Wünsch' Dir was - Apfelkrapfen

Apfelkrapfen sind geschmacklich eine köstliche Melange aus Apfelküchln und Quarkbällchen. Wer das Frittieren nicht scheut, wird mit einem süchtigmachenden Gebäck belohnt.

Wünsch' Dir was - Apfelkrapfen
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Nicole Stich

Frittierter Teig - was in der deutschen Sprache recht uncharmant klingt, kann mich in jeder nur erdenklichen Version glücklich machen. Sei es als italienischer Appetizer (Pittole), spanische Churros, traditionelle Kiachln (Schmalzküchln) oder als Faschingsnascherei (Mutzenmandeln). So kann ich dem Fasching tatsächlich etwas Positives abgewinnen: Die Schmalzgebäckdichte in bayrischen Bäckereien ist im Moment um ein Vielfaches höher als im Rest des Jahres! 

 

Das heutige Rezept begleitet mich seit Beginn der 90er Jahre und beim Durchforsten meiner chaotischen Rezeptnotizen fiel es mir letzte Woche – mal wieder – in die Hände. Schon die Rezeptnotiz hat ihren ganz eigenen Charme, in gleichmäßiger und gut lesbarer Schreibschrift auf fliederfarbenem Snoopy-Briefpapier verfasst. Meine Freundin Mobo (ihr Spitzname) hatte meinem Drängen nachgegeben und das Rezept ihrer Mutter fein säuberlich für mich abgeschrieben. Es ist somit tatsächlich eines der allerersten Rezepte um das ich jemanden gebeten habe und ich liebe dieses Gebäck noch immer abgöttisch.

 

Angefangen hatte alles an einem Nachmittag, als Mobos Mutter uns eine Schale dieser Apfelkrapfen ins Zimmer brachte. Ich nasche einen Krapfen, einen zweiten, einen dritten. Überlegte kurz, ob es unhöflich wäre nach Nachschub zu fragen und ob ich dann als besonders gefräßig durchgehen würde, sprang aber über meinen Schatten und aß noch ein paar weitere Krapfen. Die säuerlichen Apfelstückchen und der Quark machten den Teig saftig und die Tatsache, dass sie sich mit drei Bissen verdrücken ließen, tat ihr Übriges. Nix da mit Anstandsstück, ich aß sie alle auf!

 

Seit damals hole ich dieses Rezept jedes Jahr mindestens einmal hervor, und auch wenn ich den Teig recht zäh und „unkooperativ“ finde (da er sehr gehaltvoll ist, geht er nur sehr wenig auf), nach dem ersten Bisssen in den noch leicht warmen Krapfen weiß man, warum sich der Aufwand lohnt…

 

Was sagen die Küchengötter zu Frittiertem und Schmalzgebäck? Habt Ihr ein Lieblingsrezept?

 

 

Hier geht's zu meinen geliebten Apfelkrapfen.

 

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Aphrodite
Apfelküchlein.

Die werden in einer tiefen Pfanne ausgebacken - bei meiner Oma aber ohne Zucker und Zimt. Und sie hat die Apfelstücke auch immer klein geschnitten - war dann eher wie kleine kompakte Pfannkuchen mit Apfelstückchen drin. Den Pfannkuchenteig mag ich lieber als den Hefe-Quark-Teig.

Rinquinquin
Beignets

in der französischen Version. Im Hochsommer an einem sehr belebten Strand kommen immer wieder Verkäufer mit Bauchladen durch und brüllen "Beignets, Beignets". Ob da allerdings Äpfel drin waren, weiss ich jetzt nicht.

 

Apfelküchli kenne ich als dicken Apfelring im Pfannkuchenteig und dann ausgebacken. Mit Zucker und Zimt. Nur hatten die mit Schmalzgebäck nichts gemein. Was mich daran erinnert, dass es hier "Scherben" gibt, die ich als regelrecht süchtigmachend ansehe. Ich muss doch mal zusehen, dass ich die wenigstens einmal zur Fasentszeit hole.....

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