Auf der Suche nach dem perfekten Burger

Auf der Suche nach zwei (essentiellen) Antworten des Lebens: Was gehört auf den perfekten Burger? Und darf man Burger eigentlich mit Besteck essen ...?

Auf der Suche nach dem perfekten Burger
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Bettina Müller

Mein Mann des Hauses ist verrückt nach Burgern. Nein, nicht diese wabbeligen Teile irgendwelcher Fast-Food-Ketten – sondern frisch zubereite Burger mit einem saftigem Brötchen, frisch gegrilltem Fleisch und weiteren Zutaten, die möglichst beeindrucken. Und wenn ein Burger so richtig gut ist, sage ich auch nicht nein.

 

Der perfekte Burger ist uns dabei hier in München noch nicht über dem Weg gelaufen. Deshalb nehmen wir auch gerne immer wieder Empfehlungen auf der Suche nach ihm an. So kam es dann, dass wir letzte Woche im Münchner Stadtteilt Schwabing vor der Speisekarte eines Burger-Restaurants saßen. Die Auswahl war recht beeindruckend. Dort konnte man nicht nur klassische Burger mit Fleisch, sondern auch vegetarische und sogar vegane Burger bestellen. Da eines für mich aber (leider) recht klar ist – auf meinen perfekten Burger gehört Fleisch – kam mir keine fleischlose Alternative auf den Teller.

 

Meine Wahl fiel letztendlich auf das Exemplar mit dem schönen Namen „Birkenwald“ – angepriesen mit Champignons und Kräuterfrischkäse. Ziemlich weit weg von einem klassischen Burger, aber einen Versuch war es mir dann auf jeden Fall wert.

 

Doch die Wahl des richtigen Burgers stellte sich nicht als das größte Problem des Abends heraus: Wie isst man eigentlich einen Burger, der gefühlt 30 cm hoch ist? Hilfesuchend blickte ich zum Mann des Hauses, der mir ganz klar zu verstehen gab: Egal wie groß der Burger ist, man ist ihn natürlich mit den Händen! Hmpf. Wer sich an meine Abneigung erinnert, mein Essen mit den Fingern anzufassen, wird jetzt bestimmt nicht staunen, dass ich kleine Memme kurzerhand doch zum Besteck griff (ich mein, wozu lag es denn sonst auf dem Tisch?).

 

Nächste Frage: Wie isst man einen Burger mit Messer und Gabel? Ich entschied mich dafür, ihn aufzuklappen, die Zutaten  möglichst gleichmäßig auf beide Hälften zu verteilen und dann loszuschneiden und zu futtern.

 

Euch wird es bestimmt nicht wundern: Ein wirklicher Bringer war das nicht. Weder die Zutatenkombination noch meine Burger-Vernichtungs-Methode haben mich am Ende überzeugt. Diese Geschichte schreit also geradezu nach einer Fortsetzung ...

 

Aber vielleicht könnt Ihr mir ja schon weiterhelfen, liebe Küchengötter: Was gehört für Euch auf den perfekten Burger? Und darf man einen Burger überhaupt mit Messer und Gabel essen oder sollte ich mich lieber in die Ecke stellen und für diesen Fauxpas schämen?

 

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Aphrodite
Tokio trifft Bison.

Ich habe mittlerweile drei Lieblingsburger

1. Tokio-Burger (hier auf Küchengötter)

2. Rotwein-Burger (aus Weber's Grillbibel)

3. Bison-Burger inside out (von Nelson Müller)

 

@Bettina, die Schlabber-Fastfood-Burger isst man auf der Hand. Die sind auch so zu bewältigen. Alles was über dieses Format hinaus geht, wird in guten Restaurants (dazu zählen auch die Dinner) mit Messer und Gabel gegessen. Bevor alles aus dem Burger flutscht: Das Brot so dazu essen (mit der Hand) und alles andere mit Messer und Gabel. Ich kann nur immer andächtig schauen, wie manche ihre Burger wegputzen. Die guten Dinger sind da aber gar nicht für gemacht und auch entsprechend teuer - wegen der Qualität. 

Immer muss ich das nicht haben. Aber je ausgefallener, je besser. Und immer mit Fleisch. Wenn ich an Bisonfleisch komme, stelle ich den Bison-Burger ein. Der wurde mittlerweile hundertfach im Internet kolportiert.

Und dann natürlich immer eine abgefahrene Grillsauce dazu!

trudine
Ich bin nicht der grosse Burgerfan

Ich bin gebürtig aus Bremerhaven, dort waren viele Amerikaner stationiert und einmal im Jahr gab es einen grossen amerikanischen Jahrmarkt. Dort gab es leckere Burger mit rohen Zwiebelstücken und hauchdünnen süss-sauer marinierten Gurkenraspeln. Die Burger liessen sich gut aus der Hand essen.

In der Cafeteria hier in meinem dänischen Dorf gibt es einen Burger, der eher ein grosser Salat mit Burger und Brötchen ist. Der ist so hoch, dass es mir unmöglich ist, den mit der Hand zu essen. Den esse ich (wenn ich ihn dann mal esse) so, wie Aphrodite es beschrieben hat - erst das Brötchenoberteil mit der Hand und dann den Rest mit Messer und Gabel.

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