Maronen nehmt Euch in Acht ...

... die Küchengötter kommen. Und was passiert, wenn man die Redaktion auf die Maronen loslässt? Das erfahrt Ihr hier.

Maronen nehmt Euch in Acht ...
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Viola Booth

Heiße Maroni gehören in den Winter, so wie Eis in den Sommer. Zumindest für die meisten. Für mich bisher noch nicht. Ich habe noch nie an einem der Maroni-Stände angehalten, um mir eine Tüte voll mit den Edelkastanien zu holen. Und das bedeutet: Ich bin ein totaler Maronen-Anfänger. Weder mit dem Schälen, noch mit dem Essen, habe ich Erfahrungen gemacht.

 

Die Sache mit dem Essen lässt sich ja schnell nachholen und sollte auch ohne Übung kein Problem sein, die Sache mit dem Schälen stellt da eine weitaus größere Hürde da. Vor allem, wenn man – wie Bettina und ich vor ein paar Tagen – eine Presseveranstaltung besucht, bei der es Maronen gibt, und das Schälen vor den Augen aller anderen anwesenden Kollegen irgendwie nicht so recht klappen will. Zumindest nicht beim ersten Versuch. Das Maronen-Desaster sah folgendermaßen aus: Bei der ersten Marone ließ sich die Schale gar nicht entfernen, bei der zweiten klebte noch der dünne, innere Teil der Schale fest. Und bei der dritten? Bei der hatte ich das erste Mal die Möglichkeit, das Innere zu probieren. Die Hälfte der Schale ging ab und ich konnte von oben ein Stück abbeißen. Ganz schöne Fisselarbeit! Erst nach der vierten hatten ich den Dreh raus.

 

Maronen werfen allerdings nicht nur beim Schälen Rätsel auf. Es stellt sich noch eine andere Frage: Wo bekomme ich Maronen eigentlich her, wenn man sie mir nicht gerade bei einer Presseveranstaltung reicht? Also abgesehen von der vakuumverpackten Variante aus dem Supermarkt, natürlich. Könnte ich im Herbst mit einem Korb ausgestattet einfach in einen Biergarten marschieren (in Bayern darf sich ein Biergarten ja nur „Biergarten“ schimpfen, wenn es dort auch Kastanienbäume gibt) und die heruntergefallenen Kastanien sammeln und essen? Die Antwort lautet natürlich nein! Dort gibt es nur die nichtessbaren Rosskastanien – also Finger weg (außer Ihr wollt was Schönes basteln).

 

Frische Maronen fallen vor allem in den südlichen Ländern im Mittelmeerraum von den Bäumen. Vereinzelt findet man sie aber auch in einigen Regionen Deutschlands, zum Beispiel in der Pfalz. Wer nicht selbst sammeln will, kann jetzt auch einfach in den Supermarkt gehen. Maronen haben gerade Saison. Und passend dazu gibt es bei uns natürlich viele leckere Maronen-Rezepte zu entdecken. Mal schauen, welches ich ausprobieren werde, jetzt wo ich nach der Schäl-Aktion ja praktisch schon ein echter Maronen-Profi bin.

 

Wie sieht es bei Euch aus, liebe Küchengötter: Mögt Ihr Maronen und landen sie bei Euch dieses Jahr wieder auf dem Speiseplan?

 

PS: Die Maronen gab es übrigens beim Hüttenzauber auf der Dachterrasse des Best Western Hotel Cristal in München.

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