Pausenclowns

Egal, ob sie nun Brotdose oder Lunchbox heißt, heute interessiert und nur eines: Welche Schulbrote und Pausensnacks gehören unbedingt hinein?

Pausenclowns
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küchengötter Redaktion

Während ein paar Schulkinder die Sommerferien gerade noch rauf und runter genießen dürfen, hat für andere der Schulalltag schon längst wieder begonnen. Höchste Zeit, sich Gedanken um die Füllung der Brotdosen zu machen, die die Kids auf ihrem täglichen Weg zur Schule begleiten.

Wir haben uns überlegt, welche belegten Brote wir uns in unserer Schulzeit in den Pausen gewünscht hätten.

 

Bettina: In meiner Brotdose war immer Roggenbrot belegt mit irgendeiner Wurst. Der wirkliche Hit für mich war das nie. Wie gut, dass ich mein Schulbrot fast täglich gegen den Nutellatoast meiner besten Freundin tauschen konnte. Später, als ich meine Pausenbrote selbst gemacht habe, gab es meist Toast mit Lachschinken und Salatblättern. Dürfte ich mir heute noch einmal Pausenbrote für die Schule aussuchen, wäre auf jeden Fall diese Hühnerstreich-Stulle dabei. Geflügelsalat habe ich schon immer geliebt und Knäckebrot sowieso. Die Nektarine würde ich einfach separat dazu mitnehmen. Auch toll finde ich die Idee mit dem Laugen-Dog. Die Zubereitung ist zwar etwas aufwändiger, dafür sind die Röllchen aber der perfekte Snack für die kürzeren Pausen. Ganz weit vorn auf meiner Wunschliste stände auch Toast oder Bagel mit Erdnussbutter und Bananen. Ach, so wäre ich doch gerne noch einmal Schulkind.

 

Viola: Ich war früher immer bekannt dafür, die leckerste Pausenverpflegung dabei zu haben und war Anlaufstelle Nummer 1, wenn es ans Tauschen ging. Kein Wunder: Meine Mutter war morgens immer extra beim Bäcker und hat frische Rosinenbrötchen, Brezeln oder Brötchen mitgebracht, die sie dann noch frisch belegt hat. Ich war immer so happy, dass ich heute kaum etwas anders machen würde. Gut vorstellen könnte ich mir aber diesen Aprikosen-Orangen-Frischkäse als Aufstrich für meine heißt geliebten Rosinenbrötchen (die ich auch heute noch gerne esse, nur inzwischen ja leider selber morgens kaufen muss). Das Kernige Käsebrötchen würde auch ganz oben auf meiner Wunschliste stehen und würde mir meinen Titel als „Pausenbrotequeen“ garantiert nicht streitig machen. Und zugegeben, den Nutellatoast von Bettinas Freundin würde ich in meiner Brotdose auch gerne ein neues zu Hause geben.

 

 

Wie sieht es denn bei Euch aus, liebe Küchengötter? Was gebt Ihr Euren Schulkindern als Pausenverpflegung mit? Und was kam früher eigentlich in Eure Brotdose?

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nika
Pausenbrote

musste ich mir immer selbst schmieren und da gab es meistens das Vollkornbrot mit Käse belegt. Wenn es Radieschenzeit war, dann habe ich mir heimlich ein paar 'Radieschenscheiben mit dazu gemogelt. Meine Mutter war der Ansicht: die halbe Brotscheibe belegen und die andere darüberklappen reicht. So üppig wie heute manche Super-Brötchen belegt werden, das wäre unmöglich gewesen. 

 

Bei meinen Kindern habe ich immer darauf geachtet, dass sie etwas fruchtiges oder z.B. ein paar Gemüsesticks mitnahmen, die hatten immer noch Platz neben dem Brot, nach Wahl belegt, in der Brotdose. Wichtig war aber auch immer eine Getränkeflasche. Da es noch nicht die tollen Rucksäcke mit dem Aussenfach für die Wasserflasche gab habe ich aus dunkelbrauner Baumwolle ein Säckchen (oben zum Zuziehen, gehäkelt, das wurde aussen am Rucksack befestigt.

Ich selbst nehme nichts als Pausenbrot mit. Muss ich allerdings mehr als 8 Stunden arbeiten, dann wird am Vortag ein Salat gemacht. Letztes Mal war es ein Weißkrautsalat. Ich habe mir extra dafür eine tolle Schüssel mit Messer und Gabel und einem kleinen Döschen für's Extra-Dressing gekauft. Ein kleines Salz- und Gewürzsalzdöschen habe ich sowieso immer dabei. Ausserdem sind in meinem Rucksack immer ein Beutelchen Kräutertee und ein Portionstütchen "Kaffee mit Milch und Zucker" vorhanden. Dann brauche ich nur noch einen Becher und heißes Wasser.

 

P.S.: In meinem Rucksack ist in einer kleinen Plastiktüte auch eine fast aufgebrauchte Rolle Toilettenpapier, man weiß ja nie .... Insbesondere in Frankreich gibt es kein Toilettenpapier auf den Campingplatztoiletten.

lundi
Ansprüche

Meine drei Kinder haben die folgenden hohen Ansprüche: es darf nicht kleckern, die Hände dürfen nach dem Essen nicht kleben, es muss mundgerecht geschnitten und abfallfrei sein. Warum? Gegessen wird irgendwann und irgendwo, am eigenen Platz oder in der "Horde", im Sitzen, Stehen oder beim "Rumlungern", auf dem Hof, im Raum, auf dem Flur, an der Haltestelle... und nach dem Essen zum Waschen auf die Toilette? Keine Zeit, es klingelt schon und die 10 Waschbecken für 500 Schüler... und ein Mülleimer ist auch nicht in der Nähe. Und möglichst kompakt muss es sein, damit es in die ohnehin schwere und überfüllte Schultasche passt. Meine Kinder warten sehnsüchtig auf Schulbücher fürs kindle, aber das werden sie wohl nicht mehr erleben. Schulessen muss bei uns also vor allem eines sein: praktisch.

 

Leider öffnet unser Bäcker erst 6:30 Uhr. Die Schule beginnt 7:00 Uhr, Schulweg 30 min. Keine Chance auf frische Brötchen. Das bedaure ich manchmal. So gibt es Brot, meist selbst gebacken. Eine dicke Scheibe Brot mit dünn Butter oder dünn Frischkäse als "Klebstoff", eine einzelne dünne Scheibe Wurst oder Käse, eine Scheibe Brot obendrauf und durchgeschnitten. Was doppelt liegt oder geteilt ist, hält nicht am Brot und heißt dann "Runterfallwurst" und wird abgelehnt. Mit Tomatenscheiben o.ä. hatte ich mal angefangen. Da habe ich Mecker gekriegt, das rutscht und kleckert, Salatblatt hängt in der Zahnspange usw. Insgesamt also viel Brot mit wenig drauf, dafür immer anderes Brot und immer frisch. Das ist praktisch, nahrhaft, macht satt und hilft über den Tag.

 

Service: Das Füllen der Brotbüchsen für alle Familienmitglieder und ggf. Gäste obliegt meiner Person jeden Morgen. Machmal frage ich nach Wünschen, aber die Antworten sind kläglich: Pack was ein. Naja, ich weiß ja wer was mag oder nicht.

 

Es gibt als Nervennahrung täglich etwas Schokolade, Kuchen oder Keks in die Brotbüchse, so ein Schultag ist heute verdammt lang, viel länger als früher bei mir, nicht selten 10 Stunden. Und Mittag essen sie dort nicht. Da wäre übrigens Knäckebrot längst durchgeweicht. Und etwas fertig geschnittenes Obst oder Gemüse der Saison gehört auch dazu: Radieschen, Möhren, Weintrauben, Minigurken. Das wollen die Kinder unbedingt in einer extra Dose, damit das Brot nicht nach Radieschen riecht. Einen nicht aufgeschnittenen Apfel würden sie übrigens nicht anrühren.

 

 

Mal was Positives. Sehr oft hört und liest man etwas anderes, aber nach Aussage meiner Kinder haben fast alle Mitschüler richtiges Frühstück mit. Nichts extravagantes, Brot mit Wurst und Obst. Um  selbst gebackenen Kuchen/Kekse werden meine oft beneidet. Brote tauschen? Davon habe ich noch nicht gehört. Das ist hier nicht üblich.

lundi
Für mich früher

Meine allerliebsten Lieblingsschulbrote waren früher dicke Klappstullen mit purem Schmalz drauf, erst eine Stulle mit Salz und dann eine mit Zucker. Im fortgeschrittenen Stadium durften sogar Zwiebeln, Äpfel oder Majoran am Schmalz sein. Noch heutzutage nehme ich gern einen Teller Schmalzstullen zur Party mit, wenn ich wenig Zeit oder keine Lust oder keine Idee habe. Mein Mann fand das anfangs etwas "zu billig", hat seine Meinung aber schnell geändert. Die Meute stürzt sich drauf mit Kommentaren wie "Das hatten wir ja lange nicht", "Das ist ja wie früher" oder "Die einfachen Dinge sind die besten" ... Nichts gegen raffinierte Häppchen, die liebe ich inzwischen auch.

muffinqueen
Kuchentausch

Meine Freundinnen und ich haben mal eine Zeit lang regelmäßig Kuchen gebacken und dann jeweils für die anderen zum probieren in die Schule mitgebracht, sodass es dann immer Kuchentage gab, an denen jede drei bis vier Stückchen unterschiedlichen Kuchen bekam.

muffinfee
@muffinquuen:

Was für eine nette Idee!

Ähnliches kam in meinem Freundeskreis ab und zu zufällig vor aber systematisch haben wir das nie geplant...

Dazu fehlt auch größtenteils die Zeit....

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