchig, mal auffällig gefärbt, mal unauffällig an die Hutfarbe angepasst. Manche Lamellen setzen am Stiel an oder laufen an ihm herab, andere wiederum berühren den Stiel gar nicht erst. Berühmte Lamellenpilze sind Champignons, der Parasol-Pilze, aber auch die giftigsten Pilze überhaupt: die Knollenblätterpilze.

Hut ab!

Steinpilze in der Natur
Pilzhüte können sich im Laufe eines Pilzlebens verändern

Die Hüte von Pilzen sind kugelig, gewölbt, schüsselähnlich oder trichterförmig, erinnern an einen Kegel oder an ein Ei, sind bucklig und haben hin und wieder einen nach innen gerollten Rand. Pilz-Hüte sind immer wieder anders und können sich im Laufe ihres Pilz-Lebens verändern: Sind die Hüte anfangs rundlich, breiten sie sich später aus wie ein Schirm. Und auch die Hutfarbe eines Pilzes verändert sich mit zunehmendem Alter oder wegen des Wetters. Regnet es viel, saugen sich manche Pilze voll, und ihre Hüte werden dunkler. Viel Sonne hingegen lässt so manchen manche Pilz blass aussehen. Und manchmal sind die Hüte so zart, dass die Lamellen durchscheinen.

Tipp: Wie viele Wildpilze sind gesund?
Nach wie vor weisen Wildpilze in Süddeutschland eine erhöhte Strahlenbelastung auf (vor allem Maronen/Maronenröhrlinge und Steinpilze). Verschiedene Pilze lagern zudem Schwermetalle an. Die DGE, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., empfiehlt daher, nicht mehr als 250 g Wildpilze pro Woche zu essen.

Video: Vielfalt der Pilze

Video

Die hier vorgestellten Pilze sind Zucht-Pilze und somit ganzjährig erhältlich: Wie Sie Champignons, Shiitake- und Austern-Pilze vorbereiten, sehen Sie in unserem Video.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

Login