Die etwas andere Kochshow

Eine Kochshow, bei der mehr geredet und musiziert als gekocht wird? Was haltet Ihr von diesem ausgefallenen Kochshow-Format?

Die etwas andere Kochshow
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Bettina Müller

Gestern sprach mich ein Freund darauf an, was ich denn von dieser Kochshow aus Hamburg halte, in der gekocht, geredet und gesungen wird – den Küchenkonzerten oder so ähnlich. Küchenkonzerte? Davon hatte ich noch nie etwas gehört. Als ich zu Hause war, schmiss ich also meinen Rechner an und begab mich auf die Suche nach der geheimnisvollen, musikalischen Kochshow.

 

Meine Suche war sehr schnell erfolgreich, doch das Suchergebnis überraschte mich dann doch etwas. Hier kochen weder Lanz noch Poletto und eine Küchenschlacht gibt es wohl auch nicht. Dafür kocht man ganz besonders, nämlich konspirativ! Eine geheimbündlerische Kochshow? Jetzt war ich doch schon sehr gespannt, was sich hinter den „Konspirativen KüchenKonzerten“ versteckt.

 

Eines war ziemlich schnell klar: Hier handelt es sich um keine normale Kochshow, wie wir sie sonst aus dem Fernsehen kennen. Oder habt Ihr schon einmal von einer Kamera gehört, die an einem Löffel befestigt ist? Und das ist auch so gewollt. Denn eigentlich mag das Team gar keine Kochshows. Aber da nun mal alle Partys in der Küche enden und auch die besten Gespräche meist in der Küche stattfinden, war schnell klar, dass ihre Show in einer Küche stattfinden muss. Genauer gesagt handelt es sich um die Küche des Moderators, der in sein Loft mal eben Künstler, Musiker und Publikum einlädt. Gemeinsam veranstalten Sie dann die KüchenKonzerte: Es gibt einen Talk, ein Live-Konzert, der Moderator kocht, was gewünscht wird und am Ende wird natürlich gemeinsam gegessen. Ganz schön konfus, aber auch ganz schön kultverdächtig.

 

Bedeuten die Konspirativen KüchenKonzerte nun aber das Aus aller normalen Kochshows? Werden uns bald nicht mehr ausgebildete Köche sondern nur noch Hobbyköche wie Moderatorenkoch Marco Antonio Reyes Loredo vor der Kamera zeigen, was in die Kochtöpfe gehört? Vielleicht sollte ich ja mal Sebastian Dickhaut fragen, ob wir bei unseren Kochkursen auch noch eine Band unterbekommen? Oder was meint Ihr, liebe Küchengötter: Sind „normale“ Kochshows und Kochkurse zu verstaubt? Brauchen wir wieder etwas mehr Salz in der Suppe? Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

 

Zu sehen sind die Konspirativen KüchenKonzerte auf regionalen Fernsehsendern oder im Netz. Unter http://konspirativekuechenkonzerte.de

Aphrodite
Nichts, was es nicht gibt.

Zu der Küchenshow: Ich kann mich noch erinnern, dass Radio Bremen mal so ein Event hatte. Einer hat vorgesungen, eine hat vorgelesen. Paolo Conte wurde eingespielt, Sebastian Dickhaut hat gekocht. Karlchen und ich haben vor dem Äther gesessen und zugehört und uns hier bei Küchengötter ausgetauscht. Was weiß ich nicht mehr, war aber lustig, weil alles live und gleichzeitig passierte.

 

Zu den Profiköchen: Ich kann es nicht mehr sehen und schaue es mir auch gar nicht mehr an. Eckart Witzigmann und Götz George hatten sich mal zu dem Phänomen geäußert und mehr braucht man dazu auch nicht mehr sagen.

Zu den Hobby-Köchen, was sich genauso niedlich anhört wie Hobby-Fotografen, Hobby-Gärtner u.s.w.: Ich schätze alle, die sich Mühe geben, die kreative Ideen haben und sich bestimmt nicht zu verstecken brauchen. Für manche selbstverständlich und durchaus auf hohem Niveau. Uneinholbar mögen da Profis sein. Aber gerade das sieht man nicht in Kochshows, in den Niederungen des Olymps, was deutsche Fernsehunterhaltung und Mainstream ist.Zu konspirativen Treffen: Ob ich jetzt zur Küche das Konzert brauche, weiß ich noch nicht. Es gibt Schlosskonzerte mit anschließendem Dinner. Ich glaube so etwas sagt mir mehr zu. Ein Kochkurs als persönliches Erlebnis. Aber nur irgendwelchen Selbst-Inszenierern beim Kochen zuzuschauen? Private Küchentreffen finde ich dann wieder spannend, genauso wie semi-private Kochkurse.

Sebastian Dickhaut
Küche frei?

Gute Musik, lustige Gespräche, aber das mit dem Kochen verstehe ich nicht ganz. Eigentlich ist es eine Talkshow mit Musik,bei der auch noch gekocht wird - so wie bei Zimmer frei noch gegessen wird. Und dann ist es ok.

 

Aber die Kochlöffelkamera gab’s erst bei uns, beim Küchengötterkaraoke. Und eine Band hatten wir auch schon mal hier im HUKODI, beim Finnischen Tangoabend mit Bändi - und die sind jetzt sogar hessische Weltmusikmeister. Fürn Kurs vielleicht zu groß- aber wir könnten ja was singen, Bettina?

Bettina Müller
Vergraulen?

Ich soll singen? Lieber Sebastian, das willst du nicht wirklich. Sonst haben wir in Zukunft die Katzen aus der Nachbarschaft zum Kochkurs da. Obwohl das natürlich auch spannend wäre: der Küchengötter-Katzenjammer-Kochkurs. 

 

Also, ich fasse zusammen: Das Kochen ist uns wichtig, der Genuss sowieso. Aber die Location darf gerne ausgefallen sein, doch es soll alles irgendwie persönlich bleiben. Ein Kochevent, bei dem wir nicht nur zuschauen, sondern selbst mitwirken, richtig?

 

P.S.: Das mit der Kochlöffelkamera tut mir leid, wollte sie nicht unterschlagen. 

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