Bunte EM-Vielfalt: Was haben die Teilnehmer kulinarisch zu bieten?

Ganz Europa fiebert mit seinen Mannschaften und hofft auf ein neues Fußball-Sommermärchen. Wir stellen eine bunte Auswahl einiger landestypischer Gerichte vor.

Bunte EM-Vielfalt: Was haben die Teilnehmer kulinarisch zu bieten?
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küchengötter Redaktion

Bis zum 29. Juni müssen wir uns noch gedulden, dann wissen wir, welche Fußballmannschaft die beste Europas ist. 16 Nationen kämpfen um den Pokal – Zeit für die Küchengötter, einen Blick in die europäischen Kochtöpfe zu werfen und einige landestypische Gerichte vorzustellen. Wir wünschen Guten Appetit!

 

Beginnen wir mit dem amtierenden Europameister. Weißbrot, Schafskäse, Joghurt, Obst und Gemüse sowie Fisch und Fleisch prägen die griechische Küche. Gemüse und Hackfleisch werden gerne gemeinsam überbacken, wie bei unserem griechischem Klassiker Moussaka. Kartoffeln und Hackfleisch werden hier mit einer Eiermilch überbacken. Die typische Würze kommt durch den Zimt zustande.

Die türkische Küche ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Frisches Gemüse, Lamm-, Kalb-, Rindfleisch und Huhn spielen ebenfalls eine große Rolle. Wir haben uns für eine Teigpastete mit Hackfleischfüllung entschieden. Diese klassische türkische Hackfleischpastete braucht etwas Zeit und ein bisschen Übung beim Umgang mit den yufka-Blättern, aber es lohnt sich allemal!

Weiter geht es nach Norden: Die traditionelle schwedische Küche ist einfach und ländlich geprägt. Natürlich gibt es Fisch in vielen Variationen, Elch- und Rentierfleisch und das berühmte Smørrebrød: In hunderten Varianten belegte Brote. Wir empfehlen den Schwedenklassiker Gravad Lax, frischen Lachs, der mit Salz und Gewürzen roh mariniert wird. Gravad Lax bedeutet übrigens vergrabener Lachs, weil er früher im kalten Boden gelagert wurde.

Suppen und Eintöpfe prägen die russische Küche - kein Wunder bei langen harten Wintern. Als Beilage gibt es oft Plinsen oder Blini. Die russische Pfannkuchen-Variante wird klassisch mit Buchweizenmehl und Hefe zubereitet.Unser Rezept Blinis mit Borschtschgemüse vereint diese zwei russischen Klassiker. Der leicht nussiger Geschmack der Blinis harmoniert wunderbar mit der erdig-süßlichen Note der Rote Beten.

Die Genießerküche schlechthin kommt aus Frankreich. Wird die „Haute Cuisine“ durch teure Zutaten bestimmt, setzt die „Nouvelle Cuisine“ vor allem auf Leichtigkeit und den unverfälschten Eigengeschmack der Lebensmittel. Wir empfehlen einen echten französischen Klassiker, eine Bouillabaisse. Die berühmte Fischsuppe aus Marseille war ursprünglich ein einfaches und preiswertes Gericht der Fischer aus den übrig gebliebenen Fisches des Tages.

Sonne, Strand und gutes Essen: La dolce vita, das süße Leben, spiegelt sich auch in der italienischen Küche wider. Pizza und Pasta sind Klassiker, ebenso die vielen Süßspeisen. Passend zur Jahreszeit empfehlen wie eine Zabaione mit Erdbeeren. Dieser Klassiker ist blitzschnell aufgeschlagen und braucht dazu ein Wasserbad.

In Spanien werden Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte gleichmaßen favorisiert, die Küche ist so vielfältig wie das Land selbst. Aus Valencia, dem Hauptanbaugebiet für spanischen Reis, stammt auch unser Rezeptvorschlag für eine klassische Paella mit Hühnerfleisch, Meeresfrüchten und reichlich Safran gewürzt.

Spaniens Nachbar Portugal hat kulinarisch mehr zu bieten als die bekannten Ölsardinen aus der Dose. Ein Großteil der portugiesischen Küche machen Fisch und Meeresfrüchte aus – kein Wunder bei direkter Atlantiklage. Das portugiesische Nationalgericht ist ebenfalls ein Fisch, der Bacalhau –  gesalzen und getrockneter Kabeljau. Angeblich gibt es mehr Zubereitungsarten für den Bacalhau als das Jahr Tage hat: Als Kroketten, Auflauf, Eintopf...Wir bleiben beim Klassiker Bacalhau con verduras oder Stockfisch mit Gemüse. 

Milch, Butter, Käse und Fisch spielen in der Niederländischen Küche eine große Rolle. Stolz sind die Holländer vor allen auf ihren Matjes, der eigentlich ein Hering ist. Matjes werden kalt verzehrt, zum Beispiel ganz "pur" auf einem Brötchen, aber auch in Fisch- oder anderen Salaten. Wer Lust auf was Deftiges bekommen hat: nichts wie ran an den Kochtopf und im Handumdrehen das Matjesfilet mit Schinken-Bohnensauce zaubern.

Die kroatische Küche ist stark regional geprägt und entsprechend vielfältig. Wir empfehlen einen kroatischen Schnitzelbraten am Spiess zur Grillsaison. Und danach einen Slivovic, den berühmten kroatischen Pflaumenschnaps.

Die polnische Küche ist rustikal und herzhaft, Fleisch wird sehr häufig verwendet.  Bekannt ist auch die Zubereitungsart „nach polnischer Art“: Hier wird das Gemüse, meist Weißkohl, vollständig durchgegart und mit gebräunten Semmelbröseln und zerlassener Butter übergossen. Wir haben uns einen herzhaften Eintopf herausgesucht: Sauerkrautsuppe mit Kassler.

Ebenfalls sehr fleischlastig ist die Küche des Nachbarn Tschechien. Fleisch, Knödel und Soße werden gerne gegessen – das Nationalgericht ist natürlich der Schweinebraten mit böhmischen Knödeln und Sauerkraut. Wir wollen Ihnen Mohnbuchteln als süßen Klassiker vorstellen: Den Klassiker aus der böhmischen Küche sollten Sie am besten warm genießen. Als sättigende Mehlspeise darf er ruhig auch mal ein süßes Mittagessen sein! 

Die rumänische Küche ist eine Vielvölkerküche. Besucher berichten auch von riesigen Portionen und einem ausgiebigen Gebrauch von Knoblauch zum Würzen, kein Wunder im Land der Vampire. Den brauchen Sie ebenfalls, wenn Sie die Krautwickel mit Reis und Steinpilzen einmal Nachkochen möchten. Die auch Haluschken genannten Kohlrouladen stammen ursprünglich aus Rumänien und werden dort aus Kohlköpfen bereitet, die wie Sauerkraut eingesäuert werden.

Und last but not least die zwei Gastgeber Österreich und die Schweiz. Die österreichische Küche ist natürlich vor allem berühmt für ihre Süßspeisen. Nicht minder bekannt ist das (ursprünglich aus Mailand stammende) Wiener Schnitzel. Das echte Wiener Schnitzel muss dünn aus der Kalbskeule geschnitten sein und sofort heiß aus der Pfanne, außen knusprig und innen saftig, auf den Tisch kommen. Ein Spritzer Zitrone macht den Genuss perfekt.

Die Schweizer haben noch keine Europameisterschaft gewinnen können – dafür sind sie Weltmeister beim Schokoladenkonsum. Die Schweizer Küche verbindet Einflüsse aus der Deutschen, Französische und Norditalienischen Küche, in allen Regionen dominieren aber Milchprodukte wie Käse, Butter und Sahne. Wir haben uns einen Klassiker aus der Romandie ausgesucht: Das Käsefondue. Das Schweizer Nationalgericht schmeckt am besten mit einem fruchtigen Weißwein. Zur besseren Bekömmlichkeit zwischendurch eine Runde Kirschwasser servieren.

 

Apropos: Was ist eigentlich typisch für die Deutsche Küche? Welches sind die echten deutschen Klassiker? Eisbein und Sauerkraut? Kartoffeln? Oder gar Brot? Wir sind gespannt auf Eure Meinungen!

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Wackelpeter
Deftig!

Die Deutsche Küche würde ich als eher deftig bezeichnen. Spontan fällt mir der Schweinebraten ein, oder das genannte Eisbein mit Sauerkraut, die Bratwurst in sämtlichen Variationen (z. B. auch als Blaue Zipfel), (Kohl-)Rouladen, Saumagen, Grünkohl mit Pinkel und und und ...

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