Die Buffet-Frage

Buffet oder Menü - das ist heut' die Frage! Wie macht man Küchengötter auf großen Festen glücklich?

Die Buffet-Frage
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Kommentare
Bettina Müller

Mit dem Wonnemonat beginnt auch sie jedes Jahr aufs Neue: die Hochzeitssaison. Und damit stellt sich eine nicht ganz unwichtige Frage: Soll es ein Buffet oder ein Hochzeitsmenü geben?

 

Ich persönlich bin ja ein großer Freund von Hochzeitsmenüs. Allein schon aus praktischen Gründen, da das Anstehen am Buffet entfällt und ich ganz entspannt auf den nächsten Gang warten kann. Da meinem Mann des Hauses das genauso geht, stellte sich bei unserer eigenen Hochzeit die Frage nach einem Buffet überhaupt nicht. Moment, das ist so doch gar nicht korrekt: Für die Desserts wählten wir nämlich letztendlich doch ein Buffet, weil wir uns bei der Menüauswahl einfach nicht entscheiden konnten, welche Desserts wir nicht anbieten.

 

Ich kenne aber auch viele Leute, die ganz klare Buffet-Befürworter sind, da man so selbst wählen kann, worauf man gerade Appetit hat und sich so oft nachnehmen kann, wie man möchte. Für sie würde ein Menü einfach überhaupt nicht in Frage kommen.

 

Wie sieht es denn bei Euch aus, liebe Küchengötter. Seid ihr Buffet- oder doch eher Menü-Freunde?

 

 

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nika
Diese Frage

war monatelang Thema in unserer Familie. Nächste Woche heiratet meine jüngere Tochter und sie hat sich für ein Menü entschieden. Jeder konnte zwischen zwei Vorspeisen, Hauptgängen und Nachspeisen wählen. So kommt sie vielen Gästen entgegen. Ihr Argument: Am Buffet-Thresen stehen die Gäste und warten darauf endlich dran zu kommen. Die Gäste stehen in Abendkleidung und wenn dann ein Teller schief gehalten wird oder ein kleiner Rempler passiert, dann ärgert sich der "getroffene" Gast die ganze Feier. Ausserdem können die Gäste am Tisch sitzen bleiben und das Essen wird serviert. Es herrscht so mehr Ruhe im Gastraum. 

 

Ich habe schon einmal ein Buffet erlebt, da sind die Gäste hingespurtet, sie mussten zurück gerufen werden und dann wurde tischeweise aufgerufen. Die Gäste haben sich die Teller vollgehäuft und als wir (letzter Tisch) an der Reihe waren: waren die Tische leergeräumt und wir hatten nur noch das Nachsehen auf unappetitlich leergeräumtes Geschirr. Wir haben uns dann in den Festsaal Pizza kommen lassen:). Das war den Gastgebern sehr peinlich, denn wir hatten ja den Eintritt bezahlt und waren offizielle Vertreter des Landes Niedersachsen in ihrem so schönen Bundesland.

 

Mein Menü nächste Woche:

die Vorspeise: Salad of Sun Kissed Tomatoes, Basil Mouse, Kalamati Olives, Baby Mozzarella,

die Hauptspeise: Six Hour Slow Braised Angus Beef und

das Dessert: Classic Lemon Tart, Compote of Red Berries, Cream Chantilly.

 

Ich freue mich schon auf die Feier.

 

Bettina Müller
@nika

Was für eine wunderbare, aufregende Zeit! :-) Ich wünsche Dir eine ganz tolle Feier und Deiner Tochter und ihrem zukünftigen Ehemann natürlich alles Gute!Das menü hört sich toll an.

 

Die Geschichte mit der Pizza ist natürlich wirklich ein Knaller! :-) 

 

lundi
Pro Buffet

Schon nur für unsere Familie (5 Personen!) wäre es ein Drama, ein einheitliches Menü zu wählen. Bei vielen Gästen würde ich ein Buffet bevorzugen. Es gibt Vegetarier, Veganer, Fischliebhaber, Fischhasser, Allergiker, jemand mag keine warmen Tomaten, kein Paprika, keine Oliven, kein Dessert, kein dies nicht, kein jenes nicht oder verträgt krankheitsbedingt etwas nicht. Einer ist nach der Vorspeise satt und ein anderer könnte 3 Hauptgerichte verdrücken. Zu oft schon habe ich traurig vor einem Menü gesessen und mochte einiges nicht oder konnte es wegen meiner Zähne nicht essen.

 

Wenn ich Gäste einlade, kenne ich die Personen und traue ihnen durchaus zu, sich am Buffet gesittet zu benehmen und die Teller nicht zu überladen. Meine Erfahrungen sind positiv. Außerdem finde ich es ganz angenehm, ab und zu mal aufzustehen, satt stundenlang am Stuhl zu kleben. Das finde ich nicht störend sondern auflockernd. Bekleckern kann man sich auch im Sitzen ganz gut.

 

@nika Warum ist das Menü denn auf englisch? Allein damit wären die meisten meiner Gäste überfordert. Auf jeden Fall guten Hunger und gutes Gelingen!

Rinquinquin
Buffet adieu

nika hat schon erwähnt, was am und mit Buffet alles passieren kann.

Was ich noch fast schlimmer finde: es verziehen sich Gäste-Grüppchen in verschiedene Ecken. Diese Gäste kennen sich und andere lernen sie nie kennen.

Andererseits ist es vielleicht doch eine Frage des Alters und wie sehr die Gäste es geniessen, am Tisch serviert zu bekommen oder selbst loszugehen und sich was zu holen. Wir haben früher oft Buffets gemacht und kamen nach und nach drauf, dass ein Essen am Tisch einfach netter ist. Bis zu 24 Gästen haben wir das schon hinbekommen. Mache ich aber nicht mehr.

Des weiteren: Monsieur gehört zu den Leuten, die höchst ungern ans Buffet gehen und dann auch nicht sehen, was angeboten wird - also würde er glatt verhungern, wenn nicht ein erbarmungsvolles Wesen etwas für ihn holen würde.

 

Dessertbuffets finde ich okay, da ist die Gesellschaft schon etwas aufgelockert. 

nika
Menü auf Englisch

@lundi: Das ist ganz einfach, die meisten geladenen Gäste sind Schotten. Die Feier findet in Schottland statt, da meine Tochter sich einen Schotten ausgesucht hat.

Belledejour
Das war einmal

Früher gabs bei großen Gesellschaften bei uns zuhause gern ein Selbstbedienungsbüfett.

Aber inzwischen sind wir davon abgekommen und laden immer nur wenige Gäste zum Essen zu uns ein. So, dass man höchsten zu acht Personen ist. Dann gibt es auch gern mal 4 Gänge. Man hat dann einfach mehr Zeit für einander und kann sich gemütlich am Tisch austauschen und es ist keiner mehr *unterwegs*, wenn das Essen auf dem Tisch steht.

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