Die Salz-Frage

Heute soll es mal um das Salz in der Suppe und die Frage "Ist Salz gleich Salz?" gehen. Wie sehen das die Küchengötter?

Die Salz-Frage
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Kommentare
Bettina Müller

Liebe Küchengötter, egal ob Frühstück, Mittag oder Abendessen: Auf meinem Esstisch steht immer Salz. Manch ein Mediziner würde vermutlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen, aber ich kann nicht anders, ich esse gerne salzig. Während früher immer klassisches Speisesalz mit Jod und Fluorid auf meinem Essen landete, bin ich in den letzten Jahren wählerischer geworden. Fürs Salzen von Nudel-, Kartoffelwasser & Co. verwende ich nach wie vor das „normale“ Salz, aber ansonsten greife ich meist nur noch zu Fleur de Sel. Nicht, weil der Name so besonders und blumig klingt, sondern weil ich den Salzgeschmack viel angenehmer und weicher finde.

 

Ich weiß, dass ich damit aber noch lange nicht im Olymp der feinen Salze angekommen bin. Im Dezember war ich beispielsweise in einem Berliner Steak-Restaurant essen, in dem es zur klassischen Speisekarte tatsächlich noch eine eigene Salzkarte gab. So wählte ich nicht nur mein Wunschfleisch aus, sondern auch noch das passende Salz (meine Wahl viel unter anderem auf ein Meersalz mit Kaffee und Vanille) -  und fand es einfach köstlich.

 

Wie sieht es bei Euch aus, liebe Küchengötter: Greift Ihr zum klassischen Speisesalz oder welche Kristalle streut Ihr über Euer Essen? Und welches war das ausgefallenste Salz, das Ihr bisher gegessen habt?

 

Für alle Vanillesalz-Liebhaber kommt hier noch das Rezept für unser Vanillesalz auf dem Rezeptbild:

Einfach 1 Vanillestange halbieren und aufschlitzen. Zusammen mit 200 g Meersalz in ein Glas geben und 2-3 Wochen durchziehen lassen.

Miss_Petticoat
Vanille-Salz

Liebe Bettina,

Du wirst es nicht glauben, aber gestern habe ich auch Vanille-Salz selbst gemacht. Dazu habe ich Meersalz gemahlen und mit dem Mark und der restlichen Vanilleschote in ein Glas gegeben. Ich brauche es für ein Cookie-Rezept. Im Supermarkt konnte ich es bisher noch nicht finden. Bin gespannt, wie es schmeckt.

Bettina Müller
@Miss_Petticoat

Was für ein Zufall. :-) Habe mich auch bereits gefragt, warum ich bisher noch keins gemacht habe. Das muss dringend nachgeholt werden! 

 

Ich bin gespannt, ob Du zufrieden mit der selbst gemachten Variante bist.

Aphrodite
Haushalts-Salz nie.

Zum Kochen von Nudeln & Co. nehme ich Meersalz (das billige). Ansonsten fröne ich dem Salzkult. Andere sammeln Parfumes, ich Salz und Gewürze.

 

Ich überlege mir gerade, wenn ich beim nächsten Grillen zu den guten Stücken Fleisch noch eine "Salzkarte" reichen würde. Das wäre mir ein wenig zu überkandidelt.

 

Am lustigsten finde ich, wenn meine Tochter zu einem kleinen Pappröllchen mit Ibiza-Salz greift und damit das Nudelwasser salzt. "Das ist zu wenig." - Ihr reicht's. Bei uns eher weniger als mehr. Und Salz steht nie auf dem Tisch und wird herbeigeschleppt, wenn es jemandem mal nicht reichen sollte. Was ich aber gerne mag: frisches Brot und dazu ein Schälchen mit gutem Olivenöl und Salz.

Bettina Müller
Brotgenuss

Oh ja, liebe Aphrodite, das liebe ich auch. Normalerweise esse ich ja kaum Brot zum Essen dazu. Aber wenn es gutes Olivenöl und Meersalz dazu gibt, kann ich auch nicht widerstehen. 

Mischt Du dir die Salze selber oder kaufst Du Dir ausgefallene Kreationen?

lundi
Kein Salzstreuer

Wir benutzen sehr wenig Salz. Zum Kochen Meersalz. Wichtig ist mir: kein Jod, kein Fluorid, keine Rieselhilfen oder sonstigen Zusätze im Salz. Salzstreuer auf dem Tisch gibt es nicht. Ob Frühstücksei, Schmalzstulle, Tomate oder Gurke - alles ohne Salz. Nicht wegen der Gesundheit. Sogar beim Steak bin ich seeehr zurückhaltend und neige eher zum Weglassen von Salz. Ich finde einfach, dass Salz den Geschmack "verfälscht". Meine Kinder kennen es nicht anders. Mit Würzsalzen habe ich schon herumprobiert. Meist habe ich sie ein Mal benutzt, dann standen die Kreationen monatelang unangetastet im Regal.

 

Dass ich auf einem Steak Salz und Vanille haben möchte, passiert nicht sehr oft, aber wenn, dann streue ich einfach Salz und Vanille separat drauf oder mische mir spontan eine Mikromenge. Mein Gaumen ist nicht so fein, den Unterschied zu merken, ob die Mischung frisch ist oder 14 Tage sich verbinden durfte. 100 g Vanillesalz würden bei mir mehrere Jahre reichen und dabei ihren Duft verlieren. Und wenn ich dann noch verschiedene Würzsalze hätte... Überhaupt bin ich dazu übergegangen, alles separat aufzubewahren und Würzmischungen direkt passend vor der Verwendung und nur in Kleinstmengen herzustellen.

 

Ach ja, ich bringe mir mein Salz gerne aus Island mit, seit ich die beiden größten Produktionsstätten dort vor ein paar Jahren besucht habe. Die verrückten isländer haben auch tolle farbenfrohe Mischungen mit Beeren, Moos, Rhabarber, Seetang, Lava, Lakritz... Die würden sich gut machen auf einer Salzkarte.

nika
Die Salzfrage

Auf unserem Esstisch steht ebenfalls kein Salzstreuer. Wir nutzen nur Salz ohne Rieselhilfe, deshalb wurden früher die Salzstreuer sehr schnell rostig (Meeresnähe!). Wir haben sie abgeschafft. Die heutigen Salzstreuer würden wahrscheinlich nicht mehr rosten!? Macht nichts, da wir salzarm essen. In meinen unzählichen Salzmühlen findet sich aber immer feines Kräuter- oder Gewürzsalz. Ich stelle immer mal wieder neue Sorten zusammen. Am beliebtesten waren Zitronensalz (auf Fisch) und Vanillesalz. Ich habe aber auch ein Wiesenkräutersalz gemacht oder Kräuter de Provènce-Salz von meinen eigenen Kräutern. Solche Salze stelle ich in der Mühle auf den Tisch, wenn ein Gast nachwürzen möchte. Als Salz nehme ich das Sel de Guerande aus der Bretagne. In mein Brot kommt ein günstigeres Meersalz. Für Nudelwasser und Gemüse nehme ich statt Salz meinen Grundstock (aus Suppengemüse und Meersalz im Verhältnis 7:1 pürriert). So ähnlich wie Tupfen es hier eingestellt hat. Das gefällt mir wesentlich besser als z.B. Gemüsebrühwürfel aus der Packung, denn da ist kein Glutamat oder anderes Zeugs drin, was ich nicht essen will.

nika
Danke lundi

@lundi: toller Link. Das nächste Mal werde ich im Sommer meinen Kerbel mit Anis zusammen zum Salz geben.

Bettina Müller
@lundi

Auch ich danke für den Link. Die Beerensalze sehen ja verführerisch aus! :-)

Aphrodite
Die kleine Nixe habe ich mir gleich bestellt.
Die Salz-Frage  

Dann habe ich demnächst Salz aus Island! Mit Moos ... und mit den isländischen Blaubeeren. Normalerweise stelle ich für die Mischungen auch Micromengen selbst her. Aber wie kommt man jetzt an das Moos und isländische Blaubeeren?

 

Ich bin im Augenblick im Moosfieber. Zur Tischdeko (Schachbrettblumen in Moosbällen) gibt es dann demnächst auch noch Moos-Salz. Wer hätte das gedacht??

@Bettina, habe ich Deine  Frage damit beantwortet?

lundi
Eigentlich wollte ich

nur anregen, beim Aromatisieren mal etwas mehr zu wagen als Vanille oder Rosmarin. Der Herr Schuhbeck hat übrigens auch ein paar feine Salzideen. Ansonsten weicht das vom Thema ab. Nein, Salz ist nicht gleich Salz. Das rosa Himalaya mag ich zum Beispiel gar nicht, auch nicht im Nudelwasser.

salzvariationen

ich habe mir aus nepal schwarzes salz mitgebracht. es schmeckt ganz leicht nach schwefel, ist leider kaum zu gebrauchen. jetzt mache ich mir meine eigenen salzchreationen. z.b. lavendelsaz (für fisch), kakaosalz (für steak oder rinderbraten) wildkräutersalz (gemüse). als saz verwende ich grobes meersalz

 

Bettina Müller
Salzkreationen

@Aphrodite: Ja, das hast Du. Vielen lieben Dank. :-)

 

@bambus: Lavendelsalz für Fisch hört sich auch sehr spannend an! Und wie machst Du das Kakaosalz, wenn ich fragen darf? :-)

Kochmamsell
Wenig Salz

Ich benütze auch sehr wenig Salz, zum Kochen grobes Meersalz, ansonsten Fleur de Sel. Hatte mal rosa Himalayasalz, schmeckte mir aber nicht. Jetzt habe ich gerade schwarzes Himalayasalz, was mir wiederum zu salzig ist. Aber die Ideen mit den Salzmischungen werde ich bestimmt mal ausprobieren, frau lernt ja nie aus.

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