Die Weihnachtessen-Frage

Kartoffelsalat mit Würstchen oder Gänsebraten – was landet Weihnachten bei Euch auf dem Tisch?

Die Weihnachtessen-Frage
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Viola Booth

Es ist die Frage aller Fragen: Was gibt es Weihnachten bei Euch zu essen? Und genau diese will ich Euch heute stellen. Natürlich verrate ich Euch auch, wie Weihnachten kulinarisch bei mir und meiner Familie aussieht.

 

Ich habe es Euch ja schon einmal erzählt: Ich bin ein Christkind. Da ich am 24. Dezember geboren bin, ist dieser Tag für mich ohnehin anders, als bei anderen. Während die meisten am Morgen des 24ten wahrscheinlich lieber fasten, damit sie möglichst viel Platz für das große Abendessen lassen, wird in meiner Familie da erst einmal ausgiebig gebruncht. Schließlich ist ja mein Geburtstag. Meine Mutter tischt jedes Mal all meine Brunch-Lieblinge auf: Rührei, Hirsesalat, Pancakes und Baumkuchen. Am Morgen ist bei uns also noch nichts von Weihnachten zu spüren. Obwohl ... am Abend könnte man ebenfalls meinen, dass es überhaupt nicht Heiligabend ist. Wir könnten uns gerade genauso gut beim Essen an einem lauen Sommerabend befinden (wenn wir die eisigen Temperaturen jetzt einmal ausblenden). Warum? Weil bei uns an Heiligabend gegrillt wird.

 

Ja, wir sind echte Wintergriller. Bei Schnee und Eis stehen wir draußen uns brutzeln das Fleisch. Dazu gibt es natürlich jede Menge Beilagen, so dass wir uns am Ende vom vielen Essen kaum bewegen können. Wir machen das schon seit einigen Jahren so. Heute weiß ich gar nicht mehr, wer aus meiner Familie auf diese Idee kam. Aber: Ich finde sie immer noch gut. So gut, dass ich mich eigentlich gar nicht mehr so richtig daran erinnern kann, was es vor der Weihnachts-Grill-Epoche zu essen gab. Ich glaube, wir waren noch nie die Familie für einen klassischen Gänsebraten oder so. Eins weiß ich aber ganz sicher: Kartoffelsalat und Würstchen landeten Weihnachten nicht auf dem Tisch. Zum Glück! Denn das ist das einzige Essen, dem ich an diesem besonderen Tag so gar nichts abgewinnen kann.

 

PS: Am ersten Weihnachtstag wird es bei uns dann übrigens doch klassischer: Da wird nämlich das Raclettegerät aus dem Schrank geholt.

 

So, liebe Küchengötter, und jetzt seid Ihr dran: Was gibt es bei Euch Weihnachten traditionell zu essen? Ich bin gespannt und freue mich auf Eure Antworten.

 

Mehr aus unserer Frage-Reihe:

 

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nika
Gute Idee mit dem Brunch
Die Weihnachtessen-Frage  

Da in unserer Familie aufgrund größerer Wohnort-Entfernungen das Weihnachtsfest als Familienfest zum St. Nikolaus gefeiert wird kann ich vom diesjährigen Fest berichten: Am Vorabend (Donnerstag) gab es Kartoffelsalat mit Würstchen (Tradition, wird auch jedes Jahr wieder gewünscht), am Nikolaustag wurden Fondue und Raclette mit Salaten und Dips und selbstgebackenem Baguette und Fladenbrot aufgetischt (Tradition), am folgenden Samstag gab es etwas Leichtes: mit Zitrone gefülltes Backhähnchen und für das neue Familienmitglied weißen Spargel (er kannte nur grünen) mit Salzkartoffeln und Hollandaise. Am Sonntag habe ich Snirtjebraa mit Rotkohl gekocht: Ostfriesisches Nationalgericht.  Als Nachtisch habe ich für Samstag  Schokoladenpudding gekocht und für Sonntag eine Panna Cotta. 

Nun darf ich die Adventszeit auch geniessen und freue mich auf das Weihnachtsfest:

Zu Weihnachten sind wir nur zu Zweit und werden geniessen: Buttersteak mit saisonalem Gemüse und Kartoffeln. Am 1. Feiertag wird es ein Raclette geben und am 2. Feiertag: weiß ich noch nicht. Via Skype werden wir den Kindern und ihren LG's mitsamt Familien ein schönes Fest wünschen. So haben wir alle ohne Stress zwischen den Familien ein frohes Fest.

 

Gänsebraten habe ich auf meinen Wunsch einmal gemacht, die Familie hat brav mit gegessen und anschließend entschieden: bitte nicht wieder machen, ist uns zu fett, leider.

 

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit und ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest mit den Lieben und einen guten Rutsch (ohne Plumps!) in das Jahr 2014  vielleicht mit Schnee?

 

P.S.: Die Bäume auf dem Foto sind leider ein Opfer von Christian und Xaver geworden.

 

 

muffinqueen
Brotzeit

Bei uns dibt es an den Feiertagen immer die gewöhnlichen Festessen mit Braten, Klößen etc. Manchmal macht mein Vater selber Pommes aus den eigenen Kartoffeln. Außerdem gibt es Kuchen und Desserts zum Platzen.

Daher halten wir uns am Hl. Abend zurück und machen "nur" eine schöne Brotzeit. Da gibt es dann die teurere Wurst, guten Käse und frisches Brot und als Spezialität meiner Mutter Krabbensalat.

Würstchen mit Kartoffelsalat oder Pizzabrötchen, wie es eine Freundin von mir macht, kann ich mir bei uns schlecht vorstellen. Interessant, wie jeder so seine eigenen Traditionen entwickelt.

sparrow
ohne viel Stress

Für mich ist wichtig, dass die Feiertage ohne großen Stress vorüber gehen, deshalb bereite ich schon einiges vor. 

An Heiligabend gibt es traditionell Kartoffelsalat, verschiedene Salate und weiße Bratwürste. Da dieses Jahr die Enkel da sind gibt es noch Backofenpommes und kleine Filetschnitzel.

Am 1. Feiertag mache ich ein niedergegartes Rinderfilet mit Gemüseplatte und Kroketten. Dazu gibt es eine Sauce Bernaise und als Dessert eine Orangenmousse, die ich schon 2 Tage vorher machen kann. 

Am 2. Feiertag habe ich neun Leute am Tisch. Ich bestelle beim Bäcker Pasteten. Für mich backe ich im Voraus zwei glutenfreie Pasteten. Das Kalbfleisch für die Fülle werde ich diese Woche schon kochen und Fleisch und Brühe separat einfrieren. Als Vorspeise werde ich Chicoreesalat mit Orangen und Walnüssen an einem Creme fraiche-Zitronendressig anbieten. Als Dessert bereite ich Spekulatiustiramisu in Gläsern vor. 

 

Frohe Weihnachten euch allen

Am Heiligen Abend gibt es bei uns - mit wenigen Ausnahmen - Kassler im Blätterteig. Dazu den trationellen Kartoffelsalat nach schlesischem Rezeot meiner Oma und einen grünen Salat. Dieses Jahr überascht uns meine Schwester noch mit einem Weihnachtsdessert, kann euch leider nicht sagen was sie uns mitbringt.

Am 1. Feiertag gibt es eine Lende in Schinken-Pesto. Dazu Baguette und einen bunten Salat.

Am 2. Feiertag kommt dieses Jahr die ganze Verwandschaft. Dann gibt es die tratitionellen Enten, gefüllt mit einer Semmel-Apfel-Füllung. Selbstgemachtes Blaukraut und Kartoffelklößen.

Allen Küchengöttern wünsche ich noch eine ruhige Adventszeit, besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

lundi
Wir grillen auch

Jedes Jahr am 24. Dezember, egal bei welchem Wetter, mit Handschuhen oder mit Regenschirm, grillen wir mit dem kleinen Holzkohlefass Bratwurst und verspeisen diese ohne Geschirr/Besteck direkt aus dem Brötchen. Kein Salat, nur Senf. Und Glühwein. Für unsere Veggies aufgespießte Champignons. Eingeladen sind Familie, Freunde, Nachbarn. Und alle Passanten sind total neidisch.

 

Unser Fest ist die Sonnenwende. He, die Tage werden bald wieder länger! Da räuchern wir Fisch. Weihnachten feiern wir nicht wirklich. Mit der Kirche haben wir nichts am Hut, und Weihnachten ist nun mal ein kirchliches Fest. Wir bereiten demonstrativ kein Festessen sondern essen eine ganz hervorragende traditionelle, nordische Erbsensuppe.

Ente ist Pflicht

bei uns gibt es, auf Wunsch der beiden Töchter am zweiten Weihnachtstag immer Ente mit "selbstgebastelten" Klößen. Davon konnte ich sie bisher nicht abbringen. Genausowenig wie vom Fondue an Heilig Abend. Ist zwar immer viel Arbeit, (die Ente) aber wenn ich dann in die glücklichen Gesichter meiner beiden Großen sehe, lohnt sich die Mühe allemal

Traditionell

Bei uns gibt es am 24. Dezember immer Grünkohl und gebratene Weißwürste (schlesische Art). Diese Würste sind in Thüringen immer etwas schwerer  zu bekommen. Da oft ein leichter Zitronengeschmack in den Thüringer Weihnachtsweißwürsten vorherrscht.

An den Feiertagen gibt es immer die klassische Ente mit Rotkohl oder ein Wildgericht.

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