Friede, Freude, Eierkuchen!

Wenn Eierkuchen auf den Tisch kommen, herrscht in deutschen Küchen Frieden. Wir versuchen heute herauszufinden, warum sich bei Eierkuchen alle einig sind.

Friede, Freude, Eierkuchen!
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küchengötter Redaktion

Eine herrlich luftig lockere Köstlichkeit: der Eierkuchen. Wir kennen ihn als Pfannkuchen und essen ihn schon seit Kindertagen. Und wer fühlt sich nicht in seine Kindheit zurückversetzt, wenn es Pfannkuchen gibt? Wir sind wieder 8 Jahre alt, unsere Füße baumeln über dem Küchenboden und wir warten sehnsüchtig darauf, dass unsere Oma endlich mit einem Lächeln im Gesicht den Pfannkuchen auf unseren Teller gleiten lässt. Dann noch ein ordentlicher Klacks hausgemachte Marmelade und fertig ist die Kindheitserinnerung.

 

Die internationale Welt des Pfannkuchens

Aber nicht nur bei uns in Deutschland ist der Kuchen aus der Pfanne so beliebt. Denn die Welt is(s)t eine Scheibe: Pancakes in den USA, Blinis in Russland, Palatschinken in Österreich, Crêpe bzw. Galette in Frankreich, Dorayaki in Japan, Kimchijeon in Korea, Plättar in Schweden, Tiganites in Griechenland, Pannenkoeken in den Niederlanden, usw. Man kann sich mit dem Pfannkuchen einmal um die Welt essen. Egal ob Pancakes oder Pannenkoeken, gemeinsam haben sie alle die gleichen Grundzutaten: Milch, Mehl, Salz, Butter/Öl und eventuell Eier. Aber was macht den Pfannkuchen so erfolgreich und das auch noch international?

 

Das Teigwunder

Es könnte an den Zutaten liegen. Milch, Mehl und Co. sind relativ günstige Lebensmittel, die man eigentlich immer zu Hause hat. Und leicht zuzubereiten ist der Kuchen aus der Pfanne auch. Einfach alle Zutaten verrühren und dann die Teigportionen in einer Pfanne ausbraten. 

Unser Tipp: einen großzügigen Schluck Sprudel in den Teig und die Pfannkuchen werden phänomenal fluffig!

Zugegeben, Geduld muss man schon haben. Aber es lohnt sich am Herd zu stehen und zu warten, bis der Teig sich von der Pfanne löst und gewendet werden will. Die Mutigen erledigen das dann ohne Hilfsmittel und schleudern ihn einmal durch die Luft. Alle, die dieses Koch-Level noch nicht erreicht haben können einfach einen Deckel auf die Pfanne setzen. Dann den Pfannkuchen auf den Deckel stürzen und wieder in die Pfanne gleiten lassen. Voilà! Wer keine Lust oder Zeit hat die ganze Zeit neben dem Herd zu stehen, dem empfehlen sich Ofenpfannkuchen. (Zum Rezept für Ofenpfannkuchen)

 

Das tollste am Pfannkuchen ist aber seine Vielseitigkeit. Man kann einen dickflüssigen oder dünnflüssigen Teig ansetzen. Schon in die Teigmischung kann man Kräuter, Gewürze oder Früchte einarbeiten. Es gibt große dünne Pfannkuchen oder kleine fluffige Pfannküchlein. Man kann sie rollen, falten, auftürmen oder zu Päckchen binden. Der Pfannkuchen lebt dank seinem neutralen Geschmack in friedlichem Miteinander mit jedem Belag, den man ihm zur Seite stellt. Egal ob deftig oder süß, er öffnet mit Freuden seine teigigen Arme und umschließt alles, was man ihm gibt. 

 

Pfannkuchen ist Liebe aus der Pfanne!

Deswegen wird der Pfannkuchen wohl auf der ganzen Welt von Jung und Alt geliebt. Er ist günstig und einfach in der Zubereitung und dann auch noch so flexibel im Geschmack. Es gibt für jeden den perfekten Pfannkuchen, man muss ihn nur finden. Und wenn man ihn gefunden hat, dann sollte man ihn teilen. Denn der Pfannkuchen ist Liebe aus der Pfanne! Das wusste schon unsere Oma und deswegen kam bei ihr diese luftige Köstlichkeit auch regelmäßig auf den Tisch. 

 

So liebe Küchengötter, seid Ihr jetzt schon ganz nostalgisch und wollt Euch und Euren Lieben etwas gutes Tun mit ein bisschen Liebe aus der Pfanne? Dann schaut doch mal in unser Pfannkuchen & Crêpes Spezial, dort haben wir für Euch Tipps, Tricks und viele tolle Rezepte rund um den Pfannkuchen zusammengetragen! Wir sind schon ganz gespannt auf Eure schönsten Geschichten und Eure Lieblingsrezepte rund um den Kuchen aus der Pfanne.

 

Zum Schluss gibt es noch etwas zum Staunen und Schmunzeln: Das Blog von Nathan Shields, einem wahren Künstler des Pfannkuchens.

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Pfannkuchennächte

Ich kann mich gut daran erinnern, dass mein Vater manchmal nachts aufgestanden ist, weil er Lust auf einen Pfannkuchen hatte! Im ganzen Haus verbreitete sich der Duft und kroch auch durch die geschlossene Kinderzimmertür zu uns herein.

Am nächsten Morgen wartete dann ein kleiner Berg Pfannkuchen auf uns Kinder zum Frühstück und wir waren glücklich!

Bettina Müller
Eierkuchen

Bei mir in der Heimat heißen sie tatsächlich Eierkuchen. Mein Vater hat sie immer extra dick gemacht und ich habe mir immer heimlich gewünscht, dass es bei uns auch mal ganz dünne gibt (tut mir leid Paps, falls du das gerade liest). 

 

Meine liebste Pfannkuchenerinnerung: Meine Schwester hat uns, wenn wir in den Winterferien zum Rodeln gegangen sind, heimlich (denn eigentlich sollten wir nicht alleine an den Herd), Schokoeierkuchen gemacht, die wir dann zusammengerollt und in Alufolie gepackt mitgenommen haben. Im Hof haben wir uns dann mit den Nachbarskindern getroffen und auf den Schlitten sitzend die noch warmen Eierkuchen gegessen, bevor wir zum Rodelberg losmarschiert sind. Das sind für mich bis heute die besten Eierkuchen überhaupt gewesen. 

JulietteG
Pfannkuchen

Obwohl ich gar nicht die Süße bin, fand ich Pfannkuchen als Kind doch immer spannend. Aber nicht mit Marmelade sondern ganz simpel mit etwas Zucker bestreut!

 

So langsam tut mir Dein Vater fast etwas leid, liebe Bettina! ;)) Erst die Rouladen und jetzt die Eierkuchen... und dann experementierten die beiden Töchter noch unerlaubterweise in der Küche! :) Das Verbotene war schon immer das Reizvollste und damit wahrscheinlich auch Leckerste!

Bettina Müller
@Juliette

Ach, er kann das ab (glaub ich). :D Und er weiß ja, dass ich andere Gerichte von ihm über alles liebe. Seine Kohlrouladen, seine Weihnachtsgans, sein Rotkraut (zum reinlegen!), seinen Blumenkohlsalat, seine Klöpschen (Frikadellen) und und und. Spätestens jetzt sollte er mir alles verzeihen ;-)

 

Die dicken Eierkuchen gab's bei uns dann übrigens immer mit Apfelmus oder Zucker. Ach, jetzt würde ich gerne eine Runde haben (auch gerne die dicken). :-)

 

JulietteG
Nach der Lobeshymne...

dürfte aber wirklich alles Friede, Freude, Eierkuchen sein! :)

Belledejour
Ist ja witzig

Am Wochenende hatte ich als Dessert einen hauchdünnen Apfelpfannkuchen flambiert mit Calvados - und der war köstlich ! Habe das gerade wieder als Dessert bei mir zuhause zum  Osterfest geplant.

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