Der Adventskalendertest, Teil 2: Süße Ergebnisse

6 von 24 Adventskalendern, die uns beim großen Küchengötter-Test aufgefallen sind - positiv wie negativ.

Der Adventskalendertest, Teil 2: Süße Ergebnisse
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Kommentare
Sebastian Dickhaut

Gehen wir’s an: Die sechs bemerkenswertesten Adventskalender aus unserem Video (von Andrea Huber und Catherina Conrad) im Porträt – inklusive einem Bekenntnis zum Schoko-Trash und der Entdeckung des Weihnachtshasengeheimnisses. Exklusive Preisangaben, Sensoriktestnoten und Objektivitätsanspruch – hey, es geht hier nur um Adventskalender. Viel Vergnügen.


Die No-No-Name-Kalender – Friedel zu Windel von Rübezahl

Wie gesagt - der wahre Adventskalender ist ein No-Name-Kalender. Ein bisschen größer als ein kleiner Zeichenblock, vorne drauf eine mehr oder weniger geschmackvoll Winterszene mit Kindern, Päckchen, Tannenwald vom anonymen Grafikknecht, drinnen 75 g kleine Schokoladenfiguren von Engel bis Kerze zu weniger als 1 Euro. Nie haben wir früher nach dem Hersteller gefragt, nie haben wir auf der Rückseite nach ihm oder gar nach der Zutatenliste gesucht. Hauptsache, die Milchschokolade hatte diesen leicht trashigen Geschmack, den man nur an Weihnachten und Ostern mag. Dass der unter anderem durch grenzwertige 30 % Kakaomasse (drunter ist’s keine Vollmilchschokolade) mit dann doch 40 % vom feinen Criollo-Kakao (erst dann darf es „Edelvollmich” sein) erzeugt wird, wissen wir heute. Aber dass sich hinter dem Namen Rübezahl der größte Schokonikolaus-Hersteller der Welt verbirgt, habe ich erst letzte Woche im Bahnmagazin erfahren. Darum kümmern wir uns im nächsten Advent.
Rübezahl & Friedel: http://www.sunrice.de/
Windel: http://www.windel-candy.com


Die No-No-Go-Kalender – von Bob bis Sponge

Bob The Builder, Spongebob, Donald Duck – alles klasse Typen. Aber im Advent kommt ihre Zeit frühestens an Heiligabend unterm Baum. Weswegen sie auf dem Kalender nichts zu suchen haben. Und da drinnen schon gar nicht. Beim ersten Mal ist das ja noch witzig, dass tatsächlich Plankton statt Nikolaus hinterm Türchen warten. Aber irgendwann nervt es, schon wieder nur ein viereckiges Täfelchen mit einer Comicfigur drauf rauszuholen. Und das ist bei allen oben genannten so. Dass der Geschmack sich leicht der Kuchenglasur nähert, macht den Comic-Promi-Faktor noch lästiger. Denn: Große Namen verpflichten, liebe Rübezahls.


Der Event-Kalender – Rauschs Weihnachtsbärenmarkt

Wer den im Zimmer hängen hat, bei dem ist morgens richtig was los. Sobald das große Tor geöffnet wird, dudelt einen „Rudolf the Red Nose Reindeer” an, dann gibt’s täglich gute 10 g massive Edelvollmilch (32 % Kakaomasse) von Rausch in schönen klassischen Formen auf die Hand. Das tröstet darüber hinweg, dass Rudolf bei jedem Lichteinschalten gleich wieder das Dudeln anfängt und der Teddybärenmarkt inklusive Schneemannbär schon arg putzig wirkt. Rätselhaft: Der kleine Bär rechts, der von einem Elternteil aus dem Fenster geworfen wird. Oder soll’s eine Bärenengel sein?
www.rausch-schokolade.de


Der Markenkalender – Milkas lila Weihnachtsmarkt

Dafür, dass Milka nicht wie die anderen Schokogroßmarken irgendwas aus dem Sortiment in seinen Kalender gepackt hat, kriegt es hier ein Lob und ist auch entschuldigt für seinen lila Fix-und-Foxi-Markt im Schokoladentafelformat. Hinter den Türen stecken 200 g detaillierte Figuren in Edelvollmilch, verziert mit weißer und dunkler Schokolade (?), gefüllt mit einer Milchcreme – fast schon zuviel des Süßen, aber normale Menschen essen davon auch ja nur eins am Morgen. Danach empfiehlt sich ein kleines Wurstbrot.
http://www.milka.de

 

Der Geheimnishasenkalender – Heidel trifft Felix

Wer Kinder hat, wundert sich nicht über Weihnachtshasen. Eltern wissen, dass Kinderbuchstar Felix nicht nur in jeder Lebenslage anzutreffen ist, sondern auch noch über erstklassiges Merchandising-Managment verfügt. Das verschweigt uns auf der Kalenderrückseite zwar die Produzenten der Schokolade, aber wir sind ja schon Profis: Puppenmacher Sigikid macht die Puppe Felix, außerdem macht die Confiserie Heidel für Sigikid einen Adventskalender mit 37 % Kakaomasse – diesen Spitzenwert hat auch der Felixkalender. Voila, die Parallelöffnung beweist: beides kommt aus dem selben guten Haus – feine dunkle Edelvollmilch mit Schmelz. Merkwürdig nur die Weihnachtskarte zum Ausschneiden auf Felix’ Rückseite – ist die fürs nächste Jahr?
http://www.confiserie-heidel.de/weihnachten.html


Das Superdiscoloftding –Heilemann meets Jenny D.

Was für ein Teil! Fett wie die Weihnachtsbibel, pink wie der Christopher Street Day, silbern wie eine Discokugel – dieses ganz und gar unbescheidene Adventskalenderdoppelalbum von Heilemann „designed by Jenny Dreifuss” verwandelt jede Wohnküche ins Studio 54 (Saturday Night Fever, Frankie goes to Hollywood, you know). Hinter den Türchen herrliche Kitschobjekte vom Robbenbaby bis zum handgroßen Weihnachtsmann, die allerdings innen hohl sind und geschmacklich nicht so toll, wie man es von außen erwartet hat. Auch hier gilt: Die Party bist du selbst.
www.heilemann.de

Wer es ganz genau wissen will, erfährt hier noch mehr zum Thema Schokolade.

Und wer sich fragt, was wir mit der ganzen Schokolade zum Schluss gemacht haben - getrunken.

Schokowahn

576 Schokofiguren und die meisten Weihnachtsmänner?! Jetzt ist ja die ganze Überraschung dahin! Da hast Du ja ein ganz schönes Chaos hinterlassen. Verstehe, das ist also der Vorteil vom "Auswärtsbloggen". Also wenn Ihr noch Leute sucht, die Chaos in der Küche hinterlassen... ich bin jederzeit dabei! :-)

sannexyz
Heilmann.de funktioniert leider nicht :(

Hallo Kuechengoetter!
Ich sitze gerade im Verhaeltnis zu Deutschland warmen Macau und wollte mich schon mal bis zu meiner Rueckkehr in Weihnachtsstimmung bringen lassen. Da ich ein Adventskalender- und Schokoladenfan bin konnte ich mir Euren Bericht nicht entgehen lassen. Besonders neugierig war ich auf den "Disco-Kalender". Leider funktioniert der Link zu Heilemann.de nicht :(
Vielen Dank aber fuer die leckeren Infos :)

Viele Gruesse aus Macau,
sannexyz

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