Wünsch' Dir was - Der Speiskuchen

Ein gedeckter Apfelkuchen vom Blech, der immer auf wundersame Weise aus der Speisekammer verschwand und deshalb Speiskuchen getauft wurde.

Wünsch' Dir was - Der Speiskuchen
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Kommentare
Nicole Stich

Normalerweise kann mich Bettina ja recht schnell für ein kulinarisches Kolumnen-Thema begeistern, nur diesmal hab ich ausnahmsweise mal einen Gegenvorschlag gemacht. Ich fotografiere gerade mein nächstes Kochbuch (wenn alles glatt geht wird es im Februar in den Handel kommen) und dafür brauche ich jegliche kreativen Kräfte… für ein verrücktes Halloween-Rezept wollte mein Hirn einfach keine tolle Idee ausspucken. Stattdessen habe ich auf ein Lieblingsrezept aus meiner Familien-Schatzkammer zurückgegriffen – ein Rezept für den allerersten Apfelkuchen, dem ich verfallen war.

 

Mein Interesse an Rezepten ist sehr oft umgekehrt proportional zu deren Wow-Faktor, gerade weil ein Rezept für Apfelkuchen erstmal eher banal klingt, hat es umso mehr Potential einen zu überraschen. Schließlich gibt es Naja-Apfelkuchen und solche, die einem ewig im Kopf bleiben – zumindest bei mir ist das so. Der erste Apfelkuchen, an den ich mich erinnern kann, war ein recht hoher, gedeckter, aus dem Cafe Spindler in Wernberg, in dem sich die Mütter meiner Kindergartenfreunde oft trafen. Dann kam Omas unnachahmlicher Blechkuchen aus Hefeteig, belegt mit Äpfel aus ihrem Obstgarten. Oder ein typisch amerikanischer Apple Pie, bei Freunden von Freunden in Durango, Colorado. Und natürlich der Apfelkuchen mit Rahmguss der Hirschauer Oma. Und die mächtige Appeltaart im Cafe Winkel in Amsterdam. Und… und… und…

 

Da meine Sommerkuchen immer im Zeichen von Beeren, Aprikosen und Kirschen stehen, freue ich mich jedes Jahr wieder auf den ersten Apfelkuchen. Die Frage ist dann nur, nach welchem Rezept? Diesmal wurde es ein gedeckter Blechkuchen, angelehnt an meine erste Kuchenliebe: Meine Mutter backte regelmäßig ein großes Blech gedeckten Apfelkuchen, der in der Speis (so nannten wir unsere Speisekammer) aufbewahrt wurde und von dem ich mir immer wieder heimlich eine kleine Ecke stibitzte – so kam er auch zu seinem Namen: Der Speiskuchen. Heute backe ich ihn meist nur in kleiner Portionen (etwa ein halbes Blech), aber ich mag ihn noch genauso gerne wie in meiner Kindheit. Der Clou sind die gehobelten Äpfel, die zu einer samtigen Fruchtschicht backen, umhüllt von einem buttrigen Mürbteig. 

 

Was mich interessiert: Habt Ihr einen Apfelkuchen im Kopf, den Ihr unvergleichlich gut findet oder fandet? Wo habt Ihr ihn zum ersten Mal gegessen und was machte ihn so einzigartig?

 

Falls nicht, vielleicht ist mein Kindheitsapfelkuchen ja was für euch. Hier geht’s zum Rezept.

 

 

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Belledejour
Toskanischer Apfelkuchen

Oh ja, unser Favorit ist dieser aus der Toskana, den wir auf einem Weingut lauwarm vorgesetzt bekamen. Nach langem Palaver gabs dann auch das Rezept dazu - und - er schmeckt uns noch immer !

Trotzdem werde ich mich bestimmt einmal an Nikkis Apfelkuchen versuchen - wenn denn der nächste Besuch sich ankündigt.

Nicole Stich
Liebe Belledejour,

der kommt natürlich sofort auf meine Nachbackliste! Lustigerweise habe ich so einen ähnlichen Apfelkuchen schon mal in Portugal gegessen - und in guter Erinnerung behalten. Danke für den Link :)

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