Steak ist ihr Gemüse

Wenn in einem Kochstudio drei verschiedene Sorten Fleisch brutzeln und laute „Ohhhs“ und „Aaaahs“ zu hören sind, müssen doch die Küchengötter ihre Finger im Spiel haben…

Steak ist ihr Gemüse
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Kommentare
Bettina Müller

Donnerstagabend, die Ruhe vor dem Sturm: In der Unteren Weidenstraße in München werden bei sommerlichen Abendtemperaturen im Mai ein knallroter Tisch und Stühle auf den Fußweg gestellt. Ein nur halb bekleideter, junger Herr stürzt sich vor Neugier beinahe aus Versehen aus seinem Dachfenster, als ein hübsches Fräulein ein Tablett mit Bier, Crémant, Ramazotti und Gläsern auf den besagten Tisch stellt. Ein Motorradfahrer rauscht um die Ecke, bremst wissend und schwängt sich lässig von seinem heißen Gerät: Hier muss er richtig sein….

Ihr ahnt es bestimmt schon: Die Küchengötter haben mal wieder zu einem Kochkurs geladen, der natürlich wie immer mit einem außergewöhnlichen Aperitif begann. Dieses Mal: der Razz. Quasi der kleine Bruder vom Stenzz (Aperol mit Prosecco und Weißbier) und der Cousin vom Sprizz, oder so ähnlich. Soll heißen ein sommerlicher Genuss aus Ramazotti, Prosecco oder Crémant und einem guten Schluck Weißbier. Also Prost und dann ran an den Herd! Naja, fast. Da das Motto des Abends „Steak & Salad“ hieß und als erstes frisches Brot mit Salat-Topping auf dem Programm stand und sich herdfrei zubereiten ließ, verwandelte Küchengott Sebastian Dickhaut den Gießinger Fußweg kurzerhand in ein Kochstudio und schnippelte fleißig vor staunenden Fußgängern Champignons und Schnittlauch für die Vorspeise.

War ja alles ganz lecker, aber wo bleibt das Steak – schienen alle Männeraugen nach dem Verputzen der ersten Kreation des Abends gleichzeitig zu schreien. Ihr Wille war uns Befehl und nun ging es wirklich an die hohe Kunst des Steakbratens. Wer nicht dabei war, wird sich kaum vorstellen können, wie herrlich es den ganzen Abend in Sebastians Kochstudio gerochen hat! Die Salate des Abends wurden schnell zu Nebenfiguren, als das Fleisch die Bühne betrat: Entenbrust, Lammkeule und Rinderlende waren die Helden des Abends. Untermalt wurde der hemmungslose Fleischgenuss später von Blitzen und Donnergrollen – da hatten wir wohl einige Götter neidisch gemacht?

Berechtigte Frage des Abends: „Und was braten wir dann morgen?“ Oh ja, so eine gesellige Runde mit solch leckeren Gerichten kann schnell Suchtsymptome auslösen. Weiteres Symptom aller Anwesenden: Wir können wohl dank Sebastians spontaner Aioli-Kreation noch die nächsten Tagen Vampire verjagen. Doch wen kümmert schon das Naserümpfen manch anderer, wenn man dafür einen Abend mit den Küchengöttern im Steak-Himmel verbringen durfte?

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nika
Wir armen nicht Mit-dabei-.... . . . . . .

Wie oft habe ich es schon bedauert, ich wohne so weit weg. Gerne hätte ich teilgenommen, mitgemacht, mitgerochen, mitprobiert und geschlemmt und geschmaust. Aber, Eure Kurse sind für mich nicht erreichbar, schade. Aber schön, dass Ihr uns nicht mit-dabei-Gewesenen einen Einblick gebt. Vielen Dank, macht weiter so....

Rinquinquin
ohhhhh

Dieser Kochkurs muss traumhaft gewesen sein. Leider auch für mich zu weit weg und Monsieur Rinquinquin befasst sich auch am liebsten nur mit dem Endergebnis. Aber bei Crémant und Ramazotti (Wein gab's doch auch?) hätte er sicher gerne mitgeholfen.

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