Unser großer HelloFresh-Test – Teil 2

Was passiert, wenn Küchengötter drei Tage lang mit Rezepten und Zutaten kochen, die sie sich nicht selbst ausgesucht haben? Wir haben den HelloFresh-Test gemacht ...

Unser großer HelloFresh-Test – Teil 2
0
Kommentare
küchengötter Redaktion

Die Küchengötter haben den Lieferdienst HelloFresh getestet, der nicht nur Rezeptideen für mehrere Tage nach Hause liefert, sondern auch gleich die abgewogenen Zutaten mit im Paket hat. In Teil 1 unseres Testberichtes konntet ihr bereits lesen, wie HelloFresh bei unseren vegetarischen Testkandidaten ankam. Weiter geht’s mit den Erfahrungsberichten von Britta und Bettina, die sich das „volle Programm“ liefern ließen ...

 

Brittas Hello-Fresh-Erfahrungsbericht

„Wir sind eine ziemlich aktive Familie und im Sommer viel unterwegs. So musste unser HelloFresh-Paket leider ein bisschen vor der Haustüre auf uns warten. Die kühlen Sachen waren aber alle noch in bestem Zustand und fanden gleich ihren Weg in den Kühlschrank - sowie ins Tiefkühlfach (das Hackfleisch!). Denn obwohl wir wussten, dass Testwoche ist, war vorauszusehen, dass wir es nicht jeden Abend schaffen würden, die Gerichte zu kochen - und so kam es auch.

 

Durch kurzfristig geplante Aktivitäten (Elternbeiratstreffen & Co.), mussten wir abends auswärts essen und ich konnte das erste Gericht erst am Ende der Woche kochen, um es sofort einzufrieren, da die Kinder schon im Bett waren. Grundsätzlich nicht schlimm, wenn da nicht das Problem mit den Kalbsschnitzel gewesen wäre: Die Schnitzel, die für die „Scaloppina di vitello“ mit Tomate und Mozzarella eingerollt werden sollten, waren trotz gründlicher Bearbeitung mit dem Klopfer viel, viel zu klein! Ein Einrollen damit ausgeschlossen. Ich wollte trotzdem guten Willen beweisen und habe es probiert, was viel ausgelaufenen Mozzarella in der Pfanne und eine kurzfristige Umplanung erforderte: Ich habe daraus Kalbfleisch-Geschnetzeltes gemacht. Auch mit fertig gelieferten Zutaten und Rezepten ist also auch manchmal Improvisation gefragt. Als nächstes habe ich dann die „Mango-Curry-Suppe“ probiert- was eine spannende neue (Geschmacks-) Erfahrung war. Bei unserem letzten Rezept – den „mediterranen Taschen“ mussten wir leider feststellen, dass das Hackfleisch nur für zwei statt vier Personen geliefert wurde. Auch die Zwiebeln waren riesig - wenn man sich da an die Mengenangabe gehalten hätte, dann hätte man zwar Zwiebelbällchen, aber keine Hackfleischbällchen zusammen bekommen.

 

Und wie kam der HelloFresh-Test nun insgesamt bei uns an? Hier unsere persönlichen Pro- und Kontra-Punkte:

PRO:

 

  • Kein Einkaufen, kein Kümmern um Rezeptideen
  • Entdecken von neuen Geschmacksrichtungen, die man "freiwillig" nicht gewählt hätte (Bestes Beispiel: die Mango-Curry-Suppe!)
  • Die Zutaten waren von erster Güte (frisch, Bio....)
  • Die Zutaten waren gut bemessen und gut portioniert abgepackt

 

KONTRA:

 

  • Man MUSS kochen! Selbst wenn man eigentlich keine Zeit hat, muss man die Zutaten verarbeiten (zur Not nachts und dann: Einfrieren), damit sie nicht verkommen
  • Die vorgegebenen Gerichte schmecken vielleicht nicht allen in der Familie, hier ist Improvisation gefragt
  • Bei den Rezepten fehlen die Zeitangaben! (Wir haben abends wenig Zeit, da wäre es hilfreich zu wissen, auf welchen Aufwand ich mich einzustellen habe)

 

Insofern unser Schlussfazit: Eine schöne Idee mit der HelloFresh-Box, hochwertig umgesetzt, aber insgesamt haben jetzt doch viele Zutaten nicht zu den Rezepten gepasst - dann macht die Box wenig Sinn! Liebe HelloFresh Leute: Bitte nacharbeiten! :-) Insgesamt eine spannende Erfahrung - die allerdings für unsere Familie nicht der Weisheit letzter Schluss ist!"

 

Bettinas Erfahrungsbericht

„Die Vorstellung, mich eine Woche lang mal nicht mit der Frage „Was essen wir heute?“ herumquälen zu müssen, hat mich vor dem HelloFresh-Test ziemlich beflügelt. Und als ich nach Hause kam und die Zutatenkiste vor der Wohnungstür stand, legte sich schon mal ein großes Grinsen auf mein Gesicht. Da ich sonst beim Einkauf schon immer einen rechten großen Wert auf Bio-Zutaten lege, war ich trotzdem skeptisch, was mich beim Auspacken erwarten sollte. Und dann die große Überraschung: Mich lachten tatsächlich fast nur Bio-Zutaten an. 1:0 für HelloFresh.

 

Der Blick ins Rezeptheft verriet, dass gefüllte Kalbsschnitzel, mit Hackfleisch gefüllte Pita Brote und eine Mango-Curry-Suppe darauf warteten, von mir gekocht zu werden. Auf den ersten Blick war kein Rezept dabei, das ich mir sonst in dieser Form ausgesucht hätte. 2:0 für HelloFresh – immer mal was Neues ausprobieren, oder?

 

Dann ging es also ans Kochen und ich legte mit den „Scaloppina di vitello“ los. Jeder Versuch, die Kalbsschnitzel wie gewünscht flach zu klopfen, schlug leider fehl und am Ende landeten leicht verkrüppelte Rouladen in der Pfanne, die geschmacklich aber trotzdem überzeugen konnten.

 

Was den Rest der Woche folgte, war eine ganz bestimmte Sorge: Die Mango muss weg! Die war nämlich von Anfang an ziemlich reif, die Lust auf die Mango-Suppe wollte sich aber, vor allem beim Mann des Hauses, nicht richtig einstellen. Auch wenn sie am Ende gut geschmeckt hat und auch die Pita Brote geschmacklich nicht durchfielen, hat mich die Kiste nicht vollends überzeugt. Trotz aller Freude über den praktischen Lieferdienst und die bereits portionierten Zutaten, war mir die „Fremdbestimmung“ doch etwas zu groß. Ich bin mir ziemlich sicher: Kochneulinge werden sich über die ausführlichen Rezepte der HelloFresh-Kiste freuen. Und der Lieferdienst ist auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit, den eigenen Geschmackhorizont zu erweitern. Am Ende stand es bei uns dann trotz kleiner Pannen und dem Druck, kochen zu müssen,  2:1 für HelloFresh, denn der Bequemlichkeitsfaktor ist wirklich enorm."

 

Die Rezepte, die Britta und Bettina in Ihrer Testwoche gekocht haben, findet ihr hier im HelloFresh-Rezeptheft

 

Das war es schon mit unseren Erfahrungsberichten. Und damit geht erst einmal ein aufregendes Projekt zu Ende, das für alle vier Testhaushalte eine spannende neue Erfahrung war. Was glaubt Ihr, liebe Küchengötter: Wie wäre es für Euch, sich auf diese „Blind Dates“ in der Küche einzulassen?

Unser großer HelloFresh-Test – Teil 2
Unser großer HelloFresh-Test – Teil 2
Anzeige
Anzeige
Hier könnte dein Kommentar stehen ...
Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Login