Eure schönsten kulinarischen Urlaubserinnerungen - die Gewinner!

Wir haben Eure schönsten kulinarischen Urlaubserinnerungen gesucht und Ihr habt uns Eure Geschichten erzählt. Hier sind die Gewinner!

Eure schönsten kulinarischen Urlaubserinnerungen - die Gewinner!
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küchengötter Redaktion

Unsere Kochbuchautorin und Küchengöttin Nicole Stich (Nicky) liebt das Reisen wie das Kochen und bringt uns regelmäßig die schönsten Rezepte aus aller Welt mit. Dass nicht nur sie von ihren kulinarischen Urlaubserinnerungen geprägt ist, habt Ihr uns im Reisehunger-Gewinnspiel gezeigt. Denn auch Ihr habt jede Menge zu erzählen: Geschichten vom ersten romantischen Urlaub in Italien, einem kulinarischen Erlebnis der Extraklasse mit der ganzen Familie im tiefsten Bayern oder der ersten Pho Bo in Vietnam.

 

Mit dieser tollen Mischung und Euren spannenden Geschichten aus aller Welt habt Ihr es der Küchengötter-Jury nicht leicht gemacht. Schwer zu entscheiden, welche kulinarischen Urlaubserinnerungen nun die schönsten sind, denn jede ist für sich einzigartig und wir haben uns sehr darüber gefreut, dass Ihr sie mit uns geteilt habt. Zusammen mit „Reisehunger“-Autorin Nicky haben wir nun schweren Herzens entschieden, wer für seine Geschichte eines von fünf neu erschienenen Kochbüchern „Reisehunger“ gewinnt. Aber vorweg: Auch Nicky war von all Euren wunderschönen Beiträgen restlos begeistert! Aber hier sind unsere fünf finalen Gewinner:

 

urbanjunking mit "Ich war 10 Jahre alt und es war mein erster Urlaub mit meinen Eltern an der Costa Brava"

"In der ersten Woche, sollte ich meine erste Paella kosten. Nach einem langen Badetag mit viel Sonne, Sand, Tiroler Nussöl und Zitroneneis in der Schale, ging es am Abend an der Strandpromenade entlang in Richtung Restaurant.Hüpfend an der Hand meiner Mutter, freute ich mich auf den Abend unter Erwachsenen - wie schon eine ganz große Dame.Als plötzlich vom Strand her ein streunender Hund auf mich zuschoss. Nicht etwa auf meine Mutter, sondern nur auf mich Während meine Eltern ganz ruhig stehen blieben, was mich nicht gerade beruhigte, riss ich mich von meine Mutter los und rannte schreiend den Strand entlang. Hinter mir her der wild bellende Hund. MEINE Panik wurde immer größer und gefühlt rannte ich um mein Leben. Meine Eltern riefen, ich solle stehen bleiben und mich beruhigen, sonst würde der Hund mich beißen. Ich dachte mir aber nur die müssen verrückt sein. Als meine Eltern mich einholten und den Hund verjagten, der uns aber noch ein Weilchen aber auf Abstand, bis zum Restaurant folgte.Mit noch zitternden Knien und ziemlich ruhig, bekam ich also meine erste Paella, gekrönt von zwei riesigen Scampi. Ich war völlig fasziniert von den Scheren und dem ganzen Tier. Geschmeckt hat die Paella herrlich und meine Liebe zu Safran wurde auch geweckt. Beim Abräumen der Teller und Pfannen bestand ich darauf die Scheren der Scampi - unter dem Unverständnis meiner Eltern - mitzunehmen. Sie fürchteten wohl den Gestank im Hotel.Auf dem Heimwege, mit den Scampi-Scheren in einer kleinen Plastiktüte, begegnete uns wieder der Hund. Und ein weiteres Mal war ich das Ziel seiner Begierde. Schnüffelnd und bellend, mit der Nase an meiner Beute.Aber diesmal wollte ich mich verteidigen und schrie so laut ich konnte, hau ab! Stampfte mit dem Fuss auf, der Hund legte den Kopf schräg und verschwand tatsächlich in Richtung Strand. Ich war völlig überrascht von meiner eigenen Courage und kam nach einem wunderschönen Urlaub, um eine Genusserfahrung reicher, etwas erwachsener aber ohne Scampi-Scheren (sie stanken einfach zu stark) aus den Sommerferien zurück."

 

tramp mit "Meine erste Pho Bo"

"Ich erinnere mich noch sehr gut. Mein erster Besuch in Vietnam, der erste Tag. Wir hatten gerade in Hanoi den Literaturtempel besucht und waren noch vom Flug ziemlich erschöpft. Da meint der Guide, dass wir jetzt Suppe essen gehen werden. Zuerst kurze Enttäuschung, da wir alle auf ein tolles Essen mit leckeren Frühlingsröllchen und allerlei exotischen Gerichten gehofft haben. Aber dann bringt die Bedienung jedem sein Schälchen Pho Bo - leckere Nudelsuppe mit Rindfleisch, Sprossen, vielen frischen Kräutern zum selber dazugeben, dazu Chillis und Spalten einer Limette. Eine geschmackliche Offenbarung. Wir haben die gesamte Reise viel leckeres Essen bekommen, aber diese leckere Nudelsuppe hat mich zum Vietnam-Fan gemacht. Und auch daheim gibt es, immer wenn es mir schlecht geht, eine Schale Pho Bo und dann sieht die Welt gleich wieder ganz anders aus."

 

Seehase1 mit "Kulinarische Geschäftsreise mit Folgen"

"Vor einigen Jahren wurde ich für ein paar Tage in die Hauptstadt der Slovakei - nach Bratislava - auf Geschäftsreise geschickt. Voller Skepsis über das fremde Land und die fremde Kultur trat ich meine Reise an und wurde dort von meinen bis dahin noch unbekannten Kollegen herzlich empfangen. Da ich gerade passend zur Mittagspause ankam, hat man mich gleich in ein nahe gelegenes Restaurant mitgenommen. Der Zugang zum Restaurant wirkte alles andere als einladend. Über einen verschmutzen Hinterhof ging es durch eine kaputte Tür eine knarzende Holztreppe in einen Keller herab. Dort unten im fensterlosen Gastraum hingen ein paar funzelnde Lampen, die für nur wenig Licht sorgten. Die Tische und Stühle waren aus altem, dunklem Holz und ich fühlte mich alles andere als wohl. Nachdem wir Platz genommen hatten, übersetzten mir die Kollegen die Speisekarte. Man empfahl mir ein Gericht namens Bryndzové halusky - zu deutsch Brimsennockerln. Von der Beschreibung her hörte es sich etwas wie Kässpätzle an und weil ich als Schwabe dies natürlich liebe, hatte ich es bestellt. Der Unterschied zu unseren Kässpätzle bestand darin, dass zum Teig noch fein geriebene Kartoffel hinzufügt wird. Als Käse wird ein spezieller slovakischer Schafsmilchkäse verwendet. Und außerdem wird das Gericht noch mit gebratenem Speck verfeinert. Die ganzen Bedenken und Zweifel, die ich über den Geschmack und die Qualität des Essens hatte, waren mit dem ersten Bissen verflogen. Eine solche Köstlichkeit hatte ich nie und nimmer erwartet. Ich verschlang die ganze Portion mit einer solchen Unersättlichkeit; die Konsequenz war mir leider erst im Nachhinein bewusst. Mein Magen meldete sich. Ihm war es definitiv zu viel. Ich quälte mich den Weg zurück ins Büro und war vor lauter Bauchschmerzen absolut nicht mehr im Stande, meinen geplanten Vortrag zu halten. Die slovakischen Kollegen nahmen es gelassen und verschoben den Termin einfach auf einen anderen Tag. Stattdessen hatte mir eine Kollegin das Rezept der Brimsennockerln erklärt - so wie sie es von ihrer Großmutter erklärt bekommen hatte. Wir redeten fast den ganzen Nachmittag übers Essen und entdeckten so eine gemeinsame Leidenschaft. Als einige Monate später der Gegenbesuch aus Bratislava kam, führte ich die Delegation in ein urschwäbisches Wirtshaus, um ihnen dort die besten Kässpätzle, die ich kenne, vorzustellen. Auch ihren Mägen ging es nach dem Essen ähnlich wie mir nach meinem ersten Mal Brimsennockerln."

 

FLORAlicious mit "Mal wieder Reis"

"Reis ist das Hauptnahrungsmittel auf den Philippinen, während meinem Aufenthalt in dem Inselstaat bekam ich einen Anruf von meiner Oma: "Ihr esst dort sicherlich oft Reis, drei bis viermal die Woche, oder?" Nein, selbst verdoppelt wäre das noch untertrieben! Dreimal täglich gibt es dort Reis zu essen! Aber die Vielfalt der dazu servierten Speisen und die Atmosphäre machen die einzelnen Mahlzeiten zu einem besonderen Genuss. Einmal als Brotersatz zu Ei, als Beilage zu Gemüse in Soße oder süß in Bananenblätter gerollt. Dass ein einziges Lebensmittel so reich an Variationen sein kann, hätte ich nie gedacht. Am erstauntesten war ich allerdings, als sich mir am Ende meiner Reise ein - mich lange rätselnd verweilen lassendes - Geheimnis lüftete. In kleinen Marktständen an der Straße, Turo-Turo genannt, die häufig mit einem Hinterzimmer verbunden sind, in dem die Kundschaft das frisch gekochte Essen zu sich nehmen kann, werden aus Bananenblättern geflochtene, pyramidenförmige Päckchen angeboten. Ich saß mit Freunden in solch einem Hinterzimmer und aß gebratenes Hühnchen und Schweinefleisch, als mich die anderen auf den Korb mit oben benannten, fast schon als fernöstliche Kunst zu bezeichnenden, Pyramiden aufmerksam machten und mich aufforderten, mich daraus zu bedienen. Die Päckchen waren grün-braun und an einer Seite von einem Messer eingeschnitten, an dieser Stelle ließen sie sich besonders leicht öffnen, und gewährten mir somit den lang ersehnten Einblick in die philippinische Küche. Als erstes konnte man etwas weißes aus dem Spalt herausblitzen sehen und schon bald breitete sich vor mir die wohl beliebteste Speise der Philippinen aus - Reis!"

 

Tuetenrobbe mit "Fischsuppe vor Islands Küste"

"Mein kulinarisches schönstes Erlebnis war mir Anfang des Jahres vergönnt. Ich habe mich auf eine winterliche Polarlichtreise nach Island begeben. Bei einer Bootstour vor der Küste von Snaefellsnes wurde eine landestypische isländische Fischsuppe serviert. Die Suppeneinlage wurde frisch aus dem Meer geholt. Ganz „Mutige“ haben die Muscheln direkt aus der Schale gegessen; für allen anderen kamen die soeben frisch gefangenen Muscheln in die Suppe. Ich habe noch niemals nie eine so köstliche Fischsuppe gegessen- und schon gar nicht vor so einer überwältigenden Kulisse. Zwischenzeitlich habe ich auch schon versucht die Suppe nachzukochen. An das Original auf Island kommt meine leider noch nicht ran - ich probiere es weiter. Denn lecker ist sie trotzdem und weckt zumindest für den Moment wieder das wunderbare Urlaubsgefühl, welches ich auf der Bootstour verspürt habe."

 

Liebe Gewinner, bitte schaut doch einmal in Euer eMail-Postfach. Dort müsstet Ihr schon eine Nachricht von uns finden. Damit Nicky Eure Bücher mit einer persönlichen Widmung signieren kann, könnt Ihr uns einfach eine eMail mit dem gewünschten Text schicken. Euer Gewinn wird Euch dann bald per Post zugeschickt. Wir wünschen allen Gewinnern viel Spaß mit dem neuen Kochbuch und bedanken uns noch einmal bei allen Teilnehmern dafür, dass sie ihre Erinnerungen mit uns hier in der Community geteilt habt.

 

Und für alle, die garnicht genug kriegen von kulinarischen Urlaubserinnerungen und Rezepten aus aller Welt: Hier geht's zum großen Reisehunger-Special ...

Ich freue mich!

Auch für alle anderen. :-)Danke!

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