Schicke Schneidebretter

Ein gutes Brett ist eine der wichtigsten Küchenhilfen – und kann dabei noch sehr gut aussehen. Ideal für alle, die gerne hübsch UND praktisch schenken.

Schicke Schneidebretter
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Kommentare
Sebastian Dickhaut

Messer darf man ja nicht verschenken, denn sie zerschneiden die Liebe, Freundschaft oder was einen sonst mit dem Beschenkten verbindet. Es gibt da zwar den Trick, sich von diesen einen Cent geben zu lassen, denn dann sind die Messer ja nicht mehr geschenkt – aber wer will an Weihnachten schon was geben, um was zu kriegen? Obwohl das ja eigentlich alle so…


Also, ich jedenfalls verschenke keine Messer. Aber sehr gerne Schneidebretter. Zum einen finde ich, davon kann man nie genug haben. Und zum anderen haben viele Leute selten gute oder gar schöne und freuen sich so meist arg darüber. In ganz guten Fällen macht ihnen ein gutes Schneidebrett sogar erst klar, was für ein wichtiges Küchenwerkzeug das eigentlich ist. In meiner Küche hat es einen festen zentralen Platz, auf dem es immer liegt. Und da es groß und dick und schwer und aus Holz ist, sieht das auch gut aus und verrutscht nie – alles Eigenschaften, die ich beim Erstbrett schätze.

Zweimal Schickes aus Holz

 


Aber so einen alles beherrschenden Mehrpfünder würde ich niemanden schenken, schließlich will man ja mit seinem Präsent nicht zu sehr präsent sein. Deswegen setze ich mehr auf das Zweitbrett. Im Sommer sind das Stücke aus australischem Kampherlorbeerbaum, Eco-Boards, die viele gute Eigenschaften haben sollen, aber vor allem toll aussehen in ihrer natürlich abgerundet wirkenden Form und mit ihrer Maserung. Sie sind zwar nicht sehr groß (oder dann sehr teuer) und ein Griff im Brett geht ebenso wie eine Rille rundum eigentlich gar nicht (weil da so viel reinfällt oder hängen bleibt), aber mit dem Zusatz „Das ist klasse für nebens Barbecue“ hat man da immer schon gewonnen. Und dafür ist es auch wirklich klasse. (Und Wintergrillen wird ja immer gefragter.)


Trotzdem habe ich im Wohnwagen ein anderes Brett im Einsatz: Ein Cleenbo. Klingt ein bisschen nach Kleenex und ist auch die Kurzform für „clean board“; denn der Clou ist die unter dem Brett angebrachte kleine Schublade, in die man beim Arbeiten immer wieder den Abfall gleiten lassen kann – was beim Camping sehr praktisch ist. Damit eine Schublade unters Brett passt, hat es zwei T-Füße, wodurch die Schneidefläche etwas höher liegt – auch das ist praktisch bei oft extrem tiefliegenden Campingtischen. Und dass es wegen seiner T-Füße auch noch ein bisschen japanisch aussieht, wirkt gerade im Camperumfeld sehr schick. Zu Hause natürlich auch. Nur schade, dass es die Version in Ulme nicht mehr gibt – ich rate nun zu Bambus. Eine Kunststoff-Version in einer Größe, die sich fürs Erstbrett eignet (bisher gibt es nur 40 x 30 cm), ist in Arbeit, aber wird sicher nicht hübsch.

Zweimal Flottes aus Kunststoff



Da wir gerade davon sprechen: Aus Japan kommen die Soft-Manaita-Bretter aus weichem Kunststoff, die als besonders klingenschonend und hygienisch gelten (mehr zum Thema „Holz oder Kunststoff?“ hier im Küchengötter-Forum). Ich kenne sie noch nicht, mit gefällt aber besonders die Farbigkeit (blau, grün und pink), die sie gut zum Verschenken macht. Das Format (60 x 30 cm) ist zwar eher Makrele als Gemüseeintopf und die Philosophie klingt ein wenig abenteuerlich („Der Kampfsport Judo kommt ursprünglich aus Japan und bedeutet dort „der Weg der Weichen“) und auch der Preis ist mit 60plus recht ordentlich – aber ich lasse mich hier gerne noch überzeugen. Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

 


Das hübscheste Geschenk ist für mich allerdings der Buntmetall-Bretterordner „Index“, den wir oben im Ausschnitt sehen und unten komplett aus dem Schaufenster von Kochgut in München fotografiert. Wie beim Hängeregister stecken hier verschiedenfarbige Kunststoffbretter mit Reitern für Fleisch (rot), Fisch (blau), Gemüse (grün) und Suppe (?, weiß) in der sandgestrahlten Metallbox, so dass man je nach Bedarf das passende Teil ziehen kann und die Möhren in Zukunft nicht mehr nach Lachs schmecken. Nette Spielerei, aber auch viel Spülerei. Außerdem sind mir die Dinger etwas zu dünn; doch als Zweitbrett-Hingucker und Smalltalk-Thema perfekt – kostet so viel wie ein Manaita. Nur sollte man die Bretter gut trocknen, rate ich, bevor sie zurück in den Schuber kommen – sonst schmecken Möhre wie Lachs schnell nur noch nach Muffel. Buntes Fest! Und wenn Ihr Euer Brett noch toller findet – immer raus damit.

 



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Schicke Schneidebretter
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Solera
Schwöre auf Holz

Also ich schwöre auf Holzbretter. Finde ich zum einem am schönsten und lassen sich auch am besten reinigen. Achte natürlich darauf, das ich für Fleisch nicht das gleiche wie für das Gemüse verwende. Ein guter Tipp zum Reinigen ist, ab und an mit Salz gründlich abreiben und dann abspüllen. Und für die Pflege das Einreiben mit Öl nicht vergessen :-)

katha
epicurean

toller überblick, bis auf den plastikbretterschuber (ich würde weiss als neutral sehen und daher für süssspeisen verwenden) kannte ich keine der marken! dafür würde ich die von epicuran noch empfehlen. schauen sehr schön aus und haben tolle formate (nix makrele).

Tuffi
cleenbo

Habe mir vor einigen Wochen das Cleenbo gekauft und bin absolut begeistert. Das ist so was von praktisch, ein wirklicher Küchenhelfer. ich habe mir noch eine 2. Schublade mit passendem Deckel dazu gekauft, darin kann man auch super etwas zwischenlagern oder marinieren. Das Brett wird meine bevorzugte Geschenke Idee für alle Kochfreaks!

Holz ist super

Kann mich dem Kommentar von Solera nur anschließen. Ich habe mir vor einigen Tagen ein tolles großes Schneidebrett aus Holz gegönnt. Beim Reinigen und Pflegen mache ich es genau wie oben beschrieben. Das Schneidbrett sieht tadellos aus. Das Brett habe ich im Schneidbrett-Shop gefunden und bestellt, bin absolut zufrieden. Als Weihnachtsgeschenk habe ich gleich noch ein kleineres Holzbrett geordert.

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