Fastenzeit – Wer ist dabei?

„Bis Ostern verzichte ich auf ...“ – Wie würde dieser Satz bei Euch weitergehen?

Fastenzeit – Wer ist dabei?
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Kommentare
küchengötter Redaktion

Kaum ist das närrische Treiben vorbei, beginnt sie wieder: die Fastenzeit. Traditionell steht nun 40 Tage lang ein Punkt ganz dick auf der Tagesordnung: Verzicht! Früher war das der Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte, Alkohol und Eier. Heute begegnen uns immer mehr freie Fasteninterpretationen. Nicht selten hört man „Ich verzichte auf Schokolade und Süßigkeiten, die Weihnachtspfunde müssen sowieso noch runter.“ Manche verzichten statt auf bestimmte Lebensmittel ganz bewusst ein paar Wochen lang auf Fernsehen oder Konsum.

 

Alldiejenigen, denen das zu wenig ist, können die Fastenzeit nutzen, um den  Verzicht noch „auf die Spitze“ zu treiben. Nämlich in dem sie (fast) gar nichts mehr essen. Natürlich unter ärztlicher Betreuung. Mehrtägige Heilfasten-Kuren oder Fastenwochenenden erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Hier steht nicht der Verzicht an sich, sondern die Reinigung des Körpers im Mittelpunkt. Außer spezieller Brühen und Säften oder Tees landet dann tagelang nichts im Magen. Angeblich sogar ohne Hunger zu verspüren. (Wie solch ein Heilfasten abläuft, könnt Ihr bei unseren Kollegen von fürsie.de nachlesen.)

 

Aber wie sieht das bei Euch aus, liebe Küchengötter, verzichtet Ihr bis Ostern bewusst auf irgendetwas? Oder habt Ihr sogar schon Erfahrung mit Heilfasten gemacht? Wir sind gespannt, was Ihr uns zu berichten habt!

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Aphrodite
Bis Ostern verzichte ich auf...

... Ratschläge, was Heilfasten angeht. Nicht böse sein, Heilfasten hat es schon immer gegeben und hat für mich asketische Züge und genauso angestrengt sieht der Körper dann aus. Da gehört schon eine Lebenseinstellung dazu.

 

Gegen frische Säfte und Tees mit Gewürzen wie Zimt und Cardamom ist gar nichts einzuwenden. Weniger von allem zu essen, ist doch völlig ausreichend. Abends nur Gemüse zu essen, finde ich schon sparsam. Bei "Was kocht ihr heute?" zu verkünden: ein Säftchen und ein Schluck Brühe aus YXZ, würde ich mich jetzt nicht trauen. Das ist schon sehr enthaltsam und absolute Sparflamme. Und warum esse ich überhaupt? Für mich ist das auch eine soziale Komponente. So was von abgemeldet sein, käme mir niemals in den Sinn.

Kochmamsell
Heilfasten ...

... habe ich früher schon öfter ausprobiert, bin aber wieder davon abgekommen, da es doch sehr anstrengend ist und die durchaus erhoffte Abnahme nicht wirklich bleibt. Die Fastenzeit lasse ich aus, mag auf nix verzichten, was mir Freude bereitet, da ich schon zwangsweise auf einiges verzichen muss. Also genieße ich jetzt alles viel mehr.

Bettina Müller
Fasten

Ich verzichte auch auf gar nichts, weder beim Essen, Fernsehen oder Konsum. Ich erinnere mich auch nur an ein einziges Mal, als ich bewusste auf etwas verzichtet habe: Es war eine Wette, 4 Wochen lang keine Schokolade in jeglicher Form zu essen, ich war glaube ich 20 Jahre alt. Ich habe die Wette gewonnen, bin anschließend aber wieder über Schokolade in jeder Form hergefallen. ;-)

 

Heilfasten habe ich noch nie gemacht, so dass ich mir schlecht ein Urteil darüber erlauben kann. Aber Abnehmen ist doch nicht das primäre Ziel, oder? 

lundi
Bis Ostern verzichte ich auf...

nichts. Einfach weil ich Heide bin von Kopf bis Fuss und auch so lebe. Heilfasten ist speziell. Und nein, Hüftgoldschmelze ist nicht das primäre Ziel. Ich fühle mich zum Heilfasten nicht berufen, das ist Kopfsache. Eine Freundin betreibt dies mit Begeisterung, aber ich bin skeptisch, sie wirkt danach nicht ausgeglichener oder zufriedener. Reinigung von Körper und Seele betreibe ich schon ab und zu, das ist wichtig für mich und korrigiert meinen Blick auf das Alltägliche, aber Heilfasten ist für mich nicht die richtige Methode.

nika
Fastenzeit

Ich faste bereits seit Jahresbeginn (05.01.2014). Ich verzichte auf Alkohol und Süssigkeiten. Dafür stehen Tees und Obst und Milchprodukte wie Joghurt und Quark bei mir im Vordergrund. Fleisch steht weiterhin bei mir auf dem Programm. Jetzt nach fast 2 Monaten kann ich sagen, mein Körper hat begonnen, sich umzustellen und alles fühlt sich ein wenig anders an. Ich fühle mich wohl dabei, meine Schlafstörungen haben ein wenig abgenommen und das finde ich super. Ich fast weiter - wenigstens bis Ostern.  

 

Zum Osterlamm gibt es aber mal wieder ein Glas Rotwein ...

 

Worauf ich ebenfalls - möglichst - verzichte: Sport, hihi.

lundi
Vielleicht doch?

Ich könnte KOMPLETT auf Plastik- und Aluminiumverpackungen verzichten beim Einkauf von Lebensmitteln und Getränken? Eigentlich versuche ich das schon sehr lange und recht eindringlich. Aber Kartoffeln in Papiertüten reichen längst nicht. Manchmal scheint es mir unmöglich. Da müsste ich mich anstrengen und würde meiner Ernährung vermutlich etwas Gutes tun.

 

@nika Meine Hochachtung! Weiterhin Erfolg! So unterschiedlich ist das. Ein Leben ohne Sport wäre die Katastrophe für mich. Dagegen stehen Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Quark auf meiner Abschussliste.

Bettina Müller
Plastik

Zum Thema bei Lebensmitteln auf Plastik in der Verpackung zu verzichten, habe ich erst letzte Woche einen Beitrag im Fernsehen gesehen. Und war mindestens genauso erstaunt wie die Person, die es getestet hat, weil es fast unmöglich war. Ich würde auch schon direkt in der Obstabteilung meines Supermarktes an meine Grenzen geraten, da es dort keine Papiertüten gibt. Und das ist ja erst der Anfang ...

Aphrodite
Das ist lustig.

Obst und Gemüse packe ich so in den Einkaufswagen, muss allerdings sagen, dass kleine Tomaten zumeist abgepackt sind. Aber ich friemel jetzt nicht Orangen und Äpfel in die Tüten. Seit an der Kasse abgewogen wird, hat sich diese Arbeit erledigt.

 

Und dann habe ich mir gestern Frischhaltebeutel für Brot und Gemüse gekauft. Atmungsaktiv Reißfest Kompostierbar. Die Beutel enthalten Stärke aus gentechnikfreiem Anbau. So sieht das aus: Bio-Plastik :) Weiterverwendet werden sie als Abfallsäcke oder einfach im Kompost entsorgt. 

Bettina Müller
Bio-Plastik

Die meisten Sachen lege ich auch so in den Einkaufswagen, aber wenn ich beispielsweise mehrere Kräutersträuße kaufe, habe ich sie bisher immer in die Tüten gepackt. Aber klar, da müsste ich nur anfangen, umzudenken und das nicht mehr tun. Aber viele Sachen sind dann halt trotzdem selbst in der Obst- und gemüseabteilung in Plastik verpackt. 

 

Dieses Bio-Plastik kenne ich von Beuteln für die Bio-Tpnne. Habe jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie in die Bio-Tonne werfe, weil sie so sehr nach normalen Plastik aussehen. ;-)

lundi
usw.

Getränke, Sahne, Käse, Matjes, Wurst, Butter, Brötchen, Gewürze ... - geht sicher alles, nur Gemüse ist da fast noch einfach, obwohl das sehr oft "eingefolt" ist. Ich halte mal die Augen auf und versuche, noch mehr zu verzichten.

Bettina Müller
Gemüse

Ich habe es auch nur als Beispiel genannt, weil das die erste Abteilung im Supermarkt ist. Da geht es halt schon los und an vielen anderen Stellen weiter. Aber es ist ein ganz toller und wichtiger Vorsatz und ich werde auch mal probieren, noch genauer darauf zu achten, an welchen Stellen ich ganz einfach schon durch mein Kaufverhalten auf Plastik verzichten kann.

JulietteG
Als ich heute morgen...

den Beitrag las, fiel mir spontan eine kleine Anekdote ein, die ich irgendwann mal im Internet gelesen habe: Die Eltern einer vierjährigen Tochter unterhalten sich beim Essen darüber, auf was sie in der Fastenzeit verzichten wollen. Die Mutter sagt: "Ich verzichte auf Schokolade." und der Vater möchte sich des Alkohol enthalten. Da fragen sie ihre kleine Tochter, auf was sie in der Fastenzeit verzichten möchte und die antwortet prompt: "Rosenkohl"! :) 

 

Bei dem Ende Deines Kommentars musste ich schmunzeln, liebe nika! Auf Sport kann ich auch gut verzichten! Was für eine geniale Ausrede bis Ostern! :)

 

Ich werde ebenfalls auf nichts verzichten in der Fastenzeit! Auf die Idee heilzufasten bin ich bisher noch nicht ernsthaft gekommen. Zumal mir ein Urlaub, der laut dem verlinkten Bericht mind. 900 € kostet (also dann bei empfohlenen zwei Wochen 1.800 €), wirklich zu teuer, wenn ich dort nicht einmal was Vernünftiges zu Essen bekomme! :)

 

Die "Wendung" der Beiträge ist interessant! Worüber ich bei mir im Supermarkt schon mehrfach gestolpert bin, ist übrigens das Bio-Regal! Während die Gemüse sonst in den "normalen" Regalen überall lose liegen, sind die Bioprodukte doppelt mit Plastik verpackt. Die Zucchini sind beispielsweise in einer Plastikschale und selbige ist dann noch mit Folie überzogen... 

 

In beiden Supermärkten, in denen ich regelmäßig einkaufe, muss das Gemüse übrigens noch selbst abgewogen werden. Da greife ich schon einmal zum Plastiktütchen. Ich verwerte sie insoweit halbwegs sinnvoll weiter, indem ich Fleisch- und Fischwegschnitte darin entsorge, die nicht allzu lange in dem Mülleimer in der Wohnung bleiben sollten. Bevor ein Aufschrei ertönt: eine Biotonne gibt es hier nicht. 

 

 

 

Bettina Müller
Plastikverpackung

Was mir dazu noch einfällt: Die Probandin in dem Beitrag konnte während der ganzen Zeit keine Wurst, Fleisch oder Käse essen, da wohl gesetzlich vorgeschrieben ist, dass diese Produkte in Folie abgepackt werden.

 

Die Beobachtung mit dem Bio-Gemüse ist vollkommen richtig, liebe Juliette. Einzig die Kartoffeln sind bei uns in Papier verpackt. Aber auch Pilze, Auberginen, Fenchel - immer wieder "gerne" in Plastik. Ob das auch an irgendwelchen Vorschriften liegt? Es ist auf jeden Fall ein absoluter Widerspruch zu Bio ...

 

Die Geschichte mit dem Rosenkohl ist köstlich! Ich hab mich umentschieden: Ich verzichte ab sofort auf Salami-Pizza, Currywurst und Spareribs. :-)

Kochmamsell
Bio-Plastik-Verpackung

Da habe ich aber Glück, denn bei meinem Biobauern gibt's fast nur Papiertüten, wo ich Trauben oder sonstiges empfindliches Gut einpacken kann, ansonsten hat er noch kompostierbare Plastiktüten. Die festen und groben Sachen wie Kartoffel, Zwiebel usw. kommen so in den Einkaufskorb. Ich versuche schon seit einiger Zeit, mit weniger Plastiktüten auszukommen, was garnich so einfach ist.

Bettina Müller
Stimmt

In den kleinen Bio-Läden hier im Viertel ist das natürlich auch anders, die Beobachtungen betreffen tatsächlich nur die Bio-Ecke im Supermarkt. Somit ist die Überlegung, ob das auch gesetzliche Ursachen hat, schon wieder hinfällig.

JulietteG
Dein neuer Vorsatz...

reiht sich ja richtig gut in die "Er sagt, Sie sagt..."-Blogreihe ein! :)

 

Wahrscheinlich basiert der Bio-Plastikverpackungs-Wahn eher auf gewinnorientierten Hintergründen.... Ansonsten könnte ich mir Bio nehmen und an der Waage bzw. vor der Kassiererin vorgeben, dass das Gemüse "konventionell" ist. Mich persönlich hält das aber im Supermarkt vom Bio-Kauf ab.... Mal zusätzlich davon abgesehen, dass ich beispielsweise keine 3 Zucchini kaufen möchte, wenn ich nur eine benötige! 

JulietteG
Der Bio-Bauer...

ist in der Großstadt leider eine nur wenig angesiedelte Rarität!

Bettina Müller
Stimmt

das wird es wohl sein, sonst kann ich meine Bio-Gurke ja mal eben an der Kasse als konventionelle ausgeben. Das wird es wohl wirklich sein. Sehr schade.

nika
Verzicht auf Plastik

ist ein sinnvoller Verzicht. Die Beiträge zeigen aber schon auf, wie schwierig es ist, 1. unverpackte Lebensmittel zu kaufen und 2. tatsächlich nur eine verbraucherfreundliche Größe und keine Familiengroßpackung. Gerne kaufe ich deshalb mein Gemüse auf dem Wochenmarkt und habe meinen Korb (und meinen zweibeinigen Korbträger) dabei, so kann ich das Gemüse aussuchen. Mich ärgert es immer maßlos, wenn mein GöGa z.B. Flüssig-Waschmittel kauft. Natürlich: preisbewußt die Großpackung und ich kann dann sehen, wie ich aus der Riesenflasche in die kleine Verschlusskappe portioniere. Letztendlich habe ich mir eine kleine (von mir gekaufte) 1-Liter-Flasche gekauft und das Produkt umgefüllt und !!! die passt sogar in meinen Schrank mit Wasch- und Putzmittel und muss nicht obenauf stehen!! 

Ich habe mir einen weiteren Verzicht auferlegt: Nicht-Saisaon-Lebensmittel. Ich will bis zum Sommer saisonales und lokal-erzeugtes Gemüse und Fleisch verbrauchen. Damit fördere ich die mir bekannten hiesigen Erzeuger und nicht die Transport-Firmen und Erzeuger, deren Arbeit ich nicht hinterfragen kann (Kinderarbeit, Ausbeutung von armen Lohnarbeitern). Mal sehen, wie lange ich das schaffe.

trudine
Fastenzeit ist für mich

als gebürtige Norddeutsche ein Fremdwort. Lustig fand ich lundis Beitrag - ich bin auch ein Heide!

Aber zu allen anderen, die das Thema dann auf Verzicht von Plastik erweitert haben ... das tue ich schon seit bald 30 Jahren. Einfach ist das natürlich nicht immer. Aber wenn man ungewollte Plastiktüten bekommt, wie z.B. Tüten von Klopapier, die werden bei mir als Einsatz im Mülleimer weiterverwertet. 

Beim Einkauf habe ich immer meinen Korb dabei - nix mit Tüten.

Aber um auf das Thema zurück zu kommen, warum sollte man nur, weil es im Kalender steht, auf irgendwas verzichten - vom Karneval bis Ostern .... merkwürdig! Aber vielleicht erschliesst sich das einem Heiden nicht so?

Ich denke, alles was der Umwelt, der Gemeinschaft nicht gut tut, auf das sollte man verzichten, unabhängig von "Stichtagen"!

 

lundi
Gute Idee: Verzicht und Saison

Liebe JulietteG, das ist eine ganz tolle Anregung. Seit ein paar Jahren verzichte ich konsequent auf nichtsaisonale Produkte. Ja, das tue ich wirklich. Anfangs sehr zum Leidwesen der Familie. Frische Tomaten und Zucchini sehen auch im Januar toll aus. Aber das kommt mir nicht in die Tüte, auch nicht in eine aus Papier. Das war am Anfang echt schwer. Und wenn ich heute frage, wie wäre es mit gefüllter Paprika, bekomme ich zur Antwort: Mama, es ist doch März. Das geht.

JulietteG
Übrigens...

liebe lundi, seitdem ich die Küchengötter und damit Dich kenne, hast Du mich schon etwas angesteckt.... Ich bin bei Weitem nicht so konsequent, wie Du es bist, denn ein paar Tomaten und auch Paprika wandern auch im Winter mal in meinen Einkaufskorb. Aber beispielsweise die von mir hier viel zitierten Zucchini gibt es tatsächlich nur noch im Sommer! Ich koche wirklich viel saisonabhängiger.... 

 

Machmal muss ich dann selbst schmunzeln, weil ich bei manchen Gerichten die ich hier heraussuche (und entweder trotzdem koche oder meistens verwerfe) denke, da kräuseln sich bei lundi gerade die Haare! ;)))

 

Dafür danke ich! :)

Bis Ostern verzichte ich auf...

... die "Yellow-Press". Keine Schundblättchen mehr kaufen.

Ausserdem bin ich grad mitten im Heilfasten und versuche generell dann etwas gemässigter zu Essen. Nich immer reinhaun wie wild weils sooo gut is ;-)

Heilfasten mache ich übrigens nicht aus religiösen Gründen, sondern weil ich das Gefühl habe, einen "inneren Frühjahrsputz" gebrauchen zu können. Ausserdem will ich meinem inneren Schweinehund in den A... treten.

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