Wünsch' Dir was – Ein kulinarischer Alleskönner?

Würziges Chutney ist ein Alleskönner: Egal ob auf einer Käseplatte, beim Grillen oder als Veredler beim Sandwich, ein besonderes Geschmackserlebnis ist garantiert!

Wünsch' Dir was – Ein kulinarischer Alleskönner?
3
Kommentare
Nicole Stich

Nach einem unerträglich verregneten Frühling und einem enttäuschenden Sommerauftakt, hat der Sommer doch noch die Kurve gekriegt. Sogar die Erdbeerpflanzen auf den lokalen Feldern um München konnten sich noch rechtzeitig von den sintflutartigen Regenfällen erholen. Das verdient deshalb besondere Erwähnung, weil damit jedes Jahr meine „Marmeladenmonate“ beginnen – also die Zeit im Jahr, in der ich gar nicht weiß, was ich zuerst einkochen soll, weil so ein verführerisches Überangebot auf dem Markt besteht. Regelmäßig kaufe ich dann viel zu viel Beeren, Steinobst oder Sommergemüse, weil ich schon den nächsten kargen Winter fürchte und mich bis dahin unbedingt an meinen Lieblingsfrüchten satt essen will. 

 

Sind die dringlichsten Marmeladenvorräte erstmal angelegt – bei uns meist Klassiker wie unterschiedliche Beerenvariationen, Marille-Vanille oder Pfirsich-Mango mit Rum – werde ich experimentierfreudiger und probiere neue Rezepte rund um Ketchup, BBQ-Saucen, Relish oder Chutney aus. Denn die typischen Supermarktsaucen, die jedes Jahr zur Grillsaison besonders hoch im Kurs stehen, lassen sich ohne großen Aufwand selbst zubereiten und besser schmecken sie sowieso. 

 

Überhaupt – ein selbstgemachtes Chutney kann viel mehr als Grillfleisch oder scharfes Curry aufpeppen. In meinem Kühlschrank warten im Sommer immer mindestens drei verschiedene Chutneys auf ihren Einsatz als Sandwich-Veredler. Dazu nimmt man gutes Weißbrot (gerne selbstgebacken mit Sauerteig), etwas Knackiges (Salatblätter, aufgeschnittene Gurke, Radiserl oder Tomate), etwas Käse (alles von Cheddar bis Pecorino oder Ziegenfrischkäse), gerne auch Reste vom Vortag (von der Hühnerbrust über Bratenreste) oder einfach Schinken oder geräucherter Fisch und als Aufstrich aufs Brot natürlich das Chutney für einen echten Wow-Effekt. Allerdings ist man mit solchen Sandwiches dann auch auf Lebenszeit verdorben für das was in Cellophan-Folie eingeschweißt in irgenbdeiner Kühltheke dahinvegetiert…

 

Hat man ein gutes Basis-Rezept für Chutney, kann man es mit fast jeder Art von saisonal verfügbaren Früchten abwandeln und Gewürze nach Lust und Laune einsetzen, nach etwa 30 Minuten ist es fix und fertig. Wichtig ist vor allem ein Punkt: Chutney ist eine konzentrierte Würzsauce, die anderen Gerichten Akzente verleiht, deshalb immer lieber etwas kräftiger abschmecken, einmal abgekühlt schmeckt es wieder etwas milder. Mein aktuelles Lieblingschutney besteht größtenteils aus österreichischen Marillen und etwas Tomate, das rauchige Aroma bekommt es durch geräucherte Chipotle-Chili-Flakes. 

 

Wie steht Ihr zu Grillsaucen und Chutneys, kaufen oder selbermachen? 

 

Hier geht’s zum Rezept für das rauchigen Marillen-Chutney.

 

Anzeige
Anzeige
Aphrodite
Genuss-veredelt!

Grillsaucen schmecken am besten selbstgemacht. Chutney finde ich toll, ist bei mir aber nur eine "Herumkocherei". Heißt entweder funktioniert es oder eben auch nicht. Heißt rauchiges Marillen-Chutney ohne geräucherte Chipotle-Chili-Flakes wird nichts und improvisieren hilft nicht. Ich bekam gerade einen Anruf: "Ich bin gerade da-und-da, soll ich noch was für dich einkaufen? Strahlende Augen! Geräucherte Chipotle-Chili-Flakes gibt es da nicht. Schade!

Chili-Schoten über Holzkohle heiß gegart gehen nicht?

Nicole Stich
Bezugsquelle

Liebe Aphrodite, da kann geholfen werden! Ich liebe diesen leichten Rauchgeschmack auch sehr, deshalb habe ich schon vor Jahren eine gute Bezugsquelle ausgemacht (gibt aber bestimmmt auch andere!), wenn meine Chipotle-Flakes mal wieder zur Neige gehen. Einfach nach Madavanilla googlen - kennst Du wahrscheinlich eh schon-, dort gibt es nicht nur sehr gute Vanilleschoten, sondern eben auch allerlei andere Gewürze. Die Chipotle-Flakes nehme ich ansonsten gerne für selbstgemachte Gewürzmischungen für Fleisch, Ofengemüse und und und. 

kaufen oder selbermachen ...

welche Frage! Selber machen, natürlich. Als Diabetiker und Genuss-Esser kommt für mich gar nichts anderes in Frage. Ich habe Kontrolle über Qualität und Menge jeder einzelnen Zutat, kann würzen womit und wie intensiv ich will bzw. wie was miteinander harmoniert. Auch wenn die Verarbeitung von größeren Mengen Frischobst und Gemüsen teils anstrengend ist, ist es gleichzeitig für mich doch auch entspannend. Und inpirierend sowieso: die Zusammensetzung der Rezeptur, die möglichen Variationen, die Möglichkeiten bei der späteren Verwendung.  

Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Login