ICH KOSTE... Donuts

Original US-Donuts sind jetzt auch bei uns zu haben. Wozu, fragt sich Sebastian Dickhaut, die von seinen heimischen Bäckern sind doch prima.

ICH KOSTE... Donuts
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Sebastian Dickhaut

Wozu überhaupt Donuts? Wir leben schließlich schon im Land der Brote und Brötchen, Kuchen und Schnittchen, Torten und Stückchen. Wir haben Frankfurter Kranz, wir haben Krapfen, wir haben Auszogene, wir haben Zimtzucker. Wieso das alles in einem Schmalzkringel verrühren, warum das dann auch noch mögen? Weil’s aus Amerika kommt? Das war einmal…


Ich war auch nur einmal in Amerika und da hat mich anderes mehr interessiert. So habe ich meinen ersten Donut bei meinem Bäcker in München gekostet. Der hat Rosinenbrötchen und Streuselstückchen, Eclairs und Butterbrezen, Laugencroissants und Pide mit Schafskäse.


Irgendwann war ich dann mal neugierig auf diese Dinger mit dem Loch drin und Kristallzucker drumrum (mag ich beim Krapfen auch lieber als Puderzucker), von denen ich schon so viel gehört hatte. Als ich sie nun schmeckte, war vieles gut: der feinfluffige Teig, der klare Geschmack, kein Jonglieren, wenn trotz aller Umsicht dann doch wieder eine Füllung an an unvermuteter Stelle hervorbricht - das war was, was immer gehen könnte.


Etwa beim schnellen Frühstück in der Gehsteigsonne auf dem Weg zum Termin, als weltgewandte Ergänzung zur Butterbrezn beim Auf-die-Hand-Catering wenn wir im Küchengötterstudio drehen, America meets Bavaria. Ein Gebäck für alle Tage, wenn einem das Abenteuer Krapfen mal zuviel ist. Aber damit auch nichts für die Leidenschaft.

 


Die habe ich dann im Donuts & Candy gefunden, das in Schwabing liegt - da, wo München einfach noch ein bisschen durchsonnter und verspielter ist, mehr Rimini als Ramersdorf, mehr Freibad als Trambahn. Wobei ich genau in der saß, als sie vor dem Candy stoppt und mich dessen bunte Auslage nach draußen zog. Drinnen dann ein lustiger Mann, der zwischen bunten Kringeln und Kaffeemaschine tanzt und einem fröhlich seine Passion in Schachteln packt.

 


Da habe ich mich dann auch mutig durch viel Farben und Aromen durchprobiert, mochte den mit Pistazien und weißer Schokolade gerne und den mit Kürbis und Kokos nicht so gerne, doch auch hier ist mir der Pure mit Zucker oder noch besser Zimtzucker der liebste, und dazu trinke ich dann am liebsten eine schlichte Tasse Kaffee - wie sich das beim deutschen Kuchenessen und im US-Diner gehört.


So. Und nun heißt es, das Original wäre bei uns angekommen. Interessant daran finde ich, dass der Weg anders als bei den Burgern ein umgekehrter war - die kamen erstmal als Kette zu uns und erst seit kurzem werden sie als Einzelstücke in der Premiumversion bei uns gefeiert.

 


Nun aber: an den Counter gehen, auf die Anzeigetafel schauen, die Kombis ignorieren und nur zwei Stücke zahlen, dann einen Schritt weiter gehen zum wählen, eine Tüte kriegen, sich in ein pinkoranges StarbucksMcCafe setzen und… froh sein, dass man vorher schon andere Donuts gekostet hat, weil sonst wär’s das jetzt gewesen mit uns.


Nun denn, für mich bleibt nur noch ein Frage - warum sagt man “Dohnat” und nicht “Duhnat”, wie ich es immer noch tue? Und wenn Ihr sonst noch was habt, gerne!


ICH KOSTE... Donuts
ICH KOSTE... Donuts
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Aphrodite
Manche könnten glatt verhungern.

Bei dem Wetter heute überlege ich mir, ob ich nicht welche nach diesem Rezept backen soll. Nur mal, um das auszuprobieren, so wie Tupfen. Wer kommt denn sonst in den Genuss von Schokoglasur, wenn die noch fast flüssig ist?

 

Ganz frisch müssen sie sein. Das sind dann die kleinen Dinger aus der Tüte mit einem Holzspieß. Diese sind dann mit Zucker und Zimt. 

Sebastian Dickhaut hat mein volles Mitleid. Mag ja sein, dass es in den Donut-Filialen interessante Füllungen gibt. Aber das ist doch dann nur fettig und süß?

 

Was freue ich mich auf die Original-Doughnuts. Kleine, fettgebackene Kuchen, die die Holländer wohl mit nach Amerika brachten. Wir würden Krapfen dazu sagen. Wobei der Teig noch etwas fluffiger ist. Noch warm sind sie am besten.

Sowohl die Krapfen als die Donuts.

 

Sind sie in den Filialen noch warm zu haben? Ansonsten wäre es ein Grund für mich, da niemals hinzugehen.

lundi
Dunkin' Donats

Wir fahren nicht sehr oft nach Berlin, aber niemals kehren wir ohne diese Donats heim. Das gäbe Familienkrach. Ich selbst bin kein Fan von bunt, süß und fettig, aber die Kinder fahren voll drauf ab. Ich gucke hier nicht auf die Zutatenliste, ganz ausnahmsweise, ich muss ihnen auch mal was gönnen. Die back ich auch nicht selbst. Einen KULT kann man nicht selbst backen.

Sebastian Dickhaut
Selberbacken...

...ist ja so eine Sache, @aphrodite, ich habe es da generell nicht so mit, ich lass mir lieber was backen. Interessant das mit den Holländern, ich finde die (amerikanische?) Neuerung mit dem Kringel (doch bestimmt von den jiddischen Bagels inspiriert!?) prima, weil eleganter zu halten und wohl auch der Grund, dass die Dinger so rundum weich bleiben, weil sie nicht so lange wie Krapfen ausbacken müssen?

 

Danke für den Link, @sunnysunday, ich hatte mir mal den Klassiker rausgesucht, da steht ja schon eine Menge http://www.dunkindonuts.com/content/dunkindonuts/en/menu/food/bakery/donuts/donuts.html?DRP_FLAVOR=Sugar+Raised+Donut

 

Gibts auf der deutschen Seite noch nicht, da wäre die Frage wie das hier klingt. Aber ich finde eh, Kosten geht vor Listen (ist ja mein Job hier), und da komme ich ohne Weiterlesen zum selben Schluss wie Du.

 

Dass die Kids das super finden, kann ich gut verstehen @lundi - buntes Essen zum Wählen und spielen kombiniert mit McD-Gastfreundschaft (komm rein, nimm Dir, was Du brauchst, setz Dich hin wo Du willst so lange Du willst und ess mit den Fingern, kein Kellenr wird Dich nerven - da warte ich immer noch auf eine gute Version davon mit besserem Essen), da hat schon was. Meine Jungs haben zum Glück erst die vom Candy gekostet und zucken jetzt nur mit dne Schultern bei Dunkin. Tipp: Fahrt mal nach München und nehmt welche von denen mit, könnt sie ja auch Dunkin nennen... 

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