Die Pfeffer-Frage

Mühle oder Mörser - das ist heute die Frage! Wir wollen das Pfefferkorn mal etwas genauer unter die Lupe nehmen ...

Die Pfeffer-Frage
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Kommentare
Bettina Müller

Liebe Küchengötter, nachdem wir im März ausgiebig über die "Salz-Frage" diskutiert haben, liegt es ja nahe, dieses Mal das Pfefferkorn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

In Restaurants amüsiere ich mich immer wieder gerne über die gefühlt meterlangen Pfeffermühlen, mit denen die Kellner auf Wunsch nachpfeffern. Und auch zu Hause stand die Pfeffermühle bei mir lange Hoch im Kurs. Vor ein paar Jahren war noch eine elektrische Pfeffermühle (mit Licht!) mein Liebling in der Küche, inzwischen steht sie nur noch recht traurig herum, weil sie von einem Mörser ersetzt wurde. Der frisch gemörserte Pfeffer ist meiner Meinung nach noch viel intensiver im Aroma, als der aus der Mühle. Die Pfefferkörner dafür kaufe ich allerdings bereits getrocknet und lasse ihn bisher nicht selber trocknen.

 

Aber wie empfindet und handhabt Ihr das, liebe Küchengötter? Mühle oder Mörser? Macht die Größe einer Pfeffermühle einen Unterschied aus? Und welche Pfeffersorten kommen bei Euch zum Einsatz? Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

 

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Gaston
Pfeffermühle ist ein Muss

Ich habe Pfeffermühlen, teils elektrisch, teils von Hand. Ich verwende sie nahezu täglich und habe je nach Pfeffer eine eigene Mühle. Frischer gemahlener Pfeffer ist einfach aromatischer. Im Mörser zerkleinere ich Pfeffer auch, vor allem Langpfeffer oder wenn ich mehr Pfeffer brauche.

Ich verwende grünen, schwarzen und weißen Pfeffer. Auch roten Pfeffer verwende ich, allerdings nur im Mörser. Bunte Pfeffermischungen sehen zwar gut aus in transparten Mühlen, aber gerade die roten Pfefferbeeren sind oft zu weich für die Mühle und verstopfen sie dann. Und es ist recht mühsam, eine Pfeffermühle wieder zu reinigen.

Rinquinquin
Monsieur mahlt elektrisch

und zwar grosse Mengen Pfeffer auf seine Frühstückstomatenscheiben.

 

In der Küche verwende ich schwarzen (für Fleisch) und weissen Pfeffer (für Fisch), alle aus ihrer eigenen Mühle, aber fast hat es sich da schon mit der Vielfalt. Grünen Pfeffer nehme ich aus dem Glas, rosa Pfeffer bekommt mir nicht so.

 

In Pfeffer-Mischungen ist immer auch Piment drin, den ich sehr mag, aber unsere Pfeffermühle tut sich schwer damit, also bleibt es bei schwarz-weiss, was ehrlich gesagt Monsieur nicht störend auffällt. 

 

Ich mörsere überhaupt keinen Pfeffer, meine Handgelenke machen da leider nicht mehr mit. 

 

Jetzt stelle ich eine Frage und kommt sie dumm daher? Wer trocknet denn seinen Pfeffer selbst??? Der wird uns doch aus mittelamerikanischen Landen geliefert und zwar bereit getrocknet oder liege ich da komplett falsch? Ich habe noch nie gehört, dass in Deutschland Pfeffer angebaut wird, den man dann selbst trocknen können sollte müsste. Oder was war da Dein Gedanke, liebe Bettina?

Liebstöckel
Pfeffer für was

ist für mich die Frage. Pfeffer ist ja geschmacklich nicht gleich Pfeffer. Den Aufwand, meinen 10 kg schweren Mörser fast täglich zu verwenden, ist mir zuviel. Für den Alltag kommt also bei mir weißer und schwarzer Pfeffer aus der Mühle per Hand. Bei Szechuan- Lang- Tellicherry- und Kubebenfeffer für besondere Gerichte muss schon der Mörser her. Das Juwel eines Kampot rouges (Kampotschanischer roter Pfeffer) wird sowieso im Mörser geschrotet. Die roten Beeren (das ist kein Pfeffer) verwende ich gern in Marinaden. Frischen grüner Pfeffer aus dem Glas. Von vorgefertigten Peffermischungen, auch jene aus der Mühle (»Steackpfeffer«) halte ich nichts. Für ein saftiges Steak röste ich mir die Sorten im Verhältnis selbst in einer trockenen Pfanne, bis sie zu duften anfangen und zerstoße sie dann im Mörser. Geschmack, Duft und Aroma sind dann optimal.– Aber vielleicht ist es auch mit dem Pfeffer so wie mit dem Salz: Die einen schwören auf grüne und die anderen auf rote Seife …

nika
Gewürzter Pfeffer und Papaya-"Pfeffer"

Ich liebe meinen gewürzten Pfeffer, seinen Duft und mische und röste ihn wie Liebstöckel, allerdings den nicht sofort benötigten Teil fülle ich in eine schöne Pfeffermühle, die nach Bedarf auf dem Tisch steht. Daneben steht eine gleiche Mühle für grobes Salz mit ein paar getrockneten Chilis und: eine Mühle für meine selbst getrockneten Papaya-Samen-Körner.  Dafür trockne ich die Körner ausgiebig an der Luft, zwischendurch wende ich sie immer mal wieder. Diese Samenkörner sind etwas größer als Pfefferkörner und eignen sich insbesondere für Süßspeisen oder frische Salate, denn das Aroma ist ein wenig fruchtig. Zwei Früchte reichen bei mir für ein ca. Jahr. Der Fruchtanteil landet dann in Salaten, so ist nur ein geringer Anteil an Abfall.

 

Ich habe auch einen Mörser, der aber nur Labormengen zulässt :)) und zur Reinigung in die Spülmaschine kann.

Bettina Müller
@Rinquinquin

Liebe Rinquinquin,

 

Sebastian hat immer richtige Zweige von frischem, grünem Pfeffer, die er dann trocknen lässt und anschließend mörsert. Darauf habe ich Bezug genommen. :-)

Rinquinquin
;-))

Die Großstadtbewohner haben doch ganz andere Möglichkeiten als die Landpomeranzen. 

Bettina Müller
@Rinquinquin

Ales hat seine Vor - und Nachteile. ;-)

binikatz
wacholderbeeren

ich liebe geschrotete wacholderbeeren, aber das problem ist, wie oben schon vermerkt, daß sie oft zu weich sind. wie trocknet man wacholderbeeren effektiv?

 

Gaston
Wachholderbeeren

Wachholderbeeren und Piment mache ich nur im Mörser. Versuch mal etwas grobes Salz mit dazu zu reiben, wenn an das Gericht eh Salz muss. Damit kann man auch etwas weichere Sachen gut mörsern.

Belledejour
Je eine handbetriebene Pfeffermühle

.... für den schwarzen und weißen Pfeffer wird von uns benutzt. Für z.B. Langpfeffer und andere Gewürze kommt der Mörser in Frage.

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