Die wichtigste Torte von allen

Die Hochzeit soll der schönste Tag im Leben sein. Und ohne sie geht dabei einfach gar nichts: die perfekte Hochzeitstorte.

Die wichtigste Torte von allen
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küchengötter Redaktion

Mai und Juni gelten als die Hochzeitsmonate schlechthin. Die Wahrscheinlichkeit für schönes Wetter ist groß, ohne sich schon vor einer großen Hitze am Hochzeitstag fürchten zu müssen. Nur in den Backstuben der Konditoreien geht es dann schon richtig heiß her, um alle Brautpaare mit ihrer ganz persönlichen Hochzeitstorte zu beglücken.

 

Bis der Backofen für das gute Stück aber erst einmal vorgeheizt werden kann, gibt es viele Fragen für das Brautpaar und den Bäcker der Hochzeitstorte zu klären: Welche Form soll die Torte haben? Wie viele Etagen soll die Torte bekommen? Wenn Sie mehrstöckig sein soll: Welchen Durchmesser sollen die einzelnen Schichten haben? Sollen alle Etagen aufeinander sitzen oder doch separat voneinander auf einer Etagere angerichtet werden? Fehlt „nur“ noch die Entscheidung für den Teig (hell oder dunkel, jede Schicht der gleiche?) und die wahrscheinlich größte Herausforderung: die Wahl der Hochzeitstortenfüllung. Die Auswahl scheint schier unendlich zu sein!

 

Sind sich schlussendlich alle einig, was mit Pfirsich-Joghurt-, Schoko-, Spanischer Vanille- und Buttercreme passieren soll, ist der Weg zur perfekten Torte fast nicht mehr weit. Aber auch wirklich nur fast. Wenn es nicht so viele wunderbaren Varianten gäbe, eine Hochzeitstorte zu umhüllen ...! Heutzutage werden die meist mit Fondant ummantelt, der sich in jeden erdenklichen Farbton färben lässt. Wunderschöne Vielfalt, aber viel zu viel Auswahl, um sich schnell entscheiden zu können.

 

Hochzeitstorte mit ganz persönlicher Note

 

Wer sich von all den Möglichkeiten und Fragen ganz erschlagen fühlt und nach noch mehr Persönlichkeit bei der Torte für diesen wichtigen Tag sucht, sollte vielleicht noch eine weitere Variante in Betracht ziehen: eine selbst gemachte Hochzeitstorte!

 

Zugegeben, auch sie bedeutet einiges an Arbeit, aber wir haben für die zukünftigen Brautpaare heute ein Rezept herausgesucht, für das keine Konditorausbildung notwendig ist und das aber nicht nur die Herzen des Brautpaares höher schlagen lässt: den Hochzeits-Erdbeer-Tower.

 

Diese wunderschöne Hochzeitstorte in rot-weiß besteht aus zwei Etagen voll köstlichem Wiener Biskuit und selbst gemachter Erdbeermousse. Ummantelt wird das kleine Spektakel mit hübsch verzierter Sahne und frischen Erdbeeren. Die Hochzeitstorte ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein richtiger Volltreffer. (Und pssst: Die Torte ist viel zu schade, um sie wirklich nur bei Hochzeiten zu servieren!)

 

Liebe Küchengötter, was verbindet Ihr denn mit Hochzeitstorten? Wie sah Eure eigne aus? Oder plant Ihr gerade sogar Eure Hochzeit und habt Euch frisch für eine Hochzeitstorte entschieden? Wir sind gespannt auf Eure Antworten ...

 

 

Noch mehr köstliche Ideen für die Hochzeit findet Ihr natürlich in unserem großen Hochzeits-Special ...

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Rinquinquin
Hochzeitstorte

Wo kommt dieser Brauch eigentlich her? England, USA, Italien? 

 

Bei meiner/unserer Hochzeit (ich darf da ja Monsieur nicht aussen vor lassen) gab es sowas ÜBERHAUPT nicht. Ich kann heute noch darüber lachen, dass ich damals vom das Mittagessen ausrichtenden Wirtspaar recht erstaunt angesehen wurde: "Sie sind die Braut?" Ich sah wohl nicht so aus Hochzeitstorte? Ich kann mich an keine erinnern. Nun gut, das Ereignis fand kurz nach der Steinzeit statt, aber seither ist der Hochzeitskult meiner Meinung nach wahnsinnig ausgeufert. Wenn ich manchmal so lese, welcher Aufwand und vor allem, welche Kosten da nicht gescheut werden - also das finde ich total übertrieben. Ich verstehe die Paare, die ihre Hochzeit nicht mit dem totalen Brimborium ablaufen lassen wollen. 

 

 

Kochmamsell
Nix Hochzeitstorte

Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass es damals eine Hochzeitstorte gab, als ich 1968 mit 20 das erste Mal heiratete. Wenn mich nicht alles täuscht, standen da ein paar selbstgebackene Kuchen auf dem Tisch. Bei der 2. Heirat vor 30 Jahren wurde die kleine Mannschaft nach der standesamtlichen Trauung zum Mittagessen eingeladen und dann ging's ab nach Strasbourg ins Flitterwochenende, also kein Hochzeitskuchen, Ein Jahr später wurde dann kirchlich geheiratet, da gab es nachmittags auch nur normalen Kuchen, aber vom Bäcker. Wie bei Rinquinquin war das ja auch noch in der Steinzeit und beim zweiten Mal in grauer Vorzeit, da wurde noch nicht so viel Aufwand getrieben. Aber es war trotzdem schön:-)

nika
Hochzeitstorte?

Kannten wir nicht. Meine Hochzeit war ja gefühlsmässig auch schon in der Steinzeit :)).

 

Das Hochzeitsessen wurde sogar von uns selbst gekocht und ich hatte fleissig zu helfen. Sogar beim Essen auftragen wurde ich in die Küche zitiert, tja so war es bei uns, es wurde zuhause gefeiert. Ich weiß noch, ich hatte mir Rindsrouladen mit Rotkohl und Kartoffeln gewünscht und meine Ma war froh, das wir zwischen Polterabend und Hochzeit einen Tag Zeit hatten und so das Essen gemeinsam mit meiner Omama zubereiten konnten.

 

Nun ist es soweit, mein kleines Töchterlein ist mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen. Sie will möglichst viel selbst vorbereiten und die Serviettenringe näht sie schon. Die Hochzeitstorte ist auch schon geplant, wie sie aussehen wird hat sie mir nicht veraten.

Es ist ungemein spannend, dabei wird die Hochzeit erst in 12 Monaten sein.

Toskanafan
Hochzeitstorte? Es gab sie,,,,

 Meine Hochzeit war  gefühlsmässig auch schon in der Steinzeit. Sind wir nun wirklich alt????. @Rinquinquin, @nika,.??? Früh,  5 h, aufstehen, 60 km, zum Friseur, danach an ein Grab. Nach der Kirchlichen Trauung, gab es einen kleinen Sektempfang bei uns in der Wohnung. Es war bitterkalt, Silvester. halt. Danach gings zum Posthotel, Gastwirt. Es gab Kaffee und Kuchen. Und eben diese Hochzeitstorte, ich glaube , sie war mehrstöckig. die wir dann zusammen anschnitten. Einen Polterabend hatten wir nicht. An das Hochzeits-Menue kann ich mich mehr erinnern. @Rinquinquin, Ich finde auch, das dieser Kult nun recht ausufert, aber jedem das Seine. Oft wird einfach heute Hochzeit im Garten gefeiert, das finde ich schön. Die Hochzeit meiner kleinen Cousine vor 4 Jahren war wunderschön, ein heißer Tag im Sommer. Nach der Trauung gab es feine Brötchen. Darauf hatten einfach alle Lust, weil viele nichts zu Mittag gegessen hatten. Dann gab es noch eine „Windige Hochzeit“. Den ganzen Tag lang fegte ein furchtbarer Wind. Alles flatterte, das Haar, die Kleidung, Es flog nur noch um die Ohren. ,,, man konnte kaum raus gehen. Es war die Hochzeit meines Neffen. Heute , nach 3 Jahren sind die beiden wieder aus einander.@nika, da kannst Du Dich wirklich freuen, auf dieses Event. Kult hin und her, die jungen Leute geben sich immer mehr Mühe. Lass Dich überraschen

Bettina Müller
Hochzeitstorte

Mit Spannung habe ich Eure Kommentare gelesen, da ich mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht hatte, seit wann es denn wohl Hochzeitstorten gibt. Laut Wikipedia ist die Tradition der Hochzeitstorte, so wie wir sie heute kennen, im 19. Jahrhundert in Groß Britannien entstanden (natürlich beim Adel). Wann sie dann zu uns kam, habe ich auf die Schnelle nicht herausfinden können.

 

Meine Mutter hat mir zumindest bestätigt, dass auch sie Ende der 70er keine spezielel Hochzeitstorte sondern nur ein Kuchenbuffet hatten. Woran ich mich aber noch sehr gut erinnern kann: Meine Großeltern hatten 2002 zu ihrer Goldenen Hochzeit (im Gegensatz zu ihrer Hochzeit) eine Hochzeitstorte. Das fand ich sehr rührend.

 

Ansonsten bin ich immer wieder fasziniert, wie toll Hochzeitstorten aussehen können und dann geschmacklich trotzdem nicht auf der ganzen Linie überzeugen. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, den Fondant nicht mittzuessen, da man sonst fast nichts mehr vom Rest der Torte schmeckt. ;-)

 

 

nika
Tradition und Kult

ist landestypisch sehr unterschiedlich. Ich erlebe - zwar nicht hautnah - die Vorbereitungen meiner Tochter mit. Die Hochzeit findet nicht in Deutschland sondern in Schottland statt und der Großteil der Gäste sind Schotten. Für mich ist es ein wunderbares Miterleben und ich spüre in jedem Gespräch die Begeisterung und die Vorfreude. Sicherlich wird es anstrengend, den ganzen Tag und Abend nur Englisch zu sprechen - vor allem, weil das schottische Englisch teilweise schwer zu verstehen ist. Wir haben in Edinburgh eine wundervolle historische Führung durch die Altstadt mit all ihren verwunschenen Pfaden (Close) mitgemacht und selbst Engländer hatten Schwierigkeiten dem urigen Führer zu folgen.  

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