Der Link zum Sonntag: Die Maschine und das Mittagessen

Schokoriegel aus dem Automaten? Ok. Eine Tüte Chips aus dem Automaten? Ok. Aber ein Hummer?

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Kommentare
küchengötter Redaktion

Anfang des Jahres eröffnete in New York der erste Cupcake ATM, also quasi ein Bankautomat für Minitörtchen. Hier kann man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Cupcake „abheben“. Auf der anderen Seite des Teiches hat man ja bekanntermaßen schon lange ein Faible für das schnelle Essen, am besten to go. Aber auch hierzulande gibt es bereits einige Automaten, die auf Knopfdruck „ofenfrische“ Pizzen aus dem Automaten bieten. Nur 180 Sekunden muss man warten, bis der italienische Klassiker verzehrfertig aus dem Schlitz gefahren kommt. Aber ob sie auch so schmeckt, wie bei Luigi um die Ecke?

Eine Skurrilität, die wir Euch auf keinen Fall vorenthalten wollten, ist „The Lobster Zone“: Ein Spielautomat, an dem man sich anstelle eines Kuscheltiers einen Hummer fangen kann. Frei nach dem Motto „Du fängst ihn, wir kochen ihn“. 

 

Aber nicht jedes Lebensmittel, was aus einer Maschine kommt, ist automatisch ein fragwürdiges Produkt. Denn die sog. „Milchtankstelle“ von Bauer Peter Bloching aus Uigendorf bietet regional erzeugte frische Lebensmittel aus dem Automaten. Bereits seit 1996 vermarktet er die Milch von seinen glücklichen Kühen selbst, indem er sie direkt zu den Kunden nach Hause liefert. Frischer geht’s nicht. Was aber, wenn man 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, Zugang zu frischen regionalen Produkten haben möchte, hatte sich Bauer Bloching gefragt. Geht nicht? Geht doch! Und zwar mit seiner innovativen Idee einer „Milchtankstelle“. Also ein Automat, in dem 120 l Milch neben anderen Produkten, wie Wurstdosen, Butter, Quark und Käse Platz haben: Alles frisch, alles aus regionaler Erzeugung. Also wie beim Kauf direkt vom Hof, nur eben aus dem Automaten und zu jeder Zeit verfügbar. Und wer einmal auf dem Land gewohnt hat, der weiß, dass es außerhalb der Ladenöffnungszeiten schier unmöglich ist noch ein Pfund Butter zu kaufen. Ganz nebenbei macht sich Bauer Uigendorf mit seiner Direktvermarktung unabhängig vom Lebensmitteleinzelhandel, auf den Milchbauern, wie man weiß, meist gar nicht gut zu sprechen sind. 

 

Was haltet Ihr, liebe Küchengötter, vom Essen aus der Maschine? Eine Bereicherung bzw. Erleichterung des Alltags oder total überflüssig? 

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Aphrodite
Tierquälerei.

Lebende Hummer in Wasserbassins sind schon eine Qualität für sich. Kuscheltier-Hummer aus einem Spielautomaten zu fischen und dann dafür einen frischen Hummer zubereitet zu bekommen, ginge so gerade. Wären die Hummer Hunde oder Katzen, wäre das Geschrei groß. Auf solche skurrllen Ideen kann ich verzichten.

 

Die Selbstvermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen finde ich nicht schlecht. In Norddeutschland haben sich ein paar Bauern zusammengetan und verkaufen Jahreszeiten-Milch. Das was an Futter rein kommt, kommt als Milch wieder heraus. Und das schmeckt man.

 

Statt Automaten finde ich Kooperativen besser: Nicht jeder macht Klein-Klein. Dann ist auch das Angebot größer und die Öffnungszeiten in den Hofläden länger. Wenn allerdings Automaten kurze Wege heißen, also diese an zentralen Orten stehen, bin ich sofort dabei. Die Häuschen sehen ja witzig aus.

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