Der Link zum Sonntag: Die Sache mit dem Frühstück

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Oder etwa doch nicht?

11
Kommentare
küchengötter Redaktion

Wer kennt sie nicht, die Weisheiten über die Mahlzeit am frühen Morgen: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Ohne Frühstück sollte man das Haus nicht verlassen. – Fällt Euch noch eine ein?

 

Aber kann es sein, dass wir alle einem Irrglauben unterlegen sind und gar nicht frühstücken müssten? Können all diejenigen, die sich täglich zwingen, morgens wenigstens eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen, obwohl sie gar keinen Hunger haben, endlich Schluss damit machen? Wenn wir den Worten von Christop Raschka, Allgemeinmediziner und Sportwissenschaftler der Universität Würzburg, glauben, lautet die eindeutige Antwort Ja: „ Rein evolutionsbiologisch reicht es, die erste Mahlzeit des Tages mittags zu sich zu nehmen“, hat er in einem Interview mit "DRadio wissen" nun erklärt und erläutert seinen spannenden Ansatz anhand der Evolutionsgeschichte und unseres Blutzuckerspiegels. Reinhören können wir sehr empfehlen.

 

Und nun, liebe Küchengötter, alle Morgenrituale umkrempeln? Was haltet Ihr von diesem Ansatz?

Interessanter Beitrag, aber...

ich denke, das sollte jeder nach seinen persönlichen Bedürfnissen handhaben. Ich brauche ein vernünftiges Frühstück zum Start in den Tag, sonst bin ich nicht leistungsfähig. Gerne Müsli oder Porridge mit frischem Obst (also ganz schlecht für den Blutzuckerspiegel ;-)). Ich fahre gut damit und sehe für mich keinen Anlass, meine Gewohnheiten diesbezüglich zu ändern. Aber für die Menschen, denen einfach nicht nach Frühstück ist, heißt das doch, dass sie sich nicht länger dazu zwingen müssen. Also jeder wie er mag - und wer weiß, vielleicht gibt es nächstes Jahr schon eine neue Studie, die dann besagt, dass das Frühstück doch ganz furchtbar wichtig ist...

Kochmamsell
Ohne Frühstück

Ich frühestücke seit ca. 25 Jahren nur noch, wenn ich im Urlaub oder im Krankenhaus bin, zuhause überhaupt nicht mehr. Kriege früh morgens einfach nichts runter, da reichen dann zwei Tasen Tee. Aber wie schon gesagt, jeder wie er es mag oder verträgt.

JulietteG
"Wir haben verlernt, auf unseren Körper zu hören!"

Das ist eigentlich die einzige Aussage, die ich in dem Interview wirklich unterschreibe... Daneben sagt Herr Raschka selbst, dass jeder Mensch unterschiedlich is(s)t! Eigentlich relativiert er sich meines Erachtens während des Interviews, denn Ernährung ist individuell, wie er selbst sagt. Warum sollte dann ein individuelles Frühstück "schädlich" sein, nur weil die Urzeitmenschen kein Frühstück zu sich nahmen.

 

Ist es denn tatsächlich belegt, dass die Urzeitmenschen kein Frühstück zu sich nahmen? Natürlich mussten sie mangels Kühlmöglichkeiten das Essen stets frisch besorgen, aber ein paar am Abend gepflückte Beeren oder andere Früchte konnten doch am nächsten Morgen noch verzehrt werden. 

 

Ich glaube, dass es zum richtigen und gesunden Essen ungefähr so viele Meinungen wie "Experten" gibt. Dazu kommen die zahlreichen und immer mehr werdenden Diätangebote, die natürlich auch alle jeweils die einzig sinnvolle Art der gesunden Ernährung anbieten und beispielsweise von "Experten" wie Detlef D. Soost "belegt" sind. Allein das Frühstück ist sicherlich nicht die Hauptursache für Diabetes und Übergewicht. Wenn ich nicht frühstücke, aber nachmittags eine Tüte Chips wegfuttere, kann ich nach Herrn Raschka zwar ein reineres Gewissen haben, habe jedoch sicherlich nicht meine Gesundheit gefördert sondern eher mein Gewicht.

 

Ich war noch nie der größte Frühstücker... Als ich klein war, hat meine Mutter zunächst darauf bestanden, aber wir konnten uns dann irgendwann darauf einigen, dass sie mir die Scheibe Brot von morgens einfach mit in meine Essensbox für die Schule legt, weil ich mich wirklich beim Frühstück gequält habe.

 

Seit dem meine Schilddrüse und ich uns nicht mehr so gut verstehen und darüber hinaus die Schidldrüsentabletten und ich uns noch weniger verstanden haben, muss ich morgens etwas essen, da es mir ansonsten nicht gut geht. Das war anfangs wirklich eine Qual, denn ich habe morgens einfach keinen Appetit. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und es funktioniert immer besser, aber eben nur, weil ich weiß, dass ich den Tag sonst vergessen kann.

 

Jetzt würde mich allerdings tatsächlich interessieren, ob manche sich morgens ein Frühstück sozusagen herunterzwingen, nur weil es heißt, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag wäre?! Für mich war das schon immer mein Abendbrot! :)

 

P.S.: Und traue keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast! :) 

apprenti1
Frühstück nur am Wochenende und im Urlaub.

Im Urlaub in der Regel ausgiebig, weil ich gerne Sport nach dem Aufstehen mache und ich dies nur im Urlaub auf die Reihe bekomme. Danach bekomme habe ich Hunger auf ein ausgiebiges Frühstück. Ansonsten gibt es täglich nach dem Aufstehen einen 1/2 liter Wasser und eine Tasse Grüntee. Ganz ohne geht es allerdings nicht bis zum Mittag. Ein belegtes Brot muss dann zwischen 9.00 und 10. Uhr schon sein.

KarottenNase
Ich esse erst wenn der Hunger angezeigt wird

Ich bin ein Frühstücksmuffel vor dem Herrn. Wenn ich Frühdienst habe müßte ich um 3:30 Uhr was essen. Das kann ich einfach nicht. Mein Hunger kommt so bei 9:00 Uhr. Ich trinke aber etwas bevor ich das Haus verlasse, Tee oder einen Kakao oder einen frischen Saft. So hat der Magen erst mal was zu tun. Mittag essen ich zumeist am Abend, das bin ich von Kindesbeinen an gewohnt, dass die warme Mahlzeit am Abend gegessen wird. Übern Tag gibt es Obst, Rohkost oder ein Sandwich. Ab und an auch ein Fruchtjoghurt.

Belledejour
Ohne Frühstück

ist der Tag für mich garnichts wert. Das war schon immer so und deshalb ist unser gemeinsames Frühstück ein sehr wichtiger Bestandteil des Tages. Es dauert allerdings immer auch 1 Stunde und selbst wenn ich deshalb früh aufstehen muss.

Jeder also nach seinem Gusto.......

lundi
Essen nach Bedarf

Gibt es Menschen, die sich morgens etwas reinzwängen, obwohl sie nicht mögen und sie es "gesundheitsbedingt" nicht müssten? Nur weil mal jemand gesagt hat, es wäre wichtig?

 

Nicht im Traum würde mir einfallen, morgens etwas zu essen. Müsli, Joghurt oder Obst schon gar nicht, viel zu viel Säure. Genau wie ich morgens niemals joggen könnte. Ich frühstücke nicht. Meine 3 Kinder auch nicht. Mein Mann manchmal. Daran wird keine Studie der Welt etwas ändern. Warum auch?

 

Ich finde Abendessen viel wichtiger. Da hat man Zeit und Ruhe und kann ganz entspannt in fröhlicher Runde genussvoll die Nahrung zubereiten und aufnehmen, statt mit verschlafenem Blick auf die Uhr schnell was reinzuschieben.

 

Eines hat mich am Bericht doch recht positiv gestimmt. Wenn ich morgens nichts esse, esse ich den ganzen Tag über weniger. Genauso ist es. "Abnehm-Experten" behaupten oft das Gegenteil.

muffinqueen
Füher war alles besser...

Ich habe tatsächlich gerade erst woanders gelesen, der Mensch bräuchte kein Frühstück, denn unsere Vorfahren hätten ja auch keines zu sich genommen. Das geht für mich sehr in die Richtung "früher war alles besser", was ich für totalen Unsinn halte. So eine Argumentation bringt einen doch um den Verstand. Ich brauche jetzt sicher nicht aufzuzählen, worauf die ersten Menschen gern verzichtet hätten (täglicher Kampf ums Überleben und so). Warum werden wir heute wohl viel älter als die damals? Das ist ja auch irgendwo das Prinzip von Evolution. Ich denke nicht, dass heute alles perfekt ist, und sicher ergeben sich aus unseren Fortschritten neue Probleme (siehe Zivilisationskrankheiten etc.). D.h. aber im Umkehrschluss nicht, dass es früher besser war. Und hätten unsere frühesten Vorfahren die Möglichkeit gehabt, hätten sie zu einem Frühstück sicher nicht nein gesagt. PS: Ich bin übrigens auch kein großer Frühstücker, mag aber das Zusammensitzen mit der Familie oder stundenlanges Brunchen mit Freundinnen:)

lundi
@muffinqueen

Die Aussage ist: Der Mensch braucht nicht unbedingt Frühstück. Es heisst nicht: Er darf nicht frühstücken. Es heisst auch nicht: Frühstück ist schädlich. Das finde ich doch liberaler als die ewige Vorhaltung, Frühstück wäre superwichtig. Und das gefällt mir.

 

Gegen Zusammensitzen mit der Familie ist nichts zu sagen, das lieben wir auch, nur nicht morgens um 5:00 Uhr. Stundenlanges Brunchen ist toll, aber für uns nur ganz ausnahmsweise im Urlaub möglich.

Bettina Müller
Frühstück

Ich bin ein totaler Frühstücksfan, das schon mal vorne weg. Trotzdem frühstücke ich unter der Woche nie. 1. Habe ich frühmorgens noch keinen Hunger und 2. wenn ich dann trotzdem etwas essen würde, nur um zu frühstücken, hätte ich zur Mittagspausenzeit noch keinen Hunger, könnte das dann aber nicht auslassen, da es bis zum Abendessen dann doch wieder zu lang werden würde. Somit hätte ich dann schon zweimal gegessen, obwohl ich keinen Hunger hätte - und somit schon wieder zweimal nicht auf meinen Körper gehört. Lange Rede, kurzer Sinn: Unter der Woche trinke ich morgens ganz in Ruhe eine Tasse Kaffee und meine erste Mahlzeit ist dann das Mittagessen. Die größte Mahlzeit ist bei mir auch meist aber erst das Abendessen. Am Wochenende wird das Frühstück dann aber auch umso mehr zelebriert, meist aber auch erst zur Mittagszeit.

 

Den evolutionsbiologischne Ansatz finde ich spannend, hätte meinen Tagesablauf jetzt aber auch niemals damit begründet. Bei mir ist es halt wirklich dieses "wieder lernen, auf den Körper zu hören" und dann zu essen, wenn ich Hunger habe. Und dabei finde ich es ganz wichtig, dass jeder da auf seinen eigenen Kürper hört, wo wir wieder bei der Aussage von Herrn Raschka wären, dass es nichts individuelleres als Nahrung gibt. :-)

Gaston
Ohne Frühstück ist der Tag gelaufen

Ich frühstücke jeden Morgen, durchaus auch etwas mehr. Ohne zwei bis drei Scheiben Brot läuft bei mir wenig. Wenn ich manchmal mitten in der Nacht in den Notdienst muss und erst, wenn überhaupt, so gegen 10 zum Früstücken komme, ist für mich der Tag gelaufen. Dafür entfällt für mich normalerweise das 2. Frühstück, und mittags esse ich selten vor ein Uhr. Dafür fällt bei mir hin und wieder das Abendessen flach. Frei nach dem Motto: Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler.

Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Anzeige
Anzeige
Login