Die Rosinen-Frage

Manche mögen sie ... die meisten aber anscheinend nicht: Rosinen! Eine Küchengöttin will wissen, warum ...

Die Rosinen-Frage
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Kommentare
Viola Booth

Bei meiner letzten Frage-Kolumne haben wir fleißig darüber diskutiert, ob Ihr Rosenkohl mögt oder nicht. Und während sich bei unserer Diskussion die Gründe für ein „Ja“ oder ein „Nein“ zu Rosenkohl nur so häuften, habe ich jetzt ein Lebensmittel gefunden, bei dem man anscheinend gar keinen Grund braucht, um es NICHT zu mögen. Es geht um die Rosinen.

 

Ich selbst mag Rosinen sehr gerne. Neben meiner Brezn bestelle ich mir morgens beim Bäcker am liebsten ein Rosinenbrötchen. Und beim Studentenfutter lasse ich die ganzen Nüsse und Mandeln für die Rosinen gerne links liegen. Schließlich heißt es ja nicht umsonst: Die Rosinen herauspicken.

 

Mit dieser Meinung stehe ich aber wohl recht alleine da. Kaum jemand in meinem Umfeld kann sich meiner Begeisterung für Rosinen anschließen. „Ich mag keine Rosinen“, höre ich immer wieder. Jetzt wurde meine standardmäßige Frage „Warum denn eigentlich nicht?“ sogar mit folgender Erklärung abgeschmettert: „Man braucht keinen Grund, um Rosinen nicht zu mögen!“. Und dann kam noch das hier: „Sie bringen ein Gericht nicht weiter.“ Aber was ist dann mit den ganzen leckeren indischen Curry-Gerichten mit Rosinen? Oder was wäre ein Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn bloß ohne diese Zutat? Könnte mir das ein Rosinen-Hasser mal bitte erklären?

 

Habe ich das Sprichwort „Die Rosinen herauspicken“ vielleicht falsch verstanden und es bedeutet gar nicht „Sich das Beste herauspicken“, sondern „Sich das herauspicken, was man nicht mag, um es schnell am Tellerrand abzulegen“? Liebe Küchengötter: Was meint Ihr? Rosinen – klarer Fall von großer Liebe oder von großem Hass?

 

Zum Apfelstrudel-Rezept MIT Rosinen aus dem Bild ...

 

Mehr aus unserer Frage-Reihe:

 

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Rinquinquin
Für mich bitte immer mit vielen Rosinen

Käsekuchen oder ein sizilianisches Gemüsegericht ohne Rosinen: da fehlt etwas ganz Entscheidendes. 

 

Ich bin ebenfalls sehr gespannt, welche Argumente jetzt von den Rosinenhassern kommen. 

nika
Rosinen ja oder nein

Ich mag Rosinen unheimlich gerne. Sie geben süßen Broten und Kuchen soviel Frische und Saftigkeit. Allerdings mag ein Familien-Mitglied sie absolut nicht. So backe ich statt einem normalgroßen Kuchen/Stuten/Brot zwei kleine: eins enthält Rosinen und eins wird mit Cranberrys gebacken, die mag meine Tochter witzigerweise wohl. So habe ich einen Kompromiss und alle sind zufrieden gestellt. 

Meine Rosinen

Ich mag Rosinen! Ich mag sie wirklich, aber in Maßen müssen sie sein. Für meinen Geschmack dürfen sie nicht zu dominant sein in all den leckeren Dingen, in denen man sie findet, sondern das i-Tüpfelchen müssen sie sein.

So sind ein paar jeden Morgen fester Bestandteil meines Müslis, Rosinenbrötchen gehören wie Brezen zum festen was-hol-ich-beim-Bäcker-Repertoire (hallo, Viola :-)) und in indischen Gerichten oder einfach im Couscous esse ich sie wahnsinnig gerne. Käsekuchen schmeckt mir zwar genauso gut ohne, aber gern gesehen sind sie da trotzdem. Haferflocken-Rosinen-Kekse zählen zu meinen Back-Favoriten.

Kochmamsell
Wir lieben Rosinen

Mein Männe würde sich ganz schön "bedanken", wenn ich ihm einen Kaiserschmarrn oder einen Apfelstrudel ohne in Rum getränkte Rosinen anbieten  würde. Ich mag sie auch in vielen Gerichten, manchmal futter ich auch mal ein paar einfach so.

Viola Booth
Na sieh mal einer an ...

... ich wusste doch, dass ich mit meiner Rosinen-Begeisterung nicht alleine sein kann! Zum Glück habe ich Euch, liebe Küchengötter :-)

 

Oder ist hier doch noch jemand dabei, der Rosinen nicht mag?

Bettina Müller
Rosinen, Rosinen, Rosinen

Ich liebe Rosinen! Und das auch schon von klein auf. Ich weiß noch genau, wie ich mir immer aus der Küche Rosinen mopste und sie einfach wie Süßigkeiten genascht habe. Und Kaiserschmarrn, Stollen oder Apfgelstrudel ohne Rosinen? Geht für mich gar nicht! Problematisch wurde es nur irgendwann, als mein Mann des Hauses in mein Leben trat. Rosinen kamen ihm nicht in die Tüte, da war nichts zu machen. Wie wir heute wissen, zum Glück: Als er vor ein paar Jahen dann doch mal ein Stück Apfelstrudel mit ein paar Rosinen aß, kam am nächsten Morgen die böse Überraschung: eine recht starke allergische Reaktion. Die Rosinen hatten wir erst gar nicht in Verdacht, der Arzt enttarnte sie dann aber als Übeltäter. So kann es also auch kommen. Und damit haben wir schon mal eine richtig gute Begründung, warum jemand keine Rosinen mag. ;-)

Belledejour
Nööööööööö @Viola ....

Auch bei uns gehören Rosinen in die Küche wie Brot und Butter. :-)

Mein Mann liebt sie im Müsli und wir beide mögen sie gern im Kuchen, Essen und ganz besonders in unseren Stollenplätzchen. Der Kaiserschmarrn geht ohne Rosinen gar nicht. Aber alles in Maßen. Schließlich sind das doch eingetrocknete Weintrauben und die enthalten sehr viel Salycilate.

apprenti1
Vielleicht sollten deine Bekannten

sich hier "outen" . In die gute Küche gehören Rosinen - natürlich am besten gut getränkt - . Eine Hefezopf wird erst durch Rosinen zum Erlebnis. Zum Thema Unverträglichkeit habe ich die Stichworte "Fructose Intoleranz" und "Histaminintoleranz" gefunden. Am Geschmack kanns also nicht liegen.

crazycook
Rosinen bzw. Sultaninen

werden bei uns in Dresdner Stollen, Apfelstrudel, Quarkstrudel, etc. Quarkkeulchen und Früchtebrot verbacken. Sie sind Zutaten bei Fleischgerichten wie Sauerbraten und Schlesisches Himmelreich, bei Lamm- bzw. Hähnchen Couscous oder Tajines. Es gibt aber auch Gerichte oder Backwaren in denen ich Rosinen, obwohl üblich, überhaupt nicht mag. Im Kaiserschmarrn, Hefezöpfen, Elsässer Guglhupf und Pannetone stört mich jede einzelne Rosine. Warum? ich weiß es nicht.  

MJ
pro Rosinen

Ich bin definitiv pro Rosinen und kann dir deshalb auch nicht weiterhelfen, bei der Frage, warum sie manche nicht mögen. Ist halt Geschmackssache. Vielleicht überwiegen die Liebhaber ja doch!

pro Rosinen (und auch pro Trockenfrüchte)

Rosinen, Korinthen, Sultaninen, die ganz großen wie sie auch immer heißen mögen aus der Türkei - ich liebe sie alle. Verkocht, verbacken, aus dem Vorratsglas genascht, in Honig mit Nüssen eingelegt, als Hilfe bei Unterzucker - immer her damit.

Als Kinder haben wir die Zwiebeln und Grieben aus dem Essen gepickt, die mochten wir nicht. Die Rosinen haben wir auch rausgepickt - die mochten (und mögen) wir sehr.

Keine Chance also für (Geschmacks- oder Konsistenz-)Rosinenhasser.

littlethings
Daumen runter für Rosinen

Ich bin absoluter Rosinenhasser! Ich mag aber generell keine getrockneten Früchte, es sei denn, sie sind hart, wie z.B. Apfelchips. Das ist ein ekliges Gefühl beim Essen und ein Fremdkörper. Ich hoffe, das ist euch Begründung genug.

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