Die Brezn-Frage

Wer ist der perfekte Brezn-Ess-Partner? Eine Küchengöttin auf Partnersuche ...

Die Brezn-Frage
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Viola Booth

Beim ersten Date sollte man sich nie eine Brezn teilen. Zumindest nicht, wenn man in Bayern wohnt und die Trefferquote, einem eingefleischten Brezn-Liebhaber gegenüber zu sitzen, unermesslich hoch ist. Hier lauert nämlich eine Streitfalle (und das schon beim ersten Date). Worum es dabei geht? Nicht etwa um die Schreibweise (an die ich mich als Kölnerin auch erst einmal gewöhnen musste – in meiner Heimat sagt man Brezel). Nein, es geht darum, welcher Teil der Brezn eigentlich am leckersten ist.

 

Seit ich in München wohne, habe ich schon viele Diskussionen solcher Art geführt (wenn auch zum Glück noch nie beim ersten Date). Ich selbst liebe den äußeren, weichen Teil der Brezn, dort wo der Teig aufplatzt. Am besten mit ganz viel Salz. Mit dieser Vorliebe bin ich definitiv nicht alleine. Aber es gibt da noch das andere Lager. Und das beharrt darauf, das innere, harte, schnörkelige Stück der Brezn sei das Beste (gibt es für die unterschiedlichen Stücke der Brezn eigentlich irgendwelche Fachbegriffe? Wenn ja, gerne her damit, dann kann ich bei meinen zukünftigen Brezn-Streitgesprächen mit Know-How punkten).

 

Sollte man sich also immer überlegen mit wem man sich eine Brezn teilt? Bevor am Tisch ein Brezn-Streit ausbricht? Ich hab mal darüber nachgedacht. Auch wenn die Diskussionen über den Teil der Brezn, den man am liebsten mag, ganz schön hitzig sind, sollte man das Wichtigste dabei nicht vergessen: Der perfekte Brezn-Ess-Partner ist der, mit dem man sich streitet. Er isst einem nämlich nie den leckersten Teil der Brezn weg.

 

Wie sieht es bei Euch aus, liebe Küchengötter, würdet Ihr Euch mit mir streiten? Was ist für Euch das beste Stück der Brezn? Wie muss eine perfekte Brezn für Euch sein? Mit viel oder wenig Salz, noch weich und warm? Verratet mir zu welchem Brezn-Lager Ihr gehört!

 

Hier findet Ihr das Brezn-Rezept aus dem Bild.

 

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Krümelinchen
Solange kein Stück verschmäht wird

Demnach lässt sich festhalten, dass es leider keinen perfekten Brezn-Ess-Partner gibt. Entweder man streitet sich darum, was das beste Stück ist, oder bei Einigkeit um dieses an sich. Jedoch wurde ich noch nie Zeuge derartiger Streitereien.

Zwar würde ich eine Diskussion bevorzugen und das leckerste warme, innen weiche, außen knusprige Stück für mich beanspruchen, aber noch besser ist doch: Brezn für alle.

Rinquinquin
Für mich

ist und bleibt es eine Brezel. Hier bei uns sagt man Bretschel.

 

Ich mag meine Brezel mit viel Salz, wenn es grobkörnig ist, umso besser. Drum ist mir das salzige Stück auch am liebsten. Am zweitliebsten wären es die "Arme" (ja, liebe Viola, es gibt auch noch Fachbegriffe), wenn sie schön knackig und knusprig sind, was leider nicht sooo häufig der Fall ist. Frisch muss sie sein, keinesfalls zäh oder, noch schlimmer, trocken. Ich habe mich schon durch viele Variationen gekaut.

 

Dann gibt es noch die Butter-Bretschel. Einmal bekam ich sie in der Klinik, nach einer kleinen Hand-Operation, zum Wiedererwecken der Lebensgeister: eine Salzbrezel, längs durchgeschnitten, mit Butter belegt und wieder zusammengelegt.

Aphrodite
Nördlich des Weißwurst-Äquators.

Vor Jahren habe ich an jedem größeren Bahnhof die Brezel-Bude gestürmt. Mir reichen ja die trockenen Arme. Aber Teilen stand nie zur Diskussion. Genauso wenig, wie man sich ein halbes Brötchen teilt. Im Süden wurde ich dann gefragt, ob ich eine Butterbrezel essen möchte. Was das denn sei, wie ein Buttercroissant? Nein, aufgeschnitten und mit Butter belegt. Gut, dann schmeckt auch das "Aussen-Drumherum". Ansonsten favorisiere ich Rosinenbrötchen oder süße Milchbrötchen. 

Bettina Müller
Brezn

Ich bin ein großer Brezn-Fan und favorisiere glaub ich vor allem den weicheren, äußeren Teil. Gegessen wird aber alles. Ja, die lieben Butter-Brezn sind hier Standard. Ich esse sie am liebsten, wenn die Butter dann noch mit Schnittlauch bestreut ist. Das nennt sich dann Schnittlauch-Brezn. Aich fein: mit Obatzdn. Ja, auch als Preuße lernt man die bayerischen Schmankerl ganz schnell lieben.

sparrow
Glutenfreie Brezeln gibt es selten
Die Brezn-Frage  

Wenn ich eine wirklich gute glutenfreie Brezel möchte, muss ich sie mir selbst backen, denn sie schmecken nur frisch oder aufgebacken gut. Für mich ist das immer ein highlight und sie wird ganz mit Butter gegessen.

A Brezn geht immer!

In Bayern wird dir die Brezn ja quasi in die Wiege gelegt, denn wenn der kleine Zwerg grantig ist und rummoosert, dann kriegt er einen Breznstummel und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Ich mag eigentlich die komplette Brezn, gerne auch als Butterbrezn oder Schnittlauch-Brezn (Butter und Schnittlauch). Die Arme sind super zum in der Streichwurst versenken und mit einer ordentlichen Portion rausholen. A Obazda passt auch prima. Und als Beilage zum Weißwurstfrühstück darf sie auch nicht fehlen. Ab und zu mach ich aus alten Brezn noch Breznknödl, die sind spitze zum Schweinsbraten.

apprenti1
Die schwäbische Variante

wird natürlich bevorzugt. Es ist schon erstaunlich, dass die Brezel Qualität von Region zu Region unterschiedlich ist. Super Brezeln gibt es im schwäbischen in der Heilbronner Region oder natürlich auch in Stuttgart. Die Butterbrezeln sind natürlich obligatorisch. Auf der Schwäbischen Alb findet man dagegen nur selten gute Brezeln. Liegt es am Mehl? Ich weiß es nicht.  Mit den bayrischen Brezeln kann ich nicht so viel anfangen. Zu trocken. Vielleicht liegt es daran, dass das Bier dazu nicht fehlen darf. Ich habe mir letzte Woche Lauge bei meinem "Müller" gekauft und werde mich demnächst an der eigenen Brezel probieren. 

Gabi
Mangelware in Österreich

Gute Brezn sind in Österreich Mangelware. Findet man eine, die vergleichsweise so schmeckt wie in Bayern teilt man diese gerne mit dem Partner - am besten so, dass jeder einen weichen und härteren Teil bekommt. Am liebsten habe ich die großen Brezn, bei der der ganze Tisch satt wird.

crazycook
Ich kann und möchte nicht teilen

denn womit ich meine Brezel vorzugsweise esse ist ein "no go" für viele und absolut ungewöhnlich, so sagt man mir. Der höchste Brezel-Genuss ist eine schwäbische Brezel mit Butter und guter Erdbeermarmelade. Eine resche bayrische Brezn mit wenig Salz tut es zur Not auch. Ich versuche auch gar nicht diese "Gourmet-Brezel" den Familien-Mitgliedern schmackhaft zu machen, denn dann bleibt nichts mehr für mich, wenn sie entdeckt haben wie gut das schmeckt.

Kochmamsell
Ich teile auch nicht

Da ich wegen meinem Diabetes eigentlich keine Brezel essen darf (zuviele KG), gönne ich mir nur gaaaanz selten eine Butterbrezel, und die genieße ich dann ohne schlechtes Gewissen und teien tue ich dann schon garnicht.:-)

Brezl

Wo ich meine Brezl kaufen kann, ist leider immer von meiner Wohngegend abhängig! Hier gibt es geschmacklich sicher enorme regionale Unterschiede.

Mir schmeckt sie, egel welcher Teil, am besten schlicht und einfach immer noch ofenwarm und mit Butter bestrichen!

wir teilen ...

gerecht in einen kleinen weichen salzarmen Teil für mich und den Großteil für meinen Mann. Pur, mit Butter, mit mildem Kräuterfrischkäse, mit Obatzdem, mit feiner Geflügelleberwurst, zum Frühstück, zur Weißwurst, abends, auf der Wiesn. Für mich gibt's selten eine (s. Kochmamsell), aber hin und wieder wird selbst gebacken und dann Weizenvollkornmehl mit 1080er gemischt (je zur Hälfte).

Kochmamsell: Eine normale Breze hat etwa 2 KhE, ersetz die Weißmehlbreze vom Bäcker durch selbstgebackene mit Vollkorn- und 1080er Weizenmehl. Die sind ballaststoffreicher als die aus Weißmehl und daher für uns besser geeignet. KhE sind bei beiden gleich.

 

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