Fünf für ... die Fastenzeit

Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Von wegen! Für manche beginnt jetzt nicht die Fasten- sondern die Starkbierzeit.

Fünf für ... die Fastenzeit
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Viola Booth

Nach dem ganzen Helau und Alaaf der letzten Tage fällt am Aschermittwoch eigentlich der Startschuss in die Fastenzeit. Das heißt: 40 Tage lang – also bis Ostern – machen wir einen großen Bogen um die Süßigkeitenregale im Supermarkt und lehnen die Weinempfehlung im Restaurant dankend ab. Ja, so läuft das normalerweise ... aber eben nur normalerweise. In unserer Redaktion wurde nämlich heiter darüber diskutiert, ob denn jetzt eigentlich die Fastenzeit oder doch eher die Starkbierzeit eingeläutet wird.

 

Also diese Mönche ... haben es faustdick hinter den Ohren

 

Zugegeben: Bei meinem Versuch die Do’s und Don’ts für die Fastenzeit herauszufinden, entstand sowieso schon ziemlich große Verwirrung (kein Fleisch, Fisch ist erlaubt und bei den Eiern scheiden sich die Geister). Aber Starkbier? Das ist doch wohl ein Scherz, oder? Nein, ist es nicht! Tatsächlich ist der Starkbieranstich genau am Aschermittwoch. Und warum? Einer Legende nach haben wir das den Paulanermönchen zu verdanken. Weil denen die Enthaltsamkeit in der Fastenzeit auch nicht wirklich leicht fiel kamen sie auf die Idee, ihr eigenes Bier zu brauen – ein besonders starkes und kalorienreiches. Schließlich ist flüssige Nahrung beim Fasten nicht verboten. Also alles im grünen Bereich, oder? Diese Frage stellten sich die Mönche eines Tages wohl ebenfalls. Als sie nämlich das schlechte Gewissen packte, schickten Sie eine Flasche von ihrem Bräu an den Papst. Auf dem langen Weg dorthin wurde das Bier allerdings schlecht und als der Papst es probierte schmeckte es so widerlich, dass er den Mönchen ausdrücklich erlaubte dieses Gesöff während der Fastenzeit zu trinken.

 

Ob es sich wirklich genauso abgespielt hat, wissen wir zwar nicht, aber eins lehrt uns diese Geschichte auf jeden Fall: Wenn selbst die Mönche das mit dem Fasten nicht so ernst genommen haben, müssen es die Küchengötter auch nicht tun. Natürlich spricht nichts dagegen auf ein paar seiner eigenen Lieblingssünden zu verzichten. Ich persönlich werde es in den nächsten Tagen einfach mal damit versuchen weniger Fleisch und mehr Fisch zu essen – das mache ich sonst viel zu selten. Für alle die mich bei meinem Fisch-Vorsatz unterstützen wollen, kommen hier meine persönlichen Favoriten.

 

Fünf für ... die Fastenzeit

 

  • Thunfisch-Burger: Wenn Völlerei in der Fastenzeit verboten ist, wird der klassische Burger natürlich vom Speiseplan gestrichen. Aber gegen einen gesunden Thunfisch-Burger kann doch eigentlich nichts einzuwenden sein, oder?
  • Lachsfilet mit Rote-Bete-Salsa: Für den schnellen Fisch-Hunger gibt es natürlich auch eine Variante. Dieses Lachsfilet landet in unter 30 Minuten auf dem Teller.
  • Zander im Zitronendampf: Sauer macht lustig! Das gilt natürlich auch in der Fastenzeit. Und der Zitronendampf heizt dem Zander hier ordentlich ein.
  • Rotes Garnelencurry: Scharf, scharf, scharf! Aber keine Sorge, dieses Garnelencurry ist trotzdem noch brav genug, um es ohne schlechtes Gewissen in der Fastenzeit genießen zu dürfen.

 

Liebe Community, wie sieht es bei Euch aus: Fastet Ihr? Gibt es Sünden auf die Ihr in den nächsten Tagen verzichten wollt oder Gerichte, die jetzt erst recht bei Euch auf dem Speiseplan landen – so wie bei mir der Fisch? Oder macht Ihr es den Mönchen nach und steigt nach dem Karnevals-Kölsch direkt auf das bayerische Starkbier um?

 

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