Nachgebloggt: GourmetGuerilla

Die Welt der Foodblogs ist facettenreich und bunt, oft würde man gerne ein wenig mehr über den Autor hinter dem Blog erfahren. Wir haben nachgefragt bei GourmetGuerilla.

Nachgebloggt: GourmetGuerilla
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Kommentare
küchengötter Redaktion

 Jeden Monat steht uns ein anderer Food-Blogger Rede und Antwort. Heute mit Mel von Gourmet Guerilla.


Küchengötter: Wann hast Du Deine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt?

Kochen hat schon immer zu mir gehört. Kochen ist für mich ein sehr konstruktiver, kreativer Prozess mit einem leckeren, bereicherndem Ergebnis. Kochen entspannt mich. Und (fast) nichts macht mich glücklicher, als eine mit Liebe und guten Produkten zubereitete Mahlzeit. Da ist der Stress vom Tag plötzlich wie weggewischt. Ich bin sicher, dass ich das von meiner Oma geerbt habe. Ich sehe nicht nur exakt so aus wie sie, ich stehe auch genau so gern am Herd.

 

Küchengötter: Und wann war für Dich klar, dass Du einen eigenen Blog schreiben möchtest?

Ich nenne GourmetGuerilla auch manchmal mein „Jodeldiplom”. Neben dem Job und der Familie wollte ich unbedingt noch einen Spielplatz nur für mich selbst. Und da ich Sport nach einem langen Arbeitstag ganz grässlich finde, dachte ich, ich versuche es mal mit dem Bloggen. Tatsächlich kannte ich mich damals in der Blogger-Szene überhaupt nicht aus und mir war auch nicht klar, wie unglaublich viele tolle und faszinierende Blogs es da draußen gibt. Ich habe einfach meinen Laptop aufgeklappt, überlegt, dass ich über das schönste Thema auf der Welt schreiben möchte (Essen), das vorinstallierte Blog-Programm aufgerufen und losgelegt. Die Fotos habe ich am Anfang noch mit einem iPhone 3 gemacht und alles sah aus wie Hundefutter aus der Dose. Ich bin dann ziemlich schnell auf einen eigenen Server umgezogen und habe mir so lange bei jeder Gelegenheit eine bessere Kamera gewünscht, bis ich eine bekommen habe. Gutes Material frustriert nie und ist beim Bloggen und Kochen gleichermaßen wichtig.

 

Küchengötter: Wie kam es zu dem Namen Deines Blogs?

Die Namensfindung war eine gemeinsame Sofa-Feierabend-Rotwein-Aktion. Ich grübelte und überlegte hin und her, fand Namen und verwarf sie gleich wieder. Und dann sagte mein Freund (aka Der Mann) plötzlich: Nenn ihn doch GourmetGuerilla. Zack, das war ́s – der Name war gefunden. Übrigens habe ich damit auch prompt gegen die erste große Regel für Blog-Neugründungen verstoßen: Suche Dir einen simplen Namen, den jeder sich ganz einfach merken und vor allem schreiben kann. Im Nachhinein bin ich aber sehr froh, dass ich mich für diesen Namen entschieden habe – denn GourmetGuerilla passt ganz wunderbar zu meiner Idee vom besseren Essen: Einfach lecker und frisch selber kochen ist für mich das "neue Gourmet". Und da müssen die Lebensmittel weder zwingend vom anderen Ende der Welt kommen, noch besonders kostspielig oder selten sein.

 

Küchengötter:  Bloggst Du hauptberuflich oder in Deiner Freizeit?

Ich blogge neben meinem Job als strategische Beraterin in einer Hamburger Werbeagentur und meiner Familie. Und irgendwie vermischen sich diese drei auch immer mal wieder ganz spannend. Da sind die Verteilungen "Beruf" und "Freizeit" dann irgendwie ziemlich fließend.

 

Küchengötter:  Wie lange dauert in der Regel die Produktion eines Beitrages für Deinen Blog?

Planen, einkaufen, kochen, anrichten, stylen, fotografieren, aufräumen, Bilder bearbeiten, Daten abspeichern, Texte schreiben, alles hochladen und richtig benennen – da gehen gut und gerne 4 bis 6 Stunden ins Land.

 

Küchengötter: Gibt es einen Blogpost, der Dir besonders am Herzen liegt?

Ich lese unheimlich gern meine alten Posts, in denen ich Erlebnisse mit meinen Jungs verarbeitet habe. Die haben auch nicht immer nur etwas mit Kochen und Essen zu tun: (Family Business} "Rutsch mal rüber Mama, ich fahre." oder auch Die Kuh macht MUHHH – und was machst Du? Oder: Von Milchmischerzeugnissen mit Flecken und Müttern in der BredouilleAber auch etwas wütendere Texte finde ich wichtig und lese sie ab und zu gern nochmal: Das grausame Märchen von der mangelnden Bewegung.

 

Küchengötter: Welches ist Dein aktuelles Lieblingsrezept auf Deinem Blog?

In meinem amtierenden Lieblingskochbuch habe ich das Rezept für Schwedische Wurstpfanne gefunden – und das ist wie eine Bombe bei meinen Jungs eingeschlagen. Es geht schnell, enthält superviel Gemüse (das sich perfekt tarnt und darum ratzfatz aufgegessen wird) und schmeckt wie Sommerferien auf dem Teller: {LCHF Rezept} Schwedischer Wursttopf. Schmeckt wie Geborgenheit auf dem Teller.

 


Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für unsere Fragen genommen hast!

Nachgebloggt: GourmetGuerilla
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Aphrodite
Ach, ich rege mich ja auch immer so gerne auf.

Den Artikel zum "Bewegungsmangel" fand ich aufschlussreich. Wir bewegen uns, damit wir mehr essen können! So viel und so einfach, wie leere Kalorien (insbesonderer Kohlehydrate aus verarbeiteten Lebensmitteln und auch Zucker) zugeführt werden können, kann sich kein Mensch bewegen. Es setzt auch kein Sättigungsgefühl ein. Der Körper kann kein Signal setzen, weil er Zucker einfach nicht versteht. Sechs Schokoriegel essen und sich wundern a) dass man sich nicht satt fühlt, b) man sich schlapp fühlt, c) nie richtig ausgeschlafen wirkt, d) und zu guter letzt noch eine süße Limo reinkippt. Tja, da kann man sich bewegen soviel wie man will. Das bringt nichts! Was natürlich nicht mit einem Aufruf zur völligen Bewegungsuntüchtigkeit verbunden werden soll. Es ist genauso wie mit schlechtem Sprit für einen Motor beim Auto: Er stottert nur noch vor sich hin. Erst kommt das Essen, dann die Bewegung. Und Diät ist nicht einfach nur Kalorienreduktion und auf keinen Fall das Weglassen von bestimmten Lebensmitteln. Low-Carb und eiweißreich esse ich, wenn mir Eiweiß fehlt und nicht um abzunehmen. Das ist ein feiner Unterschied. Immer schön alles ausbalanciert.

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