Dienstagskochen zur Wiesn

In der fünften Jahreszeit ist alles erlaubt und deshalb gibt es für die Dienstagskocher diesmal einen supersüßen Wiesn-Hit: verboten rote Liebesäpfel.

Dienstagskochen zur Wiesn
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Kommentare
Maike Damm

Ich weiß, mein Job beim Dienstagskochen ist es zu allererst einmal, ein alltagstaugliches Rezept zu finden, das schnell gemacht ist, ohne großen Aufwand, außergewöhnliche Zutaten und Profiwerkzeug auskommt und dabei raffiniert und lecker schmeckt. Aber ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Dienstagskochrezepts ist seit jeher auch die Jahreszeit - und da mit der Wiesn in München gerade die fünfte tobt, nehmen wir diese zum Anlass und zaubern uns einen wahren Klassiker:


Liebesäpfel

 

Für alle Dienstagskocher, die es lieber herzhaft mögen, haben wir die besten Schmankerl in der Rezeptgalerie "Wiesn-Hits" zusammengetragen. Wer diesen Dienstag also lieber Schweinsbraten, Steckerlfisch oder Schwammerl-Salat setzt, findet hier das passende Rezept.

 

 

Ich freue mich auf Eure Fotos, wünsche viel Spaß beim "Dienstagskochen" und lasst sie Euch schmecken, die Liebesäpfel!

 

35 Dienstagskochen und die Rezepte dazu:

 

 

Alle Rezepte im Überblick und mit Bild findet Ihr ab sofort übrigens auch im neuen Dienstagskochbuch...


Wie das Dienstagskochen ausging? Schon bald mehr an dieser Stelle...

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Aphrodite
Etwas Süßes geht immer!

In dieser Woche steht mir der Sinn nach Joghurt, Milchreis, Fruchtpürees und Obst. Diese schönen Äpfel haben jedoch eine magische Anziehungskraft. Meine Tochter ist ganz wild darauf! Bei mir werden es also am Dienstag die roten, sagenhaften Äpfel sein.

SuPark
Lecker, aber ...

Die Liebesäpfel sehen schon sehr lecker aus, aber ich brauche abends was Deftiges. Deshalb habe ich mich für einen Salat mit gebratenen Semmelknödeln und Schwammerl entschieden.

Zählt das auch als "Bayerisches Wiesn-Schmankerl"?

Aphrodite
Na, klar SuPark!

Ich als Nicht-Münchnerin kann Dir das bestätigen :) Und es gibt auch Spielverderber, die einem das Vergnügen auf dem Oktoberfest leicht verderben können. Aber die Schweinshaxe lässt Du ja weg.

auchwas
Dienstagskochen mit "Wiesn-Schmankerl"

Obazda gibt es. Das Thema der "Spielverderber" habe ich mal überlesen, aber irgendwie nagt es mit dem Fett und so, sollte ich doch lieber nur  einen Radi mit Senfdressing machen oder beides?! Mehr heute Abend.

Aphrodite
Gleich geht's los....
Dienstagskochen zur Wiesn  

Meine Mutter hat einen Milchtopf, der ist schmal und scheint mir geeignet für meine Äpfel. Sie weiß noch nicht, dass ich Äpfel mitbringe und was ich damit vorhabe...

Mit einem Obatzdn am Abend
Dienstagskochen zur Wiesn  

zum Augustiner Edelstoff und mittags mit Hendlhaxerl war heute bei uns - leider aber nur kulinarisch gesehen - ein leckerer Wiesntag.

 

Hallo Aphrodite, auf Dein Bild von den Liebesäpfeln freue ich mich schon, Du hast ja eine süße kleine Hilfe beim Aufessen dieser sagenhaften Äpfel ;-)

SuPark
Knödelsalat
Dienstagskochen zur Wiesn  

Als gebürtige Bayerin liebe ich Semmelknödel in allen (fleischfreien) Variationen, heute gab es sie gebraten als Salat-Topping, zusammen mit gebratenen Champignons. Das war wirklich sehr lecker, macht satt, und schont das Kaloriengewissen.

Das sich der Aufwand für einen Knödel nicht lohnt, habe ich gleich ein paar mehr gemacht. Morgen gibt es einen weiteren Knödel mit Champigonsoße, die restlichen zwei Stück habe ich gekocht und eingefroren.

karlchen
Strahleäpfelchen
Dienstagskochen zur Wiesn  

So ein Liebesapfel hat ja wirklich einen unglaublich schönen Glanz. Er schmeckt zwar gut, aber ein anderes Dessert wäre mir noch lieber gewesen, zum Beispiel etwas mit Schokolade. Natürlich kann ich mich morgen Mittag im Büro schlecht von Liebesäpfeln ernähren, deshalb habe ich im Lebensmittelgeschäft einen kleinen Kürbis mitgenommen, ausgehölt, eine Suppe daraus gemacht und die wieder in den Kürbis zurück gefüllt. Als Suppeneinlage habe ich luftig leichte Klöschen aus Joghurt gemacht.

auchwas
Dienstagskochen
Dienstagskochen zur Wiesn  

mit Obazda  und einem Bayrischen  Bier war unser Abendessen gestern auch etwas im Wiesn Style.  Lieber hätte ich es  auf dem Oktoberfest genossen, doch was nicht ist............Gut wars.

@Aphrodite, super, im Dienstagskocher Look, das hat beim mir noch nicht geklappt.....

@Karlchen der Apfel sieht verführerisch aus.

Aphrodite
Echte Zuckerbäckerkunst?

@Eliza, den Stab muss ich weiterreichen. Mal sehen, was Maike gezaubert hat. Auf die Idee wie Karlchen, drei Holzspieße zu nehmen, bin ich nicht gekommen. Und viel weiter dann eigentlich auch nicht. Heißt, alle Zutaten zusammengerührt und erhitzt, Eiswasser bereit gestellt (ich habe kein Zuckerthermometer), kochen lassen und probiert und probiert und probiert.... Der Zuckersirup verlor seine schöne Farbe, das Bild hier bewundert: schön rot! - halt ein Liebesapfel! - So schwer kann das doch nicht sein. In einem großen Backbuch nachgeschlagen und den wichtigen Hinweis gefunden, dass Zucker sich, sobald er die Temeratur von 150 Grad erreicht hat, sehr schnell dunkel wird. So schnell konnte ich gar nicht gucken und aus meinem Zuckersirup wurde ein karamell-braune, klebrige Masse. Zuckerfäden kann ich jetzt spinnen. Zucker- und Karamellbonbons habe ich mal als Kind gekocht, aber längst nicht mit so viel Wasser. Meine Masse wurde nicht fest und setze ich die Äpfel in die kochend-heiße Masse tropft alles wieder ab. Selbst als ich den Topf vom Herd gezogen habe, bräunte der Zucker weiter nach. Kommentar meiner Tochter: "Ich mag keinen Karamell-Zucker."

Zuckerlösung für Liebesäpfel kochen, kann doch nicht so schwer sein? Ich habe wahrscheinlich den Punkt nicht getroffen.

Oh wie schade, Aphrodite

so viel Aufwand und dann kein Erfolg ;-(  Zucker erhitzen ist schon eine ziemlich heikle Sache. Ich wollte mal Karamell machen, aber das ist blitzschnell verbrannt, so schnell konnte ich gar nicht schauen. Das ist wohl mit ein Grund, warum ich die tollen Äpfel hier nicht ausprobiert habe. Vielleicht ist das ein kleiner Trost für Dich. LG, Eliza

Maike Damm
Liebe Zuckerapfelkünstler,
Dienstagskochen zur Wiesn  

leider bin auch ich an der hohen Kunst des Zuckererhitzens gescheitert...zumindest teilweise. Bei mir wurde die rote Masse zwar schön dick und klebrig, allerdings verfärbte sie sich in der Sekunde, in der ich den Eiswassertest gemacht habe, vom gewünschten "Verbotenrot" ins Bräunliche. Aber fest wurd der Zuckerguss am Apfel dann allemal, geglänzt haben sie auch wunderschön und der Geschmack war fabelhaft! Ich werd's auf jeden Fall nochmal probieren, vielleicht krieg ich den Geheimtrick für leuchtend rote Äpfel ja noch raus;) Hier meine Steps in Bildern!

Maike Damm
Auf dem Herd...
Dienstagskochen zur Wiesn  

...die sprudelnd kochende Zuckermasse

Maike Damm
Mein erster Liebesapfel...
Dienstagskochen zur Wiesn  

...auf seinem Zuckerbett

Maike Damm
...und vier weitere...
Dienstagskochen zur Wiesn  

Nicht knallrot, aber lecker!

Aphrodite
Hab' im Sweet Basic nachgeschlagen...

Dort gibt es ein Intro und als reine Zubereitungszeit sind 45 min. (ohne Trocknen) angegeben. Die wird die Zuckerlösung brauchen, damit das Wasser verdampfen kann. Danach steigt die Temperatur an. "Nicht umrühren" hatte ich noch gelesen. Richtige Zuckerbäcker haben das im Gefühl - Bewundernswert!

karlchen
Mit einem Esslöffel die Konsistenz getestet

Gestern war ja mein Squashabend und ich hatte nicht viel Zeit, die Zutaten einzukaufen. In dem Laden gab es keine Holzspieße in der Stärke die ich mir vorgestellt hatte, nur etwas dickere Schaschlikspieße. Dann habe ich einfach drei davon genommen. Oben habe ich sie zusammen gebunden und nachdem der Guß getrocknet war, konnte ich die Schnur wieder weg machen, weil die Spieße dann auch so gut zusammen hielten. Ein Zuckerthermometer habe ich nicht verwendet. Die Mischung habe ich kochen lassen und habe immer wieder einen Esslöffel eingetaucht und geprüft, wie die Flüssigkeit vom Löffel läuft. Irgendwann wurde sie wesentlich dickflüssiger und dann ging es ziemlich schnell, bis sie soweit war. Den Topf habe ich dann von der Platte genommen, damit es nicht mehr so sehr schäumt und dann habe ich den Apfel eingetaucht.

karlchen
Mit einem Esslöffel die Konsistenz getestet

Gestern war ja mein Squashabend und ich hatte nicht viel Zeit, die Zutaten einzukaufen. In dem Laden gab es keine Holzspieße in der Stärke die ich mir vorgestellt hatte, nur etwas dickere Schaschlikspieße. Dann habe ich einfach drei davon genommen. Oben habe ich sie zusammen gebunden und nachdem der Guß getrocknet war, konnte ich die Schnur wieder weg machen, weil die Spieße dann auch so gut zusammen hielten. Ein Zuckerthermometer habe ich nicht verwendet. Die Mischung habe ich kochen lassen und habe immer wieder einen Esslöffel eingetaucht und geprüft, wie die Flüssigkeit vom Löffel läuft. Irgendwann wurde sie wesentlich dickflüssiger und dann ging es ziemlich schnell, bis sie soweit war. Den Topf habe ich dann von der Platte genommen, damit es nicht mehr so sehr schäumt und dann habe ich den Apfel eingetaucht.

Sebastian Dickhaut
Dankeschön

 

Spät (nach Basic-Abgabe und Buchmesse) aber doch: Merci für all die hilfreichen Beiträge zum Thema Liebesäpfel sowie Euren Mut, sich da dran zu wagen. Das Rezept stammt aus der Fortgeschrittenen-Seite von Sweet Basics, und auch da haben wir schon Lesermails bekommen von Leuten, die damit nicht klar gekommen sind.

 

Es ist so, wie es sich hier zeigt: Das Ganze braucht Fingerspitzengefühl & Erfahrung bzw. zumindest Mut & Glück. Auf der Wiesn haben sie dann noch Glukosesirup o. ä. und Speisefarbe, aber das geht hier natürlich nicht. Sagt auch Foodstylist und GU-Autor Hans Gerlach, der die Äpfel fürs Bild im Buch gezaubert hat. Aber schön rote Äpfel zu nehmen, das hilft schon, sagt er…

 

Umso mehr Respekt an Maike & ihre Dienstagskocher, demnächst lasse ich Euch gleich meine Rezepte testen, ok?

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