ICH KOSTE ... Kaffee

Einmal im Monat um elf trifft die Küchengötter-Redaktion sich im Casino gegenüber vom Verlag, um über die nächsten Termine zu sprechen. Kantine, Mensa, ich nenne es Casino, weil das klingt ein bisschen nach Café.

Ich koste Kaffee
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Sebastian Dickhaut

Elf Uhr vormittags ist für mich die ideale Zeit, um einen Espresso zu trinken. Die erste Pause auf dem Weg durch den Tag, immer dort genommen, wo man gerade ist - am Fenster der Büroküche mit Blick über die Bahngleise, in einem Kafenion in Griechenland, vor das einen der Bummelzug gespuckt hat, hinten im Eck im Casino, wo wir unsere Ruhe haben und in den Innenhof schauen.

Später, wenn wir über Wunschrezepte, Verkostungspläne und Kochkurstermine geredet haben und was uns sonst noch so beschäftigt (natürlich immer nur Essen), gehen wir essen. Das gehört dazu, ebenso wie der Elf-Uhr-Espresso, den ich mir vorne an der Bar mitnehme, wenn ich wie fast immer ein wenig zu spät komme und die Damen schon sitzen.

Ein Glas Wasser ist dabei und ein Tütchen Zucker, von dem ein klein bisschen in die Tasse kommt, wenn nicht gerade jemand was aus seiner süßen Versuchsküche mitgebracht hat. In Italien würde man den Kaffee an der Bar nehmen, in Italien würde das gar nicht anders gehen, weil dort an der Bar ist das Leben und die Tasse verlangt streng danach, bitte hier und sofort ausgetrunken zu werden.

Im Casino stehen kleine Tabletts mit Untertassen schon aufgereiht auf der Glasvitrine für die Kuchen, daneben Wassergläser zum Wegnehmen, der Mann hinter der Theke stellt dann noch die Tasse dazu. Würde ich hier stehen bleiben und trinken, würde das stören. Und hinten im Eck am Fenster zum Hof warten die Küchengöttinen und mein Arbeitsleben. Und der Kaffee da ist auch nicht so streng und verzeiht, wenn er mit an den Tisch genommen wird.

Mein Arbeitsleben hat sich im letzten Jahr geändert, bei einem anderen Getränk habe ich davon erzählt. Nun ist es soweit, dass das Ansetzen von Rosenlimo, das Kochen von Mittagessen und der Aufbau eines jungen Kochteams draußen am Ammersee mir so viel Freude machen, dass ich die Küchengötterfreuden lassen möchte. Trotz Bettina, Maike, Annika und Christina.

Wir werden noch unseren Männer-Kochkurs im Januar machen (bei dem sich endlich auch eine Frau angemeldet hat, wie schon immer von Bettina gewünscht, weitere sind herzlich eingeladen); wir haben schon unseren letzten - beruflichen - Casino-Kaffee getrunken. Und dies wird meine letzte Kostprobe sein - zum Thema Kaffee, der für mich mehr Lebenselixier ist als alles andere, das ich in meinen Magen lasse. Deswegen haben wir uns ihn bis zum Schluss aufgehoben. 

Aus der Welt werden die Küchengötter für mich nicht sein, und das nicht nur privat: Die Chefin meines neuen Lieblingscafé ist zusammen mit den ersten Küchengötter-Filmerinnen in die Fotoschule gegangen; die einstige Küchengötter-Chefin wiederum hat jetzt ein Kino, in dem ich ab und zu Kaffee kochen werde. Und die Küchengöttinnen haben fest versprochen, zum Kochen und Kaffeetrinken nach Dießen zu kommen - sie werden berichten. Und wir werden uns nicht aus den Augen verlieren.

Alsdann, frohes Fest, einen frischen Start ins Neue Jahr und immer einen guten Kaffee, gell?

 

Adventskalender-Gewinnspielfrage:
Wo hat Sebastian ein junges Kochteam aufgebaut und zaubert dort unter anderem Rosenlimo?

a) Dießen am Ammersee
b) Frankfurt
c) Berlin

Teilnahmeschluss ist der 22. Dezember 2016
 
 
Und dieser tolle Gewinn wartet heute auf euch:
Unter allen korrekten Teilnahmen unseres 22. Türchen verlosen wir 3 x 1 GU-Buch „Cook mal Türkisch”! Wir drücken euch die Daumen!


Dieses Gewinnspiel ist bereits abgelaufen.

 

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